Die Weltpremiere mit der Stoppuhr

Sport / 05.06.2018 • 21:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Matthias Schwab ist Österreichs Hoffnung beim Golfevent in Atzenbrugg.gepa
Matthias Schwab ist Österreichs Hoffnung beim Golfevent in Atzenbrugg.gepa

Atzenbrugg als Test für die Golfer, Schwab gefällt es.

Atzenbrugg Zum 13. Mal in Folge und zum neunten Mal in Atzenbrugg gehen die nationalen Golf Open Österreichs als Turnier der European Tour in Szene. Die Dotation beträgt eine Million Euro, der Diamond Country Club ist diesmal aber Schauplatz einer Weltpremiere. Beim „Shot Clock Masters“ wird erstmals eine Stoppuhr über 72 Löcher und bei jedem Schlag eingesetzt, um das Spiel zu beschleunigen. Österreich ist ein Testlauf, von dem abhängt, ob die Shot Clock ein taugliches Instrument zur Spielbeschleunigung ist.

Es ist ein mit Spannung erwartetes Experiment. Ein Fan dieser Spielbeschleunigung und in Abwesenheit des verletzten Bernd Wiesberger gleichzeitig größte heimische Hoffnung ist Matthias Schwab. „Fünfstunden-Runden sind extrem mühsam“, weiß der Schladminger. „Mich setzt die Uhr jedenfalls nicht unter Druck. Ich bin für jede Innovation, die das Spiel schneller macht.“ Acht Jahre nach seinem aufsehenerregenden Atzenbrugg-Debüt als 15-jähriger Amateur und ein Jahr nach seinem Profi-Einstieg an gleicher Stelle kehrt der 23-Jährige nun als aussichtsreicher Spieler zum Turnier zurück.

Österreichs Nummer zwei

Denn in seinem ersten Profi-Jahr hat der einstige Ausnahmeamateur Schwab konstant und gut gespielt. Er hat nicht nur einen vierten Platz bei den Indien Open geholt, sondern alleine 2018 bei zwölf Turnieren zehn Mal den Cut geschafft. Der Vanderbilt-Absolvent hat sich damit innerhalb eines Jahres von Platz 1512 auf Rang 362 vorgearbeitet und ist hinter dem auf Platz 73 abgerutschten Wiesberger und vor Lukas Nemecz bereits die Nummer zwei in Österreich. Der Austro-Amerikaner Sepp Straka ist die dritte rot-weiß-rote Hoffnung. Er ging im Vorjahr als Zweiter in die Schlussrunde, wurde am Ende Siebter.

Von der internationalen Besetzung her ist Lee Slattery der aktuell erfolgreichste Spieler in Atzenbrugg. Der Engländer wurde zuletzt bei den Italian Open mit 20 unter Par Dritter. Der spanische Wahl-Österreicher Miguel Angel Jimenez hat dort als 14. gezeigt, dass er trotz seiner 54 Jahre noch nicht zum alten Eisen gehört.