Publikumsliebling Damian Warner hat fix für Götzis zugesagt

Sport / 19.03.2019 • 11:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Damian Warner strebt nach 2013 und dem Triple zwischen 2016 bis 2018 beim 45. Hypomeeting vom 25./26. Mai seinen fünften Götzis-Triumph an. GEPA
Damian Warner strebt nach 2013 und dem Triple zwischen 2016 bis 2018 beim 45. Hypomeeting vom 25./26. Mai seinen fünften Götzis-Triumph an. GEPA

Hochkarätiges Starterfeld beim 45. Hypomeeting am 25./26. Mai in Götzis.

Götzis „Das Interesse ist ungebremst und ich bin überzeugt, dass Götzis seinem Ruf als weltbestes Mehrkampfmeeting wieder in allen Facetten gerecht werden wird und sich die Fans wieder auf einen Wettkampf der Extraklasse freuen können.“ Zehn Wochen vor der 45. Auflage des Hypomeetings am 25./26. Mai in Götzis zeigt sich Walter Weber, verantwortlicher Mann in OK-Team für die Verpflichtung der Athleten zuversichtlich, dass abgesehen von Weltrekordhalter Kevin Mayer (Anm. 9126 Punkte) wieder alles was Rang und Namen hat die zum Teil bereits erfolgten mündlichen Startzusagen, sofern sie fit sind, in den kommenden Tagen bestätigen werden. „Ich rechne bei der 2019-Auflage mit 30 bis 32 Athletinnen im Siebenkampf bzw. mit der Maximalanzahl von 36 Zehnkämpfern.“

Thiam will kurzfristig entscheiden

Eine der ersten Zusagen war jene von Damian Warner. Der 29-jährige Kanadier, der bei der 2018-Auflage mit 8795 Punkten neuen kanadischen Rekord, persönliche Bestleistung und die sechstbeste Zehnkampfleistung der Geschichte ablieferte, strebt nach dem dritten Sieg in Serie und dem Erfolg 2013 seinen fünften Götzis-Triumph an und könnte damit in der ewigen Bestenliste mit Roman Sebrle gleichziehen.

2016-Olympiasiegerin Nafissatou Thiam bei ihrem Rekordsprung über 2,01 Meter im Hochsprung. GEPA
2016-Olympiasiegerin Nafissatou Thiam bei ihrem Rekordsprung über 2,01 Meter im Hochsprung. GEPA

Nicht viel minder wäre die Freude bei Weber, wenn sich die Teilnahme von Olympiasiegerin Nafissatou Thiam ausgehen würde. „Nafi hat in den letzten beiden Jahren unglaubliche Wettkämpfe abgeliefert, mit ihrem Siebenkampf-Europarekord 2017 von 7013 Punkten bzw. ihrem historischen Höhenflug über 2,01 Meter im Hochsprung letztes Jahr für viele Schlagzeilen gesorgt und den Bekanntheitsgrad unseres Meetings noch einmal verbessert. Leider laboriert sie aktuell noch an einer Wadenverletzung und will deshalb kurzfristig entscheiden, ob sie ins Möslestadion kommt“, erklärt Weber. „Im letzten Telefonat hat sie mir erklärt, dass sie in Blickrichtung Weltmeisterschaft kein Risiko eingehen will.“ Bei der WM Ende September in Doha ist die 24-jährige Belgierin Titelverteidigerin. Sollte Thiam absagen, wäre sicher die Britin Katarina Johnson-Thompson, die bereits 2014 in Götzis triumphierte und regierende Hallen-Europameisterin ist, erste Anwärterin auf den Siegerscheck im Siebenkampf.

Preiner und Lagger fix dabei, Dadic kommt 2020 wieder

Aus rot-weiß-roter Sicht ruhen im Zehnkampf die Hoffnungen bei Dominik Distelberger, der zuletzt aber ebenfalls mit einer hartnäckigen Verletzung zu kämpfen hatte. 2019 fix nicht dabei sein wird im Siebenkampf Ivona Dadic. Die 25-Jährige, im Vorjahr in Birmingham Vize-Weltmeisterin in der Halle und EM-Vierte im Siebenkampf in Berlin, will die WM-Norm beim knapp einen Monat später stattfindenden Meeting in Ratingen erbringen, hat aber bereits signalisiert, 2020 wieder in Götzis dabeisein zu wollen. Zumindest mündlich liegt die Teilnahme von Verena Preiner und Sarah Lagger vor.

Verena Preiner belegte 2018 mit 6308 Punkten den fünften Gesamtrang. Es waren die beste Platzierung und die meisten Punkte, die je eine Österreicherin in Götzis erreicht hat. GEPA
Verena Preiner belegte 2018 mit 6308 Punkten den fünften Gesamtrang. Es waren die beste Platzierung und die meisten Punkte, die je eine Österreicherin in Götzis erreicht hat. GEPA

Jump & Vien-Bewerb im Vorfeld

Die komprimierte Anzahl von vier Mehrkampfmeetings innert fünf Wochen ist für Meetingdirektor Christoph Kathan nicht nachvollziehbar. „Leider haben wir als Veranstalter darauf keinen Einfluss und auch unsere Interventionen beim Weltverband scheinen kein Gehör zu finden. Zum Glück genießen wir einen hervorragenden Ruf in der Szene und müssen uns dahingehend keine Sorgen machen. Die Vielzahl der Athletinnen und Athleten schätzen unser Meeting, und aus diesem Grund müssen wir uns keine Sorgen machen, dass sie ein anderes Meeting bevorzugen.“

Nach einjähriger Unterbrechung wird es heuer auch wieder im Vorfeld in der benachbarten Schweiz auf dem Hohen Kasten einen Jump & View-Bewerb geben. Wer beim Hochsprungbewerb auf der Aussichtsplattform auf 1795 Meter zu sehen sein wird, soll in den kommenden Wochen noch festgelegt werden.