Mit Euphorie der Jubiläumssaison in die dritte Dekade

Sport / 21.02.2019 • 22:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Bei der Straßenrad-WM in Innsbruck war das Sextett um dem Dornbirner Daniel Geismayr (ganz rechts) als 14. das schnellste Amteurteams und durfte über beste Platzierung der insgesamt sechs rot-weiß-roten Teams im Mannschaftszeitfahren. Eisenbauer
Bei der Straßenrad-WM in Innsbruck war das Sextett um dem Dornbirner Daniel Geismayr (ganz rechts) als 14. das schnellste Amteurteams und durfte über beste Platzierung der insgesamt sechs rot-weiß-roten Teams im Mannschaftszeitfahren. Eisenbauer

Radteam Vorarlberg Santic geht mit ehrgeizigen Zielen in seine 21. Rennsaison.

Rankweil Unmittelbar vor der Abreise in wärmeren Gefilden und dem ersten Renneinsatz beim Grand Pri Rhodos erfolgte mit der Mannschaftspräsentation im Autohaus Niederhofer in Lauterach der offizielle Startschuss in die 21. Saison des Radteams Vorarlberg Santic. Rund 130 Rennen in 20 verschiedenen Ländern stehen im vorläufigen Rennkalender, bis es Ende Oktober nach der Tour of Hainan in China wieder in die Winterpause geht. Zu den Höhepunkten zählen u. a. die Teilnahme an der 71. Österreich-Rundfahrt (6. bis 12. Juli) . Zusätzlich will man sich aber auch bei der Tour of the Alps Ende April und bei den zahlreichen Eintagesrennen so wie in der letzten Saison von der Schokoladenseite präsentieren. Thomas Kofler, seit Beginn 1999 Teamchef der in der dritthöchsten Leistungsstufe des Radweltverbandes (UCI) eingereihten Ländle-Equipe, betont kämpferisch: „Nicht zuletzt wegen der extrem starken Vorstellung im Mannschaftszeitfahren bei der Heim-WM in Tirol, wo wir als 14. die beste Platzierung der insgesamt sechs rot-weiß-roten Teams erreicht haben und schnellste Amateure waren, sind natürlich auch die Erwartungen etwas gestiegen. Die öffentliche Wahrnehmung ist nicht zuletzt aber auch durch die bärenstarke Vorstellung bei den Startetappen der Ö-Tour ganz deutlich gestiegen. Wir werden immer mehr wahrgenommen und der Radsport findet immer mehr Anerkennung in der Öffentlichkeit“, betont Kofler stolz.

Weiter Nadelstiche setzen

Gleichzeitig sieht Kofler darin aber auch die große Herausforderung: „Wir haben im letzten Jahr gleich mehrfach den Beweis angetreten, dass wir uns zumindest in Teilbereichen im Vergleich mit Spitzenteams auf höchstem Niveau messen können und nicht verstecken müssen. Natürlich wissen wir, dass bis von der absolute Spitze noch ein ordentliches Stück entfernt sind und wollen weiter mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben Erklärtes Ziel ist es, weiterhin bei einzelnen Rennen oder Etappen nach Möglichkeit Nadelstiche zu setzen, uns in Szene zu setzen und als Teams die nächsten Schritte in Richtung Weltspitzen zu setzen.“
Das 2019-Aufgebot wurde um eine Positionen reduziert und umfasst insgesamt 15 Fahrer aus sechsNationen. Mit dabei unter den sechs Abgängen auch der Klauser Patrick Jäger. „Patrick war absoluter Vorzeigesportler und als Vorarlberger natürlich auch ein Symphatieträger im Team. Er stand seit 2013 bei uns unter Vertrag, hat aber trotz vorbildlichem Trainingsfleiß und perfekter Einstellung den Durchbruch einfach nicht geschafft. Im Verlauf der Saison hat er uns dann mitgeteilt, dass er im elterlichen Bauunternehmen einsteigt und dem Team in verschiedenen Belangen punktuell zur Verfügung stehen wird“, erklärt Kofler.

Sieben Neue aus vier Natione

Mit dem zweifachen MTB-Eliminator-Weltmeisters Daniel Federspiel (31) aus Tirol, dessen engeren Landskeuten Daniel Knapp (22) und Maximilian Kuen (26), den beiden Schweizern Gordian Banzer (22) und Colin Stüssi (25) sowie Larry Valvasori (22) aus Luxemburg und dem Spanier José Manuel Díaz Gallego (24) wurden insgesamt sieben neue Fahrer unter Vertrag genommen. „Ich denke, wir haben wieder eine sehr gute Mischung gefunden und können uns zuversichtlich den nicht leichten Aufgaben stellen“, betont Kofler. „Die Mannschaft hat einer Alterschnitt von 24,5 Jahren und wird sind in allen Bereichen gleichmäßig stark vertreten. Wir haben Spezialisten für Sprints, Etappenrennen, müssen uns aber auch bei kräftezerrenden Bergetappen nicht verstecken. Wichtig wird sein, dass die Jungs als Team agierenen und als homogene Einheit auftreten.“

Weltmeister im Team

Ganz besonders gespannt darf man sein, wie sich Daniel Federspiel beim Wechsel von den breiten MTB-Reifen auf das wesentlich schmalere Straßenrad schlägt: „Im Mountainbike-sport habe ich all meine Ziele erreicht und zum Teil auch mehrmals bestätigt. Nun habe ich eine neue Herausforderung im Straßenrennsport und ich stelle mich mit Respekt, aber auch mit einigen Erwartungen, der neuen Aufgabe“, betonte der Tiroler, mit 31 Jahren zugleich der älteste Fahrer. „Nicht unwesentlich für meine Entscheidung waren auch die Gespräche mit Daniel Geismayr. Er hat ja vor drei Saisonen den gleichen Weg eingeschlagen und nun werde ich versuchen, dies in ähnlich erfolgreicher Art und Weise zu tun.“