Alpla HC Hard empfängt Graz und Bregenz bei West Wien zu Gast.

Sport / 02.03.2019 • 12:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Lukas Schweighofer will im Trikot der Alpla HC Hard gegen seinem Stammverein Graz keine Punkte liegenlassen.GEPA
Lukas Schweighofer will im Trikot der Alpla HC Hard gegen seinem Stammverein Graz keine Punkte liegenlassen.GEPA

Direkte Duelle der Verfolger: Närrisches Treiben am Handballparkett.

Hard, Bregenz Der Blick auf die Tabelle verdeutlicht den Zündstoff des letzten Spieltages in der Hinrunde des Play-off-Durchganges der Top-5-Teams in der Spusu Liga. Während das spielfreie Krems mit 22 Punkten und acht Zählern Vorsprung das Ranking anführt und unter normalen Umständen wohl auch als Erster in die Viertelfinalserie gehen wird, spitzt sich dahinter ein erbitterter Vierkampf um die Ausgangslage für die K.-o.-Runde weiter zu.

Druck größer geworden

Bedingt durch die 25:26-Niederlage im Derby in Bregenz hat sich die Ausgangslage für den Alpla HC Hard vor dem Heimspiel am Samstag (20.15 Uhr) gegen Graz noch einmal verschärft. „Durch die knappen Niederlagen in Krems und Bregenz hat die ohnehin nicht leichte Situation noch zusätzliche Brisanz erhalten“, betont Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner. „Die Mannschaft ist etwas verunsichert. Besonders im Angriff läuft es nicht so, wie wir uns das vorstellen. Wenn wir unsere Torchancen verwerten, sind wir nur schwer zu schlagen. Doch wenn wir uns wie zuletzt weiter solche Schwankungen erlauben, machen wir uns das Leben selbst schwer. Wir ermöglichen bei Vorsprüngen durch ausgelassene Chancen dem Gegner, wieder zurück ins Spiel zu kommen. Wir können uns keine Punktverluste, schon gar nicht bei Heimspielen, mehr erlauben, wenn wir weiter vorne mitmischen wollen“, erklärt Gärtner. „Wir haben als einziges Team gegen Graz in dieser Saison noch nicht verloren und daran soll es auch weiter nichts ändern.“
Bis auf die Langzeitverletzten Dominik Schmid und Risto Arnaudovski stehen Gärtner alle Akteure zur Verfügung.

Ellenlange Ausfallsliste

Trotz der Euphorie nach dem ersten Derbysieg in dieser Saison erweist sich die angespannte personelle Situation bei Bregenz Handball vor dem Gastspiel am Sonntag (19 Uhr) bei West Wien richtiggehend als Stimmungskiller. Neben den Langzeitverletzten Christian Jäger und Clemens Gangl sowie dem weiter an einer hartnäckigen Entzüdung am Knie laborierenden Ante Esegovic steht seit dem Derby auf Kapitän Lukas Frühstück nicht zur Verfügung. Wenigstens ist Routinier Vlatko Mitkov nach seiner Wadenzerrung wieder in den Kader zurückgekehrt und soll bei Kurzeinsätzen für Entlastung sorgen. „Eine kleiner Hoffnungsschimmer ist sicher die Tatsache, dass die Spieler, die mir zur Verfügung stehen, ihre Sache ausgezeichnet machen. Wir sind klarer Außenseiter gegen West Wien, werden aber alles versuchen, um trotzdem Punkte mitzunehmen“, erklärt Bregenz-Trainer Jörg Lützelberger.

Nach längerer Verletzungspause steht Bregenz-goalgetter und Routinier Vlatko Mitkov wieder zur Verfügung. VN/Sams
Nach längerer Verletzungspause steht Bregenz-goalgetter und Routinier Vlatko Mitkov wieder zur Verfügung. VN/Sams

Hoffnung schöpft Lützelberger zudem durch die Leistungen seiner jungen Wilden mit Robin Kritzinger, Matthias Brombeis, Claudio Svecak bzw. Severin Lampert und Florian Mohr: „Sie haben bereits bewiesen, dass sie in die Bresche springen können. Doch man darf sich nicht erwarten, dass sie ihre Leistungen über die gesamte Spielzeit halten können und Partien im Alleingang entscheiden. Sie haben Potenzial, doch Wunderdinge zu erwarten, wäre absolut unrealistisch. Die Hauptverantwortung müssen ganz klar andere Spieler übernehmen“, betont Lützelberger unmissverständlich.