Bregenz blieb beim Handballfest nur Platz zwei

Sport / 22.04.2019 • 22:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vor allem in Halbzeit zwei wurden die Bregenzer, hier Luka Kikanovic im Duell mit Gabur Hajdu, von den Kremsern an den Torerfolgen gehindert. Gepa
Vor allem in Halbzeit zwei wurden die Bregenzer, hier Luka Kikanovic im Duell mit Gabur Hajdu, von den Kremsern an den Torerfolgen gehindert. Gepa

Handballer aus der Landeshauptstadt belohnten sich im Cupfinale nicht, sehnen sich aber nach Revanche gegen Krems.

Dornbirn Es war alles angerichtet für ein großes Vorarlberger Handballfest im Dornbirner Messestadion. Bregenz Handball hielt die heimischen Fahnen hoch, und so strömten wieder knapp 2000 Zuschauer zum Finaltag des ÖHB Cup Final Four. Nachdem mit Hard der Titelverteidiger bereits im Halbfinale ausgeschieden war, wurde zwischen Bregenz und Krems der neue Cupsieger gesucht.

„Wir haben in der ersten Halbzeit guten Handball gespielt und waren hinten sehr stabil.“

Lukas Frühstück, Rückraumspieler Bregenz Handball


Am Ende behielten die Niederösterreicher mit 23:19 die Oberhand, doch viel fehlte bei den Vorarlbergern nicht, um die Cuptrophäe zum fünften Mal in die Höhe stemmen zu dürfen. Nachdem zunächst Goalie Goran Aleksic sein Team vor dem Rückstand bewahrte, gab die Ländle-Sieben vor der Pause den Ton an, führte zwischenzeitlich mit drei Toren. „Wir haben in der ersten Halbzeit guten Handball gespielt und waren hinten sehr stabil“, fasste es Lukas Frühstück zusammen. Nach Wiederbeginn übernahmen aber die favorisierten Kremser, sie entschieden in dieser Saison bereits den Grunddurchgang und die Bonusrunde in der Meisterschaft für sich, das Kommando, glichen zunächst zum 12:12 aus und setzten sich mit vier Treffern in Folge auf 16:13 ab. Mit dem 20:15 in der 53. Minute war die Vorentscheidung gefallen. Nach neun Jahren ohne Titel durfte Krems dann wieder den Pokal in die Hände nehmen. „Wir hätten sie heute fast so weit gehabt, dass sie nicht mehr an den Sieg glauben, dann haben wir ihnen aber zu einfache Bälle gegeben“, analysierte Bregenz-Handball-Trainer Markus Burger.

Revanchemöglichkeit in der Liga

Für Bregenz Handball war es dennoch ein gelungenes Heimturnier, das sie zusammen mit dem HC Hard und dem SSV Dornbirn-Schoren organisierten. Nach vier Jahren ohne Finalteilnahme fehlte am Ende nur eine Halbzeit, um den fünften Cuptitel beim achten Finale bejubeln zu dürfen. Nun gilt der Fokus der Bodenseestädter wieder der Liga, wo am Freitag mit dem Auswärtsspiel bei West Wien die Finalserie lanciert wird. Im weiteren Verlauf der Finalserie könnte es dann zum erneuten Aufeinandertreffen der Gelb-Schwarzen mit Krems kommen, und da möchten die Bregenzer die Revanche.

Bregenzer Kader wieder größer

Mit der Rückkehr von Clemens Gangl komplettierte sich der während dieser Saison von Verletzungen stark gebeutelte Kader von Bregenz Handball wieder fast zur Gänze. Lediglich die Zukunftshoffnungen Christian Jäger und Dian Ramic sind nach wie vor zum Zusehen verdammt. „Uns fehlt nicht viel. Beim Cupfinale war meine Mannschaft knapp dran. Wir glauben dran, dass wir jedes Team in Österreich schlagen können“, blickt Markus Burger zuversichtlich voraus.

Jubiläumstitel für Hypo-Damen

Eine klare Angelegenheit war das Cupfinale der Frauen. Von Beginn weg waren die favorisierten Hypo-Damen gegen die MGA Fivers in Führung und gaben diese über das gesamte Spiel hinweg nicht mehr her. Bereits nach einer Viertelstunde fiel die Vorentscheidung, als die Rekord-Cupsiegerinnen – sie feierten bis 2017 29 Titel in Folge – fünf Tore Vorsprung auf dem Konto hatten. Am Ende war Claudia Wess mit sieben Toren beste Werferin beim 27:14-Erfolg in Dornbirn. Die MGA-Damen fanden kein Rezept gegen die konsequente Deckung. Der Rekord-Champion revanchierte sich somit in sehr souveräner Manier für die Finalniederlage vor zwei Jahren. HFL