Der Königsklasse immer näher

Sport / 17.03.2019 • 21:39 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Der Altacher Trainer bei der Frankfurter Eintracht, Adi Hütter, darf nach dem Heimsieg munter weitergrinsen. AFP
Der Altacher Trainer bei der Frankfurter Eintracht, Adi Hütter, darf nach dem Heimsieg munter weitergrinsen. AFP

Eintracht Frankfurt und Trainer Adi Hütter feiern gegen Nürnberg vierten Sieg in Serie.

Frankfurt In einem letzten Kraftakt schleppten sich die müden Europacup-Kicker von Eintracht Frankfurt zu ihren Fans. Am Ende einer fantastischen Woche waren Luka Jovic und Co. fix und fertig, doch nach dem 1:0 gegen Schlusslicht 1. FC Nürnberg raffte sich der einzige deutsche Europacup-Viertelfinalist noch einmal zu einer Feier mit dem jubelnden Anhang auf. Grund genug gab es: Die Hessen schoben sich durch den vierten Ligasieg in Serie bis auf einen Punkt an die Plätze für die Königsklasse heran.

„Wir sind in einer guten Position und können jagen“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic nach dem Spiel angriffslustig. Der österreichische Abwehrspieler Martin Hinteregger (31) traf für den seit 13 Pflichtspielen ungeschlagenen Pokalsieger. Die Nürnberger, die auswärts diese Saison noch keinen Dreier einfahren konnten, bauten ihren Negativrekord auf 20 Partien ohne Sieg in Folge aus. Die Nürnberger haben sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsrang und können für die 2. Liga planen.

Viele Chancen, wenige Tore

Dabei ließen die Frankfurter die Gäste aufgrund ihrer schwachen Chancenverwertung sogar bis zum Ende auf einen Punkt hoffen. „Wenn man so ein Highlight hinter sich hat, dann muss man das erst einmal verarbeiten. Das sind wir nicht gewohnt. Es war eine gewisse Müdigkeit da. Uns hat die letzte Konsequenz gefehlt“, beklagte Bobic.

Vor 51.000 Zuschauern wirkten die Frankfurter, die im Viertelfinale der UEFA Europa League auf Benfica Lissabon treffen werden, in den ersten Minuten müde. Die Hessen hatten bereits in der 3. Minute großes Glück. FCN-Kapitän Hanno Behrens vergab per Kopf die große Möglichkeit zur Führung. Nach rund zehn Minuten kam die Eintracht besser in die Partie. Goncalo Pacienca (13.) und Danny Da Costa (14.) hatten erste Chancen. Die Gäste wurden in die Defensive gedrängt.

In der 18. Minute hätte Jovic nach Flanke von Filip Kostic fast per Kopf getroffen, Sebastian Kerk klärte kurz vor der Torlinie. Nach einer guten halben Stunde zeigte die Eintracht ihre ganze Klasse. Nach starker Vorarbeit von Jovic und Kostic musste Hinteregger nur noch einschieben. Fünf Minuten später traf Kostic die Latte, kurz darauf vergab Pacienca (44.).

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhten die Frankfurter noch einmal die Schlagzahl. In der 58. Minute traf Pacienca per Kopf nach Flanke von Da Costa die Latte. Kurz darauf musste Pacienca seinen Platz für Haller räumen (63.).

Der Franzose vergab nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung eine gute Möglichkeit. Auch Jovic (64.) und Kostic (73.) sorgten nicht für die Vorentscheidung. In der 76. Minute kam Rebic für Jovic. Doch danach musste die Eintracht aber zittern. Torhüter Kevin Trapp parierte gegen Behrens glänzend (83.) und rettete den verdienten Sieg.

Deutschland, Bundesliga 2018/19

26. Spieltag

Bayer 04 Leverkusen – SV Werder Bremen 1:3 (0:2)

30.210 Zuschauer. Torfolge: 13. 0:1 Kruse, 37. 0:2 Rashica, 75. 1:2 Bailey, 90./+5 1:3 Kruse

Bei Leverkusen spielten Aleksandar Dragovic und Julian Baumgartlinger durch, Ranazan Özcan saß auf der Bank. Bei Bremen spielte Marco Friedl durch, Martin Harnik wurde in der 65. eingewechselt.

Hertha BSC – Borussia Dortmund 2:3 (2:1)

74.667 Zuschauer (ausverkauft). Torfolge: 4. 1:0 Kalou, 14. 1:1 Delaney, 35. 2:1 Kalou (Handelfmeter), 47. 2:2 Zagadou, 90./+2 2:3 Reus

Rote Karte: Ibisevic (90./+5; Tätlichkeit); Gelb-Rote Karte: Torunarigha (85.; wiederholtes Foulspiel)

Bei Hertha BSC spielte Valentino Lazaro über die vollen 90 Minuten durch.

FC Augsburg – Hannover 96 3:1 (0:1)

28.136 Zuschauer. Torfolge: 8. 0:1 Weydandt, 65. 1:1 Cordova, 78. 2:1 Schmid, 86. 3:1 Hahn

Bei Augsburg spielte Kevin Danso durch, saß Georg Teigl auf der Bank und war Michael Gregoritsch nicht im Kader. Außerdem bestritt Kevin Wimmer bei Hannover die vollen 90 Minuten.

VfL Wolfsburg – Fortuna Düsseldorf 5:2 (1:1)

25.350 Zuschauer. Torfolge: 30. 0:1 Ayhan, 34. 1:1 Mehmedi, 54. 2:1 Weghorst, 57. 3:1 Knoche, 59. 4:1 Weghorst, 65. 4:2 Raman, 88. 5:2 Weghorst

Bei Wolfsburg saß Pavao Pervan auf der Bank, wie auch Markus Suttner bei Düsseldorf. Außerdem spielte bei den Gästen Kevin Stöger durch.

Schalke 04 – RB Leipzig 0:1 (0:1)

59.913 Zuschauer. Tor: 14. 0:1 Werner

Bei Schalke spielte Guido Burgstaller ab der 73. Minute, Alessandro Schöpf war verletzt. Außerdem spielte Marcel Sabitzer bei Leipzig durch, Konrad Laimer ab der 67. Minute und Stefan Ilsanker war nicht im Kader.

VfB Stuttgart – TSG 1899 Hoffenheim 1:1 (0:1)

56.743 Zuschauer. Torfolge: 42. 0:1 Kramaric, 66. 1:1 Zuber

Bei Hoffenheim spielten Florian Grillitsch und Stefan Posch durch. Christoph Baumgartner war nicht im Kader.

Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 1:1 (1:1)

46.832 Zuschauer. Torfolge: 10. 0:1 Grifo, 16. 1:1 Plea

Bei Freiburg fehlte Philipp Lienhart verletzungsbedingt.

Eintracht Frankfurt – 1. FC Nürnberg 1:0 (1:0)

51.000 Zuschauer. Tor: 31. 1:0 Hinteregger

Martin Hinteregger spielte bei der Eintracht durch, bei Nürnberg war Lukas Jäger nicht im Kader. Georg Margreitter wurde bei den Gästen in der 83. Minute für Yuya Kubo eingewechselt. 

FC Bayern München – 1. FSV Mainz 05 6:0 (3:0)

75.000 Zuschauer (ausverkauft). Torfolge: 3. 1:0 Lewandowski, 33. 2:0 Rodríguez, 39. 3:0 Coman, 51. 4:0 Rodríguez, 55. 5:0 Rodríguez, 70. 6:0 Davies

Bei den Bayern spielte David Alaba bis Minute 59, bei den Gästen spielte Karim Onisiwo durch, Philipp Mwene war nicht im Kader.

Tabelle

 1. Bayern München 26 19 3 4 68:27 + 41 60

 2. Borussia Dortmund 26 18 6 2 64:30 + 34 60

 3. RB Leipzig 26 14 7 5 44:20 + 24 49

 4. Borussia Mönchengladbach 26 14 5 7 45:31 + 14 47

 5. Eintracht Frankfurt 26 13 7 6 51:30 + 21 46

 6. Bayer Leverkusen 26 13 3 10 47:40 + 7 42

 7. VfL Wolfsburg 26 12 6 8 44:39 + 5 42

 8. Werder Bremen 26 10 9 7 46:38 + 8 39

 9. 1899 Hoffenheim 26 9 11 6 50:38 + 12 38

10. Hertha BSC Berlin 26 9 8 9 40:39 + 1 35

11. SC Freiburg 26 7 10 9 37:42 – 5 31

12. Fortuna Düsseldorf 26 9 4 13 33:50 – 17 31

13. FSV Mainz 05 26 8 6 12 27:45 – 18 30

14. FC Augsburg 26 6 7 13 37:47 – 10 25

15. Schalke 04 26 6 5 15 27:44 – 17 23

16. VfB Stuttgart 26 5 5 16 26:56 – 30 20

17. Hannover 96 26 3 5 18 24:61 – 37 14

18. 1. FC Nürnberg 26 2 7 17 19:52 – 33 13

27. Spieltag (29./30./31. März): Hoffenheim – Leverkusen (Fr., 20.30 Uhr); Düsseldorf – Mönchengladbach, Dortmund – Wolfsburg, Freiburg – Bayern, Nürnberg – Augsburg, Werder – Mainz (alle Sa., 15.30 Uhr); Leipzig – Hertha (Sa., 18.30 Uhr); Hannover – Schalke (So., 15.30 Uhr); Eintracht – Stuttgart (So., 18.00 Uhr)

Statistik: Zuschauer, 26. Spieltag: 447.833 Schnitt: 49.759

 Zuschauer, gesamt: 10.055.341 Schnitt: 42.971

 Tore, 26. Spieltag: 32 Schnitt: 3,6

 Tore, gesamt: 726 Schnitt: 3,1

 Gelb-Rote Karten/Rote Karten, gesamt: 15/17

Torschützenliste: 18 Robert Lewandowski (Bayern), 15 Luka Jovic (Frankfurt), Marco Reus (Dortmund), 14 Paco Alcácer (Dortmund), Sébastien Haller (Frankfurt) 13 Andrej Kramaric (Hoffenheim)