Großer Kampf blieb unbelohnt

14.03.2019 • 22:05 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Beherzte 90 Minuten, drei Tore und am Ende mussten die Salzburger doch getröstet werden. Es reichte nicht für das Weiterkommen gegen Napoli.gepa/3
Beherzte 90 Minuten, drei Tore und am Ende mussten die Salzburger doch getröstet werden. Es reichte nicht für das Weiterkommen gegen Napoli.gepa/3

RB Salzburg sagte in der Europa League mit einem Sieg (3:1) gegen SSC Napoli Servus.

Salzburg Die Bullen sind an der bisher größten Hürde in der Europa League hängengeblieben. Die Salzburger verabschiedeten sich aber mit einem 3:1-Heimsieg im Achtelfinal-Rückspiel gegen SSC Napoli mit einer starken Performance aus dem Europacup. Gegen die Nummer zwei im italienischen Fußball war Österreichs Meister speziell in der zweiten Hälfte die bessere Mannschaft.

Nach einer zehnminütigen Druckphase der Salzburger ging Napoli mit der zweiten Chance in Führung. Bei der ersten Gelegenheit hatte Österreichs Meister nach einem Eckball am Fünfer schon auf Arkadiusz Milik vergessen, der Stürmer brachte aber keinen Druck hinter den Ball. Ganz im Gegensatz zu der Aktion vier Minuten später, als der Pole nach einer Verkettung von unglücklichen Umständen per Seitfallzieher wuchtig abschloss.

Zunächst hatte Enock Mwepu den Ball vor der Mittellinie vertändelt, dann hüpfte das Spielgerät nach einem Querpass von Mario Rui wie eine Flipperkugel vor Alexander Walke herum und Milik vor die Füße. Mit dem 0:1-Spielstand aus Sicht der Salzburger brauchten diese schon fünf Tore, um das viel zitierte „Wunder“ noch zu schaffen.

Achter Treffer von Dabbur

Die Zuschauer sahen dennoch eine beherzt kämpfende Mannschaft, in der Takumi Minamino im Sturm den Vorzug erhalten hatte. Ebenfalls neu im Vergleich zum Hinspiel waren Mwepu und Dominik Szoboszlai, die anstelle von Xaver Schlager (gesperrt) und Zlatko Junuzuvic (muskuläre Probleme) im Mittelfeld agierten.

Der 18-jährige Szoboszlai spielte dann bei seinem Europa-Debüt in der 25. Minute nach einem Fehlpass von Allan direkt in die Spitze, wo Dabbur erst noch Vlad Chiriches mit einem Haken ins Leere grätschen ließ, ehe er überlegt ins kurze Eck abschloss. Für den Israeli war es der achte Treffer in der laufenden Europa-League-Saison.

Salzburg setzte sich mit Ablauf der Zeit zunehmend in der gegnerischen Hälfte fest, Napoli war defensiv mit seinen zwei Viererketten aber meist richtig postiert. Salzburg-Coach Marco Rose brachte mit Gulbrandsen eine halbe Stunde vor Schluss einen dritten Stürmer, was sich gleich sechs Minuten nach seiner Einwechslung bezahlt machte, als der Norweger nach Hereingabe von Kapitän Andreas Ulmer einnetzte. Bei Chancen von Andre Ramalho (75.) und Dabbur (76.) lag das 3:1 schon in der Luft. Dabbur hatte in der 87. Minute eine noch größere Gelegenheit, nach Lainer-Flanke setzte der 26-Jährige den Ball per Seitfallzieher an die Innenstange. In der Nachspielzeit stand der 33-jährige Leitgeb goldrichtig und traf per Direktabnahme zum Endstand. Salzburg blieb unter Rose damit vor eigenem Publikum weiter ungeschlagen.

Salzburg hat mit dem Sieg die Chance am Leben erhalten, dass Österreichs Meister auch 2020 einen Fixplatz in der Champions league erhält.

Fußball

UEFA Europa League

Achtelfinale, Rückspiele

FC RB Salzburg – SSC Napoli 3:1 (1:1)

Red Bull Arena, 29.520 Zuschauer (ausverkauft), SR Del Cerro Grande (ESP)

Torfolge: 14. 0:1 Milik, 25. 1:1 (25.) Dabbur, 65. 2:1 (65.) Gulbrandsen, 90./+ 2 3:1 Christoph Leitgeb

Gelbe Karten: Onguene, Samassekou bzw. Milik

FC RB Salzburg (4-4-2): Walke; Lainer, Ramalho, Ongeue, Ulmer; Mwepu (59. Gulbrandsen), Samassekou, Wolf, Szoboszlai (74. Christoph Leitgeb); Minamino (86. Haaland), Dabbur

SSC Napoli (4-4-2): Meret; Hysaj, Chiriches (78. Malcuit), Luperto, Rui; Callejon, Allan, Ruiz, Zielinski (74. Diawara); Milik, Mertens (88. Younes)

Erstes Spiel: 0:3 – Napoli mit dem Gesamtskore von 4:3 im Viertelfinale

Inter Mailand – Eintracht Frankfurt 0:1/0:0/0:1

Trainer bei Frankfurt ist Adi Hütter. Verteidiger Martin Hinteregger war 90 Minuten im Einsatz.

Slavia Prag – FC Sevilla 2:2/2:2/Verlängerung nach Redaktions-Schluss

Bei Sevilla saß Maximilian Wöber auf der Ersatzbank.

Dinamo Kiew – Chelsea FC 0:5/0:3/0:8

Krasnodar FK – FC Valencia 1:1/1:2/2:3

Arsenal London – Stade Rennais FC 3:0/1:3/4:3

FC Villarreal – Zenit St. Petersburg 2:1/3:1/5:2

Benfica Lissabon – Dinamo Zagreb 1:0/0:1/Verlängerung nach Redaktions-Schluss

Legende: Erstes Ergebnis Rückspiel, zweites Resultat Hinspiel, fettgedruckt das Gesamtskore sowie der Aufsteiger

Die Viertelfinal-Auslosung findet heute (13 Uhr) in Nyon statt.