Direktor Tobias Albrecht freut sich auf Futsal-Cup in Bregenz

Sport / 13.03.2019 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Direktor Tobias Albrecht freut sich auf Futsal-Cup in Bregenz
Tobias Albrecht, Direktor der Mittelschule Schendlingen, lobt sein Team für die Unterstützung. Moosbrugger

Mittelschule Schendlingen in Bregenz ist Gastgeber des Schülerliga-Futsalcups.

Bregenz Als am Dienstag die Hallen-Bundesmeisterschaft der Fußball Schülerliga in „seiner“ Sporthalle angepfiffen wurde, begannen für Direktor Tobias Albrecht drei bewegte, mitunter auch bewegende Tage. „Wir alle sind stolz darauf, dass der alle neun Jahre in Vorarlberg stattfindende Futsal-Hallencup bei uns in Bregenz Station macht“, freut sich der Leiter der Mittelschule Schendlingen. „Auch wenn unsere Fußballmannschaft die Qualifikation dafür nicht schaffte, dreht sich derzeit alles um das runde Leder.“ In unzähligen Vorgesprächen und Arbeitsgruppen erarbeiteten die Lehrerinnen und Lehrer viele Themenbereiche, die zum übergeordneten Projekt „love football, hate racism“ passen. Ob Berechnen von Spielfeldgrößen, Auseinandersetzung mit Kinderarbeit bei der Herstellung von Kleidung und Bällen oder künstlerisches Gestalten von Plakaten – es gibt kaum ein Schulfach, das keine Anknüpfungspunkte zum Thema Fußball bietet.

Teamwork

Und natürlich ist der völkerverbindende Aspekt beim Fußball – wie ihn auch die FIFA in ihren Statements gegen Rassismus stets wiederholt – nicht zu unterschätzen. Gerade an einer städtischen Mittelschule, wie eben in Schendlingen, wo sich neben Bregenzerinnen und Bregenzern auch viele Schülerinnen und Schüler unterschiedlichster Herkunft und Muttersprache die Klinke in die Hand geben. Und eine urbane Mittelschule mit umliegenden Gymnasien und katholischen Privatschulen bringt zwangsläufig eine Ballung solcher Kinder mit sich.

Dennoch gilt es, sich dieser Problematik zu stellen und eine wertschätzende Grundhaltung auszustrahlen. Aber natürlich im Gegenzug auch von allen einzufordern. „Bei uns gibt es beispielsweise nur eine Hauskultur, daher gefällt mir der Begriff multi-kulturelle Schule nicht. Vielmehr“, so der seit zehn Jahren aktive Schulleiter, „würde ich bei uns von einer multi-ethnischen Schule sprechen.“ Alle sollen und müssen in den Schulalltag integriert werden, unabhängig von Hautfarbe, Sprache oder Lernbegabung. Was zugegebenermaßen nicht immer einfach sei und viel Fingerspitzengefühl und Sozialkompetenz von den Lehrpersonen erfordere. „Ich habe das Glück, diesbezüglich ein außergewöhnlich gutes Team um mich zu haben. Meine Lehrerinnen und Lehrer machen tagein, tagaus einen super Job.“

“Liebe zum Sport”

Dieses gelebte Miteinander, die Inklusion und Integration aller Kinder, wird an der vor zwei Jahren nach höchsten Baustandards errichteten neuen Schule konsequent durchgezogen: Auch bei den drei Projekttagen, an denen natürlich auch den beiden Vorarlberger Teilnehmern PG Mehrerau und NMS Egg die Daumen gedrückt werden, sind ausnahmslos alle dabei. Will heißen, sowohl die „Sportklässler“ als auch die Schülerinnen und Schüler ohne gewählten sportlichen Schwerpunkt. „Die Bundesmeisterschaft soll ein unvergessliches Ereignis für die Kinder werden“, so Tobias Albrecht, dessen persönliche Liebe zum Sport im Allgemeinen mit ausschlaggebend für das Projekt war. „Zwar würde ich mich selber durchaus als sportlich bezeichnen, von Leistungssport oder gar großartigen Erfolgen bin ich aber doch weit entfernt“, so Albrecht mit einem Schmunzeln auf den Lippen. „Diese Begeisterung für Sport zu vermitteln, ist wichtig.“ Das gemeinsame Gewinnen und Verlieren sei wichtig für die Lebensschule, genauso wie das Entwickeln von Durchhaltevermögen und Teamgeist. „Und letztlich ist es auch schön zu sehen, wie sich die Kinder für so ein Großereignis ins Zeug werfen.“ Und ein Großereignis ist der Sparkasse-Errea-Futsalcup für die Schule Schendlingen allemal. WAM

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