Dem Ziel schon sehr nahe

Sport / 12.03.2019 • 21:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gewagte Sprünge gehören bei den Freeridern, im Bild Tao Kreibich, zum Repertoire.Privat
Gewagte Sprünge gehören bei den Freeridern, im Bild Tao Kreibich, zum Repertoire.Privat

Freerider Tao Kreibich vor dem Saisonende Gesamtdritter der Qualifier-Tour.

Altach Mit zwei tollen Ergebnissen im Gepäck ist Freerider Tao Kreibich von seiner Nordamerika-Tour mit zwei Viersterne-Contests zurückgekehrt. Vor den letzten zwei Events in Europa belegt der 21-Jährige Rang drei in der Gesamtwertung der Qualifier-Tour und hätte damit einen Startplatz für die Freeride World Tour 2019/20 in der Tasche. „Ich habe jetzt also noch zwei Chancen für gute Ergebnisse“, bringt es der Altacher auf den Punkt. So nahe war er seinem großen Traum von der World Tour noch nie. Nur der Neuseeländer Blake Marshall sowie der Schweizer Carl Renvall sind derzeit besser platziert als der Vorarlberger. Mit Rang drei wäre Kreibich derzeit ein Platz bei der World Tour sicher. Diese endet am 22. März, wenn in Verbier die Weltmeister gekürt werden.

Die beiden letzten Bewerbe der europäischen Qualifier-Tour gehen im schweizerischen Nendaz, schon am kommenden Wochenende, sowie Anfang April in Obergurgl über die Bühne.

Für Kreibich ist es nach einem guten Start in die Saison und einer schwierigen Zeit nach zwei Stürzen nun zum Ende des Winters wieder richtig gut gelaufen. Dass er gleich bei seinen ersten Viersterne-Contests in Nordamerika ganz vorne mitmischen konnte, kam aber auch für ihn ein wenig überraschend.

Alle Erwartungen übertroffen

„Ich bin eigentlich ohne Erwartungen rübergeflogen“, erzählt er. Zumal auch die Bedingungen, sprich das Bewerbsformat, andere sind. So findet die Suche nach der richtigen Linie nicht wie in Europa mit dem Fernglas statt, sondern das Face wird am Tag davor abgefahren. „Aus versicherungstechnischen Gründen“, erklärt Kreibich. „Allerdings hast du dann beim Bewerb selbst oft das Gefühl, eine harte Buckelpiste zu befahren. Dennoch kam der heimische Free­rider mit den Verhältnissen schnell zurecht. So fuhr er beim ersten Bewerb in „Taos Ski Valley“ in New Mexiko auf den fünften Endrang. Noch besser lief es Kreibich dann in Kanada, wo ihm beim „Wrangle The Chute“-Event in Kicking Horse der Sprung auf das Podium gelang. Platz drei war der Lohn für eine saubere und schnelle Linie.

„Beim Bewerb hatte ich das Gefühl, eine harte Buckelpiste zu befahren.“