Eishockey: Lustenau hat nichts zu verlieren

Sport / 28.03.2019 • 07:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
 Kapitän Max Wilfan (rechts) zeigt es seine Lustenau-Kollegen vor. Gegen Salzburg ist heute in der Rheinhalle voller Einsatz gefordert. gepa
Kapitän Max Wilfan (rechts) zeigt es seine Lustenau-Kollegen vor. Gegen Salzburg ist heute in der Rheinhalle voller Einsatz gefordert. gepa

Der EHC will im Play-off-Viertelfinale heute in der Rheinhalle gegen Salzburg den Ausgleich schaffen.

Lustenau „Salzburg hat in der Rheinhalle zwei Mal verloren. Sie haben den Druck, sie sind die Mannschaft, die gewinnen muss, um heute ins Halbfinale zu kommen.“ Lustenau-Trainer Christian Weber schiebt vor dem sechsten Halbfinalduell zwischen seinem EHC und den Juniors alle Last auf den Gegner, obwohl seine Mannen in der Serie mit 2:3 zurück lieben. „Wir haben rein gar nichts zu verlieren.“

Ein Tor vorlegen

Noch dazu hätten seine Cracks am Dienstag bei der 2:3-Niederlage ein prima Spiel abgeliefert. „Schade drum. Wir haben einen Fehler zu viel gemacht. Oder zu viele Chancen ausgelassen“, ruft sich der Coach drei große Tormöglichkeiten im Startdrittel in Erinnerung. Seine Mannschaft sei routiniert, könne mit der Situation umgehen. Es ist genug Energie da, man werde die Begegnung mit Vollgas angehen. „Wir werden hart spielen, ohne unsere Linie zu verlieren. Läuferisch gilt es gegen die schnellen Salzburger wachsam zu sein.“ Auch taktisch habe man noch etwas im Köcher. Von Vorteil wäre es, ein Tor vorlegen zu können. „Mit Ausnahme der ersten Partie sind wir einem Treffer immer hinterhergelaufen. Wir haben aber auch genug Selbstvertrauen, um zurück zu schlagen.“

Nicht zufrieden war man in Lustenau zuletzt mit den Schiedsrichterleistungen. Das 3:2-Siegtor für Salzburg fiel in einem Powerplay, bei einer Strafe von Thomas Auer. „Das war gar nichts“, ist sich Weber sicher. Damit bekomme die Serie einen faden Beigeschmack. „Spielen wir ein Play-off? Haben wir ein Top-Duell?“ fragt der EHC-Coach: „Dann gehören Emotionen doch dazu.“ Juniors-Trainer Teemu Levijoki hatte sich schon nach Partie drei beschwert. Die Liga hat es gehört, schickte am Dienstag mit Bulovec und Ofner zwei EBEL-Weichspül-Referees, die der Auseinandersetzung den Pfeffer nahmen.