Die Austria spielte und lief ins Verderben

Sport / 15.03.2019 • 22:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nur selten gingen die Lustenauer so engagiert in die Defensivzweikämpfe wie hier Pius Dorn gegen Yao Oliver Juslin N‘Zi.gepa
Nur selten gingen die Lustenauer so engagiert in die Defensivzweikämpfe wie hier Pius Dorn gegen Yao Oliver Juslin N‘Zi.gepa

Lustenau kassierte bei den Juniors OÖ höchste Saisonniederlage.

Pasching „Irgendwie fühle ich mich heute wie in einem falschen Film.“ Die Verärgerung war Austria-Trainer Gernot Plassnegger nach dem Match nicht nur anzusehen, sie war auch zu hören. Verärgerung darüber, ein Match zu verlieren, in dem man vier sogenannte „Hunderter“ vor der Pause liegen ließ, in dem der Schiedsrichter ein klares Foulspiel von Philipp Schmidl an Ronivaldo (40.) im Strafraum nicht ahndete und in dem man aus dem Nichts innert zwei Minuten zwei Gegentore noch kurz vor der Pause kassierte. „Das ist bitter ohne Ende. Ich tue mir wirklich schwer, etwas zu sagen“, sagte Plassnegger, der kommende Woche wieder beim UEFA-Pro-Lizenzkurs weilt. Konkreter wurde da Torhüter Kevin Kunz nach dem Match, als der Deutsche meinte: „Eine solche Packung muss man erstmal wegstecken.“ Und: „Wir haben uns heute selbst aus dem Stadion geschossen.“

Brown mit Startelf-Debüt

Die Austria, bei der Amoy Brown (22) heute sein Startelf-Debüt feierte, startete famos und mit viel Tempo. Fast spielerisch kombinierte man sich hinter die Linie bei den Juniors und kam auch schnell zu Chancen. Doch im Verwerten entpuppten sich die Grün-Weißen als zu grün hinter den Ohren. Egal ob Brown, Ronivaldo – gleich zweimal – oder Tuncer, sie alle hatten die Führung auf den Füßen, scheiterten aber stümperhaft. Nach der Fehlentscheidung von SR Arnes Talic kam es dann bitter. Weil man in der Abwehr zu fahrlässig agierte, die Räume nicht schloss und nicht konsequent in die Zweikämpfe ging. Vor allem Valentin Grubeck könnte plötzlich nach Belieben schalten und walten. Seine erste Vorarbeit verwertete Nicolas Meister zum 1:0 (43.) und nach Grubecks Pass auf Michael Lageder und dessen Hereingabe traf Tuncer ins eigene Tor (45.).

Nach der Pause sorgte Ronivaldo mit einem Stangenschuss (49.) für den ersten Aufreger, ehe Marko Raguz mit einem Doppelpack die Juniors auf 4:0 davonschoss. Klar, dass Grubeck wieder seine Beine im Spiel hatte. Der Schlussspurt der Austria mit dem eingewechselten Marcel Canadi und den zwei Treffern von Ronivaldo kam schlussendlich zu spät. VN-cha

„Wir haben uns heute selbst aus dem Stadion geschossen.“