Europameister Spanien kann kommen

26.02.2019 • 07:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Juni 2010 feierte Österreichs Männerteam (im Bild Roland Schlinger) im Dornbirner Messestadion einen 31:15-Kantersieg gegen die Niederlande.
Im Juni 2010 feierte Österreichs Männerteam (im Bild Roland Schlinger) im Dornbirner Messestadion einen 31:15-Kantersieg gegen die Niederlande.

Österreichs Handball-Männerteam empfängt am 11. April Topnation im Dornbirner Messestadion.

Dornbirn Vorarlbergs Handballfans dürfen sich auf zahlreiche Leckerbissen im April freuen. Neben der finalen Duellen der beiden Hochburgen Alpla HC Hard und Bregenz Handball im Play-off-Durchgang der Spusu Liga und dem Saisonfinale des SSV Dornbirn-Schoren und des HC BW Feldkirch in der Women Handball Austria League (WHA) stehen zwei besondere Höhepunkte auf dem Programm. Zunächst empfängt am 11. April (20.25 Uhr) Österreichs Männerteam im Rahmen des EHF-Euro-Cup mit Spanien den regierenden Europameister in Dornbirn. Am Osterwochenende (19./20. April) soll dann in der Handballarena Rieden das Final-4-Turnier im ÖHB-Cup mit Bregenz, Hard und eventuell auch dem SSV Schoren über die Bühne gehen.

Evaluierungsbesuch im Messestadion

Während für das Finalturnier die definitive Vergabe von Seiten des Österreichischen Handballbundes (ÖHB) Anfang März zu erwarten ist, laut ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner vieles darauf hindeutet, dass die Vergabe an Bregenz erfolgt, befinden sich die Planungen für das Länderspiel bereits in der Endphase. Rabenseifer weilte zusammen mit Marketingleiter Christoph Joklik, zugleich Geschäftsführer der für die Euro 2020 gegründeten Gmbh, und Projektleiterin Christina Peter für wenige Stunden in Dornbirn und zeigte sich nach der Evaluierung begeistert: „Ich bin überzeugt, dass es ein dem Ereignis entsprechender Event werden wird. Das Messestadion bietet alle Möglichkeiten und wird mit den geplanten Adaptierungen ganz sicher eine perfekte Austragungsstätte sein.“

ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner (2. v. l.), Marketingmann Christoph Joklik, Projektleiterin Christina Peter mit VHV-Vizepräsdient Andreas Spiegel (Mitte) und Michael Sperl (l.).
ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner (2. v. l.), Marketingmann Christoph Joklik, Projektleiterin Christina Peter mit VHV-Vizepräsdient Andreas Spiegel (Mitte) und Michael Sperl (l.).

Initiatoren für ein Länderspiel in Vorarlberg waren Hansjörg Füssinger, Präsident des Vorarlberger Handballverbandes (VHV) und sein Vize Andreas Spiegel. „Da Vorarlberg aufgrund der fehlenden Halle im kommenden Jänner wie schon 2010 als Veranstaltungsort leer ausgeht, haben wir uns um die Ausrichtung gemüht“, erklärt Füssinger.

Am 31. Mai 2002 unterlag Österreich (im Bild Patrick Fölser) im WM-Play-off-Duell im Messestadion gegen Spanien mit 26:28.
Am 31. Mai 2002 unterlag Österreich (im Bild Patrick Fölser) im WM-Play-off-Duell im Messestadion gegen Spanien mit 26:28.

Im Mai 2015 war Österreichs Handball-Männerteam letztmals im Ländle zu sehen und feierte im Rahmen der EM-Qualifikation einen 29:22-Sieg in Bregenz gegen Finnland. Im Messestadion war Österreichs Männerteam bereits zwei Mal zu Gast: Bei der Premiere am 31. Mai 2002 unterlag das damals von Rainer Osmann betreute ÖHB-Team im WM-Play-off gegen Spanien mit 26:28 und vor knapp neun Jahren, genau am 12. Juni 2010, erfreute sich Dagur Sigurdsson mit dem 31:15-Kantersieg gegen die Niederlande und der Qualifikation zur WM-Endrunde 2011 in Schweden über einen krönenden Abschluss seiner Epoche als ÖHB-Teamchef.
Nicht nur beim Länderspiel, auch beim noch nicht fix zugesagten Final-4-Turnier im ÖHB-Cup will der VHV und alle Vereine Werbung in eigener Sache machen und Einigkeit zeigen. „Wir haben zwar erst in zwei Jahren unser 75-jährige Jubiläum. Der Handballsport im Ländle hat nicht zuletzt durch die Erfolge und Auftritte auf der europäischen Bühne von Bregenz und Hard einen hohen Beliebtheitsgrad. Nun wollen wir mit einem Fest der gesamten VHV-Familie einen nächsten Impuls setzen und damit Jugendlichen und altgedienten Haudegen wieder Appetit auf den Handballsport machen“, so Füssinger.