Das Handballduell zwischen Hard und Bregenz ist weit mehr als nur ein Derby

Sport / 29.03.2019 • 13:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In den drei Saisonderbys gab es einen 25:23-Sieg von Hard in Bregenz, ein 28:28-Remis in Hard und einem 26:25-Heimerfolg von Bregenz in der Bonusrunde. GEPA
In den drei Saisonderbys gab es einen 25:23-Sieg von Hard in Bregenz, ein 28:28-Remis in Hard und einem 26:25-Heimerfolg von Bregenz in der Bonusrunde. GEPA

Hard Zwei Partien noch, dann wird im Kampf um die Ausgangslage für die am 26. April beginnende Best-of-three-Viertelfinalserie der Spusu Liga der Rotstift gezogen. Während Gastgeber Alpla HC Hard vor dem 92. Ländle-Derby in eigener Halle am Freitag (19 Uhr) als Zweiter noch die Polepostion im Visier hat, lechzt man bei Bregenz Handball nach turbulenten Tagen und hartnäckiger Negativserie und dem daraus resultierenden Trainerwechsel nach einem Befreiungsschlag.

„Erwarte motivierten Gegner“

„Wir werden uns von der Tabellensituation nicht täuschen lassen“, erklärt Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner. „Ich erwarte einen Gegner, dass alles versuchen wird, um sich für die sicher nicht zufriedenstellende Leistung beim 19:24 gegen Graz zu rehabilitieren. Wie immer in solchen Revierduellen spielen Dinge wie bisherige Ergebnisse, Verletzungsprobleme oder ähnliche Dinge eine untergeordnete Rolle. Wir werden uns der Herausforderung stellen, wollen die Rangordnung in der Tabelle bestätigen und die Minimalchance auf den Sprung an die Tabellenspitze wahren.“

„In den letzten beiden Begegnungen hat
uns Bregenz so richtig weh getan.“

Klaus Gärtner, Trainer Alpla HC Hard

Sollte in der bereits um 17.15 Uhr beginnenden Partie Leader Krems in Graz verlieren, hätten die Harder mit Siegen im Derby und am letzten Spieltag in Graz noch die Chance, die Tabellenspitze zu übernehmen. „Ich werde mich informieren, habe aber den Spielern verboten, Infos einzuholen, damit sie die Spannung nicht verlieren. Wir wollen unabhängig vom Ergebnis der Krems-Partie das Derby gewinnen und dazu müssen maximal fokussiert auftreten.“

Vertrauen finden, Reize setzen

Bregenz-Neotrainer Markus Burger: „Mit dem Trainerwechsel wurde ein Prozess eingeleitet, der als Startschuss für den weiteren Verlauf der Saison zu sehen ist. Ob wir das Vierter oder Fünfter in die K.-o.-Runde gehen, spielt gar nicht so eine große Rolle. Für mich geht es darum, dass die Mannschaft wieder Vertrauen in ihre Leistungstärke findet. Es gilt, neue Reize zu setzen und das Vertrauen zu finden, mit jedem Gegner mithalten zu können. Es geht dabei nicht um spielerische Dinge, sondern um die mentale Bereitschaft, daran zu glauben, das momentane Wechselbad der Gefühle zu stabilisieren und Selbstvertrauen in Blickrichtung Play-off und Cupfinalturnier zu tanken“, betont der 54-Jährige.

Hellwach und aggressiv

Bei den gastgebenden Hardern fehlen Kapitän Dominik Schmid sowie Risto Arnaudovski, während bei den Gästen aus der Landeshauptstadt der Einsatz von Linkshänder Ante Esegovic noch ungewiss ist. Wichtig ist Einstellung der Spieler, wie auch Klaus Gärnter, der Chefcoach der Hausherren, weiß: „In den letzten beiden Begegnungen hat uns Bregenz richtig weh getan. Darauf müssen wir heute die richtige Antwort finden. Der Gegner kämpft nämlich um seine letzte Chance für den vierten Tabellenplatz.“ Wichtig sei es, von Beginn an hellwach zu sein und die ersten Minuten nicht zu verschlafen. Aggressivität, so Gärtner, ist gefragt, vor allem im Derby. VN/jd