Auftakt des Automobil-Cup in Röthis: Patrik Nickel fuhr im „Kastenwagen“ zur Bestzeit

Sport / 22.04.2019 • 18:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Patrik Nickel feierte mit seinem Opel „Kastenwagen“ Gerent Kadett C beim Saisonauftakt einen Klassensieg.  Noger
Patrik Nickel feierte mit seinem Opel „Kastenwagen“ Gerent Kadett C beim Saisonauftakt einen Klassensieg. Noger

Der Koblacher testete seinen Bergboliden im Slalom beim Auftakt zum Automobil-Cup in Röthis.

Röthis Startschuss zur Jubiläumssaison im Vorarlberger Drytech Automobil-Cup des Renn- und Rallye-Clubs Vorarlberg in Röthis. Bei der 40. Auflage meldeten sich zur ersten Konkurrenz des Jahres knapp 180 Starter aus fünf Nationen im Drivingcamp für den Slalomcup an.

Probe für den Berg

Die heimische Elite mit den verbesserten Rennfahrzeugen erwachte spät aber doch aus dem Winterschlaf, schrieb sich direkt am Rennplatz für die Klassenläufe ein. Allen voran Patrik Nickel, der zweifache Champion aus dem Jahr 2014 und 2016. Der Koblacher brachte seinen Opel „Kastenwagen“ Gerent Kadett C auf den Rennplatz. Nickel wurde von der Konkurrenz anfänglich belächelt, weil er seinen viel agiler wirkenden Kadett C, der durchaus besser zur Slalomstrecke passen würde, zu Hause stehen ließ. Er entschied sich für den auf Bergstrecken ausgerichteten Boliden, weil er den Slalom in Röthis als Test für die kommende Serpentinen-Saison sah.
Am Ende fuhr er in zwei von drei gewerteten Läufen die Bestzeit und sicherte sich dadurch den Klassensieg bei den stark verbesserten Fahrzeugen bis 2000 Kubik. Im Gesamtklassement reichte es für den guten siebten Platz, er war damit bester heimischer Pilot.
Ein Ostergeschenk gab es für Walter Terler. Der Feldkircher, eigentlich in der historischen Rallye-Szene zu Hause, bekam vom Schweizer Kurt Tschirky das Angebot, seinen Opel Kadett C im Rennlauf der Klasse E1 zu fahren, um Erfahrungswerte für eine Standortbestimmung zu erhalten. Terler ließ sich nicht zweimal bitten, bewegte das Fahrzeug durch die Pylonen und nahm dem eigentlichen Besitzer, der mit demselben Auto in der Klasse H fuhr, gleich fünf Sekunden ab. Im Schlussklassement reichte es für Platz zwei in der Wertung, auf Nickel fehlten gerade einmal 2,5 Sekunden. Somit waren die Plätze eins und zwei in der Klasse E1 von den beiden Vorarlberger Piloten belegt.
Pascal Mathis steuerte seinen Opel Kadett C nach fünf Jahren Pause wieder über die Rennstrecke in Röthis. „Ich musste mehr Standschäden beheben, als wenn ich ihn in dieser Zeit gefahren wäre“, so sein Kommentar. Am Platz stellte Mathis dann fest, dass die Kupplung wohl an „Frühjahrsmüdigkeit“ litt und ihren Dienst versagte. Somit konnte er gerade mal zwei Rennläufe absolvieren, immerhin reichte es für eine Klassierung. Hinter dem aus Klaus stammenden Gerald Engler auf einem BMW M235i sicherte er sich den vierten Rang in der Klasse E1 über 2000 ccm.

Ein schneller Südtiroler

Die vorderen Plätze gingen alle an die Autos der Formel-Kategorie. Das warme Wetter und die Streckencharakteristik passten wie zugeschnitten auf die wendigen und agil wirkenden flachen Boliden. Den Tagessieg holte sich der Südtiroler Rainer Gerold auf einem Formel Gloria, Zweiter wurde der Schweizer Michael Helm auf einem Formel 4 vor seinem Bruder Andreas, der einen TracKing RC01 pilotierte. mno