Die Reise geht weiter

Sport / 31.03.2019 • 22:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Feiner Triumph: Der EHC Lustenau revanchierte sich in Salzburg für die Niederlage im Finale um den österreichischen Meistertitel und warf die Juniors im Play-off-Viertelfinale der AHL-Meisterschaft aus dem Bewerb.gepa
Feiner Triumph: Der EHC Lustenau revanchierte sich in Salzburg für die Niederlage im Finale um den österreichischen Meistertitel und warf die Juniors im Play-off-Viertelfinale der AHL-Meisterschaft aus dem Bewerb.gepa

Nach dem 3:2-Sieg in Salzburg startet der EHC Lustenau das Play-off-Halbfinale heute in Laibach.

Lustenau Nächster Stopp Laibach. Der EHC Alge Elastic Lustenau steht nach dem 3:2-Auswärtssieg bei den Salzburg Juniors, verbunden mit einem 4:3-Erfolg in der Serie, im Halbfinale der Alps Hockey League. Bereits heute (19 Uhr) gibt es auf slowenischem Boden das erste Play-off-Aufeinandertreffen in der der Best-of-Five-Serie.

Mit viel Leidenschaft

„Es gibt nichts Schöneres, als im siebten Spiel den Sack zuzumachen.“ EHC-Präsident Herbert Oberscheider freute sich vor Ort über eine weitere Energieleistung und viel Leidenschaft seiner Mannschaft. „Es war wieder ein überragender Kampf.“ Im Halbfinale sei alles möglich, meinte der Klubboss, „auch wenn Laibach auf dem Papier den besseren Kader stehen hat.“

Der Showdown um den vierten und letzten AHL-Halbfinalplatz wurde wie alle Duelle vorher zur Geduldsprobe. Der EHC musste sich gleich in einfacher und doppelter Unterzahl wehren, Philipp Koczera legte dann mit dem zweiten Lustenauer Angriff das 1:0 (8.) vor. Ein abgefälschter Schuss von Kilian Zündel, dem Dornbirner im Bullen-Dress, fand den Weg zum 1:1 (12.) in die Maschen, es war der erste AHL-Treffer des Verteidigers. Mitten in einer Drangperiode der Sticker mit einem Treffer auf das Metallgestänge gelang Maximilian Rebernig in numerischer Unterlegenheit das 2:1 (33.) für die Juniors. Noch vor der zweiten Drittelpause egalisierte EHC-Stürmer Eetu-Ville Arkiomaa das Resultat auf 2:2 (40.). Chris D’Alvise war es mit seinem zehnten Play-off-Treffer vorbehalten, sein Team ins Halbfinale zu schießen. Er drehte in der Angriffszone seine Kreise und überlistete Torhüter Laakso aus nächster Nähe zum 3:2 (50.). Lustenau brachte mit viel Routine die Führung über die Zeit. „Salzburg hatte wieder mehr Torschüsse, aber wir haben so wenige Torchancen zugelassen wie noch nie“, lobte Trainer Christian Weber.

„Wir sind nicht satt, im Gegenteil“

Das Team übernachtete nach dem Sieg in Grödig, fuhr gestern nach Laibach weiter. Einige der EHC-Cracks kehrten vorher in den Volksgarten zurück, sahen sich das EBEL-Halbfinale zwischen Salzburg und den Vienna Capitals an, netterweise von den Gegnern vom Vortag ins ausverkaufte Haus eingeschleust. „Der freie Tag hat allen gut getan“, sagt Coach Weber. „Laibach weiß, wie hart unsere Serie war und wird versuchen, uns von Beginn weg unter Druck zu setzen. Der Aufstieg ins Halbfinale hat bei uns aber Energie freisetzt. Wir sind noch nicht satt, im Gegenteil . . .“ VN-ko

Eishockey

Alps Hockey League, Viertelfinale, 7. Runde  Serie Best-of-seven

EHC Lustenau (6) – RB Juniors (3)  2:3 (1:1, 1:1, 0:1)

575, SR Fichtner, Ofner, Bärnthaler, Holzer

Endstand in der Serie: 3:4 (3:2, 3:4 n.V., 6:4, 2:4, 3:2, 2:4, 2:3)

Torfolge: 8. 0:1 Koczera, 12. 1:1 Zündel, 33. 2:1 Rebernig (4:5-Unterzahl), 40. 2:2 Arkiomaa, 50. 2:3 D‘Alvise

Strafminuten: 8 bzw. 12

RB Hockey Juniors: Laakso; Schreier, Zündel, Meisaari, Stapelfeldt, Schmitz, Wirt, Frandl; Huber, Varejcka, Lobach, Witting, Wappis, Nordberg, Klöckl, Predan, Rebernig, Eckl, Zitz, Wallenta

EHC Alge Elastic Lustenau: Corbeil; Slivnik, Auer, Winzig, Kreuter, Hrdina, Loibnegger; Grabher Meier, D‘Alvise, Arkiomaa, Putnik, Wilfan, Lins, Oberscheider, König, Myrrä, Kofler, Tschernutter, Koczera, Adam

Halbfinale, 1. Runde Serie Best-of-five

Olimpija Laibach – EHC Alge Elastic Lustenau 19.00 Uhr

SR Bulovec, Ofner, Holzer, Snoj

HC Pustertal – Jesenice 20.00 Uhr

SR Mori, Ruetz, Basso, Rinker