EHC Lustenau erzwingt mit 4:3-Overtime-Sieg den Ausgleich in der Viertelfinalserie

Sport / 20.03.2019 • 23:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
EHC-Routinier Martin Grabher Meier bezwingt Salzburg-Goalie Leevi Laakso zum 2:2-Zwischenstand. VN/Stiplovsek
EHC-Routinier Martin Grabher Meier bezwingt Salzburg-Goalie Leevi Laakso zum 2:2-Zwischenstand. VN/Stiplovsek

Eetu-Ville Arkiomaa erzielt im Powerplay EHC-Siegtreffer im Heimspiel gegen Salzburg Juniors.

Lustenau Es brauchte die Verlängerung, bis Eetu-Ville Arkiomaa die knapp 1000 Fans und sein Team in der Rheinhalle erlöste. In der 69. Minute entschied sein Schuss im Powerplay das Match gegen die Jungbullen. Das 4:3 bedeutet für Lustenau auch den Ausgleich in der Best-of-Seven-Serie. Schon morgen müssen die Lustenauer in Salzburg zum dritten Kräftemessen in der Best-of-seven-Viertelfinalserie antreten.

Bereits das Startdrittel lieferte mit 13 Strafen und vier Toren so viele Aufreger wie manch andere Partie in 60 Minuten nicht. Trotzdem dauerte es 13 Minuten, bis der Puck erstmals im Netz zappelte. In Überzahl brachte RB-Verteidiger Jesper Kokkila die Gäste in Führung. Zwei Minuten später hatten die Hausherren ihr erstes Powerplay. Dieses nutzte Chris D’Alvise umgehend und glich mit einem Schuss von der blauen Linie aus. Doch das 1:1 war nur von kurzer Dauer. In der 18. Minute hatten die Gastgeber erneut einen Mann mehr auf dem Eis. Aus einer Befreiung der Gäste wurde prompt ein Konter, den Christof Wappis zur erneuten Juniors-Führung verwertete. 27 Sekunden nach diesem Unterzahltreffer stellte Martin Grabher Meier wieder den Gleichstand her. Immer noch lief das Powerplay für den EHC und nach einem Gestocher vor Jungbullen-Goalie Leevi Laakso bugsierte der Routinier den Puck ins Tor.

EHC-Goalie Mathieu Corbeil konnte 48 der insgesamt 51 Schüsse der Jungbullen abwehren. VN/Stiplovsek
EHC-Goalie Mathieu Corbeil konnte 48 der insgesamt 51 Schüsse der Jungbullen abwehren. VN/Stiplovsek

Spiel auf Augenhöhe

Kurz vor der Pause fasste der Salzburger Dennis Lobach eine vierminütige Nachdenkpause aus. Doch die Sticker vergaben in den ersten Minuten des Mittelabschnitts die große Möglichkeit, in Führung zu gehen. Trotzdem hatten Max Wilfan und Co. die Gäste nun besser im Griff. Umso überraschender war in der 29. Minute der dritte Salzburg-Treffer. Jungbullen-Topscorer Oliver Nordberg beförderte aus spitzem Winkel die Scheibe in Richtung EHC-Tor. Mathieu Corbeil brachte den Puck nicht mehr unter Kontrolle und die Juniors legten zum dritten Mal vor. Es war der erste Treffer im Spiel fünf gegen fünf. Doch die Heimischen steckten nicht auf und erzwangen in der 34. Minute erneut den Ausgleich. D’Alvise schlenzte die Scheibe in Überzahl zum 3:3 in die Maschen.

Zu Beginn des Schlussdrittels verpassten die Eislöwen erneut die Chance, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Die sechsminütige Überzahlsituation zwischen der 44. und 50. Minute verstrich ergebnislos. Auch der Gegner zeigte Nerven und vergab acht Minuten vor Spielende einen gut 60 Sekunden dauernden 5:3-Vorteil. So ging es in die Verlängerung, in der Arkiomaa zum vierten Mal an diesem Abend in Überzahl für die Sticker traf. Es war die Entscheidung. ABR

Zahlen und Fakten zum Spiel finden Sie hier