Kehraus als Saisonaus

Sport / 05.03.2019 • 23:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bitterer Abschied von den Fans. Das Dornbirner Team schlitterte gegen Znojmo in ein 1:8-Heimdebakel, das Play-off wird ohne die Bulldogs stattfinden.  Lerch
Bitterer Abschied von den Fans. Das Dornbirner Team schlitterte gegen Znojmo in ein 1:8-Heimdebakel, das Play-off wird ohne die Bulldogs stattfinden. Lerch

Dornbirn kassierte 1:8-Heimabfuhr gegen Znojmo.

Dornbirn „Ich bin geschockt. So kurz nach dem Spiel fehlen mir die Worte.“ Dornbirns Kapitän Olivier Magnan wollte sich nicht damit abfinden, dass für die Bulldogs die Saison vorbei ist. Aber es ist so. Die peinliche 1:8-Pleite gegen Znojmo beendete jede weitere Hoffnung auf das Viertelfinale. Die Tschechen und Linz sind damit fix im Play-off. Besonders bitter an dem Aus ist auch der Umstand, dass die Oberösterreicher in Innsbruck mit 1:5 untergingen. Die Dornbirner wären bei einem Sieg bis auf einem Punkt an die Stahlstädter herangerückt. So ist das letzte Spiel am Freitag in Innsbruck bedeutungslos.

Vortentscheidendes Startdrittel

Keine zehn Minuten waren in Dornbirn gespielt und Coach Dave MacQueen musste bereits die Notbremse ziehen. Er forderte ein Timeout in dem er seinen Spielern nochmals laustark klar machten musste, was in diesem Spiel auf dem Spiel stand, nämlich das vorzeitige Saisonende. Der Anlass dafür waren die 36 Sekunden zuvor, in denen die Bulldogs zwei Tore kassierten. Allan McPherson in Überzahl und Erik Nemec verwerteten ihre Chancen eiskalt. Bei beiden Treffern wirkte ausgerechnet Goalie Miroslav Svoboda nicht so souverän wie zuletzt.
Dabei starteten die Hausherren voller Tatendrang ins Drittel. Brodie Reid prüfte bereits in der ersten Minute Adler-Torhüter Tomas Halasz. Die Hausherren blieben am Drücker und hatten gleich zwei Überzahlchancen (2./6.), doch beide Powerplaysituationen verstrichen ergebnislos.
Anders die Gäste, die unbedingt den Playoff-Einzug fixieren wollten. Nach den zwei Treffern überstanden die Tschechen sogar eine 85 Sekunden dauernde 3:5-Unterzahl. Dornbirns Stürmer vergaben zwischen der 12. und 14. Minute die große Chance auf den Anschlusstreffer. „Wir trainieren das ganze Jahr Überzahl und dann zeigen wir in einem so wichtigen Spiel unsere schlechteste Leistung“, merkte selbstkritisch Kevin Macierzynski an.

Rinne übernahm

So überraschte es nicht, dass in der 17. Minute die Messestädter mit 0:3 in Rückstand gerieten. David Bartos lenkte die Scheibe ins Tor. Erneut machte Svoboda nicht die beste Figur, das ließ MacQueen reagieren. Er stellte Rasmus Rinne ab Drittel zwei ins Gehäuse. Der Finne, der zuletzt am 12. Feber für die Dornbirner am Eis stand, hatte in der 24. Minute gleich riesiges Glück. Bei einem Schuss eines Tschechen blieb die Scheibe frei vor dem leeren Tor liegen. Doch kein gegnerischer Stock vermochte diese Vorlage zu verwerten. Es wäre wohl das frühzeitige K. o. für die Dornbirner gewesen. Langsam schienen sich die Heimischen vom desolaten Start zu erholen. In der 30. Minute war dann Gäste-Torhüter Halasz geschlagen, der Schuss von Thomas Vallant verkürzte das Resultat auf 1:3. Nun waren die Gastgeber am Drücker. In der 33. Minute scheitere Brock Trotter nach einem Alleingang. Kurz danach folgte das sechste Powerplay für die Bulldogs in diesem Match. Wieder nichts Zählbares, dies gelang nur mehr den Gästen. Sekunden nach dem Ende des Dornbirner Überzahlspiels bezwang CJ Strech Rinne zum 1:4. Damit hatten die Dornbirner ihren letzten Funken Hoffnung verloren. Im Schlussdrittel folgten noch vier weitere Gegentreffer, die das frühzeitige Saisonaus besiegelten. abr