Für den KAC ist der Titel ganz nah

Sport / 22.04.2019 • 22:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
KAC-Stürmer Thomas Hundertpfund jagt den Puck an Torhüter Jean-Philippe Lamoureux vorbei zum 2:0 ins Gehäuse der Wiener.ap
KAC-Stürmer Thomas Hundertpfund jagt den Puck an Torhüter Jean-Philippe Lamoureux vorbei zum 2:0 ins Gehäuse der Wiener.ap

2:0-Sieg in Wien und Matchpuck für den Rekordmeister.

Wien Der KAC hat sich in der Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga den ersten Matchpuck erkämpft und kann am Mittwoch vor Heimpublikum den Meistertitel fixieren. Die Klagenfurter besiegten gestern die Vienna Capitals in Wien mit 2:0 (0:0, 2:0, 0:0) und gingen in der Serie mit 3:2 in Führung. Es wäre der 31. Titel der Geschichte für die Rotjacken, der erste seit 2013.

Nur das nächste Spiel zählt

„Wir denken noch nicht an die Meisterschaft. Wir denken nur an das nächste Spiel. Beide Mannschaften hätten heute gewinnen können“, meinte KAC-Coach Petri Matikainen. „Die Wiener waren wirklich sehr gut, sie haben mit großer Geschwindigkeit gespielt, haben körperbetont gespielt. Insgesamt waren wir zufrieden, aber wir müssen immer weitergehen. Wir haben nun einen Sieg, aber es kommt noch ein anderes Spiel. Wir spielen, bis wir sterben.“

Das erste Drittel verlief torlos, sowohl der KAC als auch die Vienna Capitals konnten je eine zweiminütige Powerplay-Möglichkeit nicht nützen. In der Anfangsphase des zweiten Abschnitt musste Johannes Bischofberger für zwei Minuten auf die Bank, auch dieses Powerplay für Wien verlief torlos. Zu einer der besten Chancen kam anschließend der Wiener Alex Wall, der von Stock und Stange abgeprallte Puck verfehlte das Ziel. In der actionreichsten Phase der Partie zeichneten sich die beiden Torhüter mehrmals mit starken Reflexen aus.

Jubiläum für Hundertpfund

Nach einer Rauferei und einem Doppelausschluss, bei dem die Capitals erfolglos übertriebene Härte gefordert hatten und in der Folge mit der Schiedsrichterentscheidung haderten, spielte sich der KAC innerhalb von zwei Minuten die entscheidenden Momente heraus. Stefan Geier marschierte solo durch und netzte zum 1:0 ein (31.), Thomas Hundertpfund legte mit dem 2:0 und seinem 100. Ligator nach (33.). Die Caps hatten ihre Konzentration verloren, wirkten ungeordnet. Caps-Coach David ‚Dave‘ Cameron hatte in der Drittelpause mit dem Schiedsrichterteam viel zu diskutieren. „Wir haben viele Chancen kreiert, aber es waren viele falsche Entscheidungen der Schiedsrichter heute.“

20 Minuten blieben den Wienern, die Partie zu drehen, aus einer erneuten Powerplay-Möglichkeit wurde aber kein Kapital geschlagen. Das Penalty-Killing und die Defensive des KAC funktionierten auch in der Schlussphase, als die Hausherren eine neuerliche Überzahl nicht nützen konnten und Torhüter J.P. Lamoureux längst heraußen hatten. Erstmals wurde damit ein Finalspiel dieser Serie nicht mit einem Ein-Tor-Unterschied entschieden.

„Wir denken noch nicht an die Meisterschaft. Wir denken nur an das nächste Spiel. “

Eishockey

Erste Bank Liga, Finale 5. Runde, Best-of-seven

Vienna Capitals (1.) – KAC (3.)  0:2 (0:0, 0:2, 0:0)

7022, SR K. Nikolic, Piragic, Seewald, Nothegger

Serie Vienna Capitals – KAC 2:3 (3:2 OT, 0:1, 3:2, 2:3, 0:2)

Torfolge: 31. 0:1 Geier, 33. 0:2 Hundertpfund

Strafminuten: 12 olus 10 Rotter bzw. 12

Finale, 16. Spiel

Vienna Capitals – KAC  Mittwoch, 20.20 Uhr

Fall nötig: Samstag, 27. April, 17 Uhr