Vorarlbergs Judokas zeigen sich an vielen Fronten kämpferisch

Sport / 23.03.2019 • 10:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Sog von Olympiakandidat Laurin Böhler will sich Vache Adamyan (blauer Kimono) an die europäische Spitze herankämpfen. ÖJV
Im Sog von Olympiakandidat Laurin Böhler will sich Vache Adamyan (blauer Kimono) an die europäische Spitze herankämpfen. ÖJV

UJC Dornbirn beteiligt sich erstmals an der Alpen-Adria-Liga.

Schwarzach Nach der jahrelangen Blütezeit zu Beginn des Jahrhunderts mit erfolgreichen Auftritten auf der nationalen und internationalen Bühne hat man im heimischen Judoverband in den letzten Jahren die Ärmel hochgekrempelt. In vielen kleinen Schritten, darunter die Verpflichtung von Ex-Weltklassekämpfer Craig Falon als Landestrainer, und der unermüdlichen Arbeit von Landespräsident Emanuel Schinnerl und seiner Mitstreite wurden Strukturen für Spitzenleistungen geschaffen.

Im Sog von Aushängeschild Laurin Böhler, der sich längst in der Weltspitze etabliert und realistische Chance auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio hat, will auch die nächste Generation den erfolgreichen Weg weiterführen. EYOF-Teilnehmer Vache Adamyan (18) wird bei der am Wochenende startenden ersten Judo-Bundesliga als Gastkämpfer von Flachgau im Einsatz sein und will sich daneben bei Europacups an die nächste Stufe herantasten. Dasselbe gilt für die beiden Sportgymnasiastinnen Anna-Lena Schuchter und Sarah Wolfgang, die am Wochenende beim zum Unter-21-Europacup zählenden Turnier in Athen auf hochkarätige Konkurrenz treffen.

Die Dornbirner Judokas Khangerel Batkhuyak, David Böhler, Sandro Hölzler, Simon Pastor und Volkhard Stangl (v. l.) wollen in der Alpen-Adria-Liga den Gegnern Paroli bieten. UJC Dornbirn
Die Dornbirner Judokas Khangerel Batkhuyak, David Böhler, Sandro Hölzler, Simon Pastor und Volkhard Stangl (v. l.) wollen in der Alpen-Adria-Liga den Gegnern Paroli bieten. UJC Dornbirn

Dornbirn wagt den Sprung in die Alpen-Adria-Liga

Doch nicht nur auf internationaler Ebene, auch in Vorarlberg ist eine deutliche Aufbruchsstimmung zu erkennen. Eine federführende Rolle nimmt dabei der UJC Dornbirn ein. Nach erfolgreichen Auftritten auf nationaler Ebene und in der Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaft wird der Traditionsverein in dieser Saison erstmals an der Alpen-Adria-Liga teilnehmen und sich mit Teams aus Innsbruck, Wattens, Ost- und Südtirol, Venetien und der Provinz Udine messen. Gekämpft wird in je zwei Sammelrunden im Frühjahr und Herbst. Einziger Wermutstropfen ist der Umstand, dass in dieser Saison keine Sammelrunde in Vorarlberg ausgetragen wird. Dornbirn-Obmann Reinhold Böhler: „Nach reiflichen Überlegungen haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. Wir haben für unsere Spitzenkämpfer eine neue Herausforderung gesucht und stellen uns optimistisch der Aufgabe. Natürlich ist so ein Quereinstieg ein gewisses Wagnis, doch wir sich bereit, uns dieser Challenge zu stellen und damit eine neue Ära in der Vereinsgeschichte einzuläuten.“

Landesmeisterschaft am Samstag in Feldkirch

Die komplette Bandbreite des heimischen Judosports gibt es am Wochenende bei der Einzellandesmeisterschaft in der Turnhalle der VS Feldkirch-Levis zu bestauen. Am Samstag ab 13.30 Uhr wird in den Altesklassen Unter 18, 14 und 10 gekämpft und am Sonntag ab 9 Uhr stehen die Kämpfe in der Unter-12-, -16- und die allgemeine Klasse auf dem Programm.

Bei den Titelkämpfen im Vorjahr war der UJC Dornbirn als Gastgeber mit 17 Gold-, 21 Silber- und elf Bronzemedaillen und 49 Top-3-Plätzen die klare Nummer eins in der Medaillenstatistik. Dahinter folgten der JC Montafon mit 31 Medaillen (10/12/9) bzw. der UJC Hohenems mit 20 (8/9/3) Medaillen.