Bischofberger Meister mit dem KAC: „Das Glücksgefühl ist unbeschreiblich!“

Sport / 26.04.2019 • 00:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Johannes Bischofberger feierte ausgelassen, er wurde mit dem KAC zum ersten Mal österreichischer Eishockeymeister. gepa
Johannes Bischofberger feierte ausgelassen, er wurde mit dem KAC zum ersten Mal österreichischer Eishockeymeister. gepa

Erster Titeltriumph für den Stürmer aus Dornbirn.

Klagenfurt Die Stimme klang noch ein wenig matt, dafür ging das Herz über. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, jubelte Johannes Bischofberger, der am Vorabend mit dem KAC die Erste-Bank-Liga-Finalserie gegen die Vienna Capitals mit einem 3:2-Overtimesieg gewonnen hatte. „Das Glücksgefühl ist unbeschreiblich“, war der 24-jährige Dornbirner über seinen ersten Meistertitel nach einer magischen Nacht außer sich.

Eine Einheit

Mit 14 Toren und 22 Vorlagen war „Jogi“ trotz einer Verletzung im Play-off die Nummer sieben der internen Scorerliste, trug einiges zum Titel bei. „Aber das ist nicht wichtig. Wir waren als Mannschaft eine Einheit, füreinander da. Ich habe noch nie so hart auf und neben dem Eis gearbeitet. Und noch nie hatte ich so viele Meetings wie unter Trainer Petri Matikainen. Er hat erst vor dem Play-off die Eistrainings reduziert. Wir hatten mit Torhüter Lars Haugen, Nick Petersen, Thomas Koch, Adam Comrie, David Fischer oder Siim Liivik auch sehr viel individuelle Klasse in der Mannschaft.“
Neben Bischofberger stehen vier weitere Vorarlberger im Dienst des Meisters. Torhüter David Madlener war als Ersatz von Haugen immer da, wenn er benötigt wurde. Verteidiger Ramon Schnetzer bekam zwischen November und März 16 Mal die Gelegenheit zur Bewährung in der Ersten von Klagenfurt. Der 22-Jährige aus Schlins fand 2016 den Weg über das U-20-Team des EHC Kloten an den Wörthersee. Der Feldkircher Dennis Sticha durfte in acht Partien, darunter drei Mal im Play-off, dem neuen Champion helfen.

Im Hintergrund

Ingo Loibnegger (48), früher Torhüter bei der VEU, garantiert den Cracks im Hintergrund eine ordentliche Ausrüstung. Der 48-Jährige gebürtige Hohenemser war seinerzeit in Feldkirch Bestandteil des letzten Jugendmeisterteams. Beim KAC folgte er dem legendären Karl Klemen, der 48 Jahre dem Verein als Zeugwart diente, nach.
Beim Finalspiel in einer entscheidenden Rolle war auch Referee Miroslav Stolc (34), der schaute, dass es regelkonform zuging. Der gebürtige Slowake, der fünf Sprachen spricht, ist im Montafon sesshaft geworden.