Perfekte Teamleistung am Tag der Arbeit

02.05.2019 • 16:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Colin Stüssi krönte mit seinem Sieg den perfekten Tag des Vorarlberg-Santic-Teams beim Grand Prix in Nenzing.VN/Sams
Colin Stüssi krönte mit seinem Sieg den perfekten Tag des Vorarlberg-Santic-Teams beim Grand Prix in Nenzing.VN/Sams

Vorarlberg-Santic-Profi Colin Stüssi triumphiert beim Rad-Grand-Prix in Nenzing.

Nenzing Nach dem Premierenerfolg durch den Deutschen Fabian Schnaidt 2014 und dem Doppelpack durch Gian Friesecke vor Patrick Schelling im Vorjahr gab es beim zum achten Mal ausgetragenen Grand Prix Vorarlberg in der Region um Nenzing erneut einen Triumph für das Radteam Vorarlberg Santic. Nach 3:44:55 Stunden Fahrzeit überquerte der 25-jährige Schweizer Colin Stüssi zur Freude der zahlreichen Fans mit 30 Sekunden Vorsprung die Ziellinie die Ziellinie bei der Sportmittelschule Nenzing. „Ein Chapeau dem Team“, frohlockte Team-Vorarlberg-Manager Thomas Kofler im Zielgelände. „Obwohl mit Patrick Schelling, Roland Thalmann, Daniel Geismayr und Davide Orrico gleich vier Leistungsträger aus verschiedensten Gründen gefehlt haben, hat die Equipe eine geniale Performance abgeliefert. Jeder Einzelne hat Verantwortung übernommen, sich ganz klar an den vereinbarten Rennplan gehalten und wenn am Ende dann auch noch einer unserer Fahrer als Erster die Ziellinie überfährt, kann man getrost von einem nahezu perfekten Tag der Arbeit sprechen.“

Attacke am Schlussanstieg

Nach den starken Leistungen von Thalmann (zusammen mit Schelling und Schweizer Nationalteam bei der zeitgleichen Tour de Romandie) und Maximilian Kuen in der vergangenen Woche bei der Tour of the Alps war man bei der Ländle-Equipe skeptisch, ob man beim Heimrennen den dominierenden Part übernehmen kann. Doch die Gastgeber präsentierten sich auf dem 18-km-Rundkurs, der insgesamt neun Mal zu bewältigen war, vom Start weg stark. Neben Stüssi gehörten Jannik Steimle, Max Kuen und Gordion Banzer von Beginn an der Spitzengruppe an. Auf der neunten und letzten Runde setzte sich Stüssi auf dem Schlussanstieg fünf Kilometer vor dem Ziel aus der dreiköpfigen Spitzengruppe ab und überquerte im Alleingang nach 162 Kilometern mit 2200 Höhenmetern die Ziellinie vor Stephan Rabitsch und Helmut Trettwer. Die großartige mannschaftliche Leistung der Ländle-Equipe wird durch die Ränge vier und fünf von Kuen und Steimle und Platz zehn für Banzer untermauert.

Vorarlbergs Aushängeschild Matthias Brändle, seit heuer beim Pro-Continental-Team Israel Cycling Academy unter Vertrag, nutzte die seltene Gelegenheit, einen Wettkampf in der Heimat zu bestreiten, und beendete das Rennen mit 1:07 Minuten Rückstand auf den Sieger als Sechster. Zwei Sekunden hinter dem 29-jährigen Hohenemser erreichte der Dornbirner Jodok Salzmann (Maloja Pushbikers) den neunten Platz.

Begeisterung bei Jung und Alt

Der hohe Stellenwert des Radsports in Vorarlberg wurde am Tag der Arbeit durch die Leistungen der jüngsten Radsportler beim Käferle Cup unter Beweis gestellt. Rund 150 Mädchen und Burschen zwischen vier und 14 Jahren meisterten die Herausforderungen mit Bravour und trugen so ihren Teil bei zu einem mehr als gelungenen Tag des Radsports in Vorarlberg.

Sportlandesrätin Barbara Schöbi-Fink beim Käferle-Cup.VLK
Sportlandesrätin Barbara Schöbi-Fink beim Käferle-Cup.VLK

Rad

Achter Grand Prix Vorarlberg 2019 in Nenzing

Endstand nach 162 km (Schnitt 43,2 km/h)

1. Colin Stüssi (SUI, Team Vorarlberg Santic) 3:44:55 Std.

2. Stephan Rabitsch (Team Felbermayr Wels) +0:30 Min.

3. Helmut Trettwer (GER, Maloja Pushbikers) 0:36

4. Maximilian Kuen (Team Vorarlberg Santic) 1:04

5. Jannik Steimle (GER, Team Vorarlberg Santic) 1:07

6. Matthias Brändle (Israel Cycling Academy) gleiche Zeit

Weiters: 9. Jodok Salzmann (Maloja Pushbikers) 1:09; 10. Gordian Banzer (SUI, Team Vorarlberg Santic) 1:22; 27. Daniel Knapp (Team Vorarlberg Santic) 2:43; 37. Jose Manuel Diaz Gallego (ESP, Team Vorarlberg Santic) 2:48;

Ausgeschieden u. a.: Dominik Amann, Daniel Federspiel, Lukas und Martin Meiler (alle Team Vorarlberg Santic); 46 der 101 gestarteten Fahrer im Endklassement.