„Es ist noch alles offen“

03.05.2019 • 16:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Adi Hütter spendete Applaus für die Fans und Worte des Lobes für sein Team.GEPA
Adi Hütter spendete Applaus für die Fans und Worte des Lobes für sein Team.GEPA

Adi Hütter ist vor dem Halbfinal-Rückspiel in London optimistisch.

Frankfurt Der aus Altach stammende Eintracht-Trainer Adi Hütter und sein Verein aus der Deutschen Fußball-Bundesliga dürfen weiter vom Finale in der Europa League träumen. Das Heim-1:1 am Donnerstag gegen Chelsea stufte der Vorarlberger trotz verspielter Führung als „Achtungserfolg gegen eine absolute Topmannschaft“ ein, vor dem Rückspiel lebt bei Martin Hinteregger und Co. die Hoffnung. „Alles ist möglich“, sagte Hütter nach Spielende in der Commerzbank-Arena.

„Die Spieler haben mir schon kurz nach dem Spiel gesagt: Das ist noch einmal ein anderes Niveau als bei den Mannschaften, gegen die wir schon gespielt haben“, berichtete Hütter. Im größten Spiel der Hessen seit 39 Jahren trat seine Truppe unerschrocken auf und lieferte dem großen Titelfavoriten einen Kampf auf Augenhöhe. „Mentalität, Leidenschaft: Ich habe heute alles gesehen, was ein Fußballspiel ausmacht“, lobte Sport-Vorstand Fredi Bobic.

Alle Türen stehen offen

Für Hütter war eines klar: „Wir dürfen sehr, sehr stolz sein auf unsere Leistung“, sagte der ehemalige Salzburg-Coach. Im Rückspiel in London am kommenden Donnerstag würde jeder Sieg und jedes Unentschieden ab 2:2 reichen. „Mit dem 1:1 wird es natürlich nicht einfach“, mutmaßte Hütter. Immerhin: In Kroatiens Vizeweltmeister Ante Rebic, der nach Gelbsperre zurückkehrt, hat er dann eine Offensivoption mehr. Zudem dürfte ihm der Blick auf die bisherigen Partien in der Fremde Hoffnung machen: In fünf von sechs Spielen fielen mindestens zwei eigene Treffer, nur einmal wurde verloren.

Chelsea-Coach Maurizio Sarri monierte in den ersten 20 Minuten das Fehlen der „richtigen Mentalität“, erst dann „haben wir angefangen, richtig Fußball zu spielen“, erklärte der Italiener. Seinen Offensivstar Eden Hazard ließ er erst nach einer Stunde von der Leine, Englands knappes Ligafinish dürfte für Sarri Priorität besitzen. „Letztlich hätten wir den Sieg aus meiner Sicht verdient gehabt, aber ein 1:1 auswärts ist in Ordnung“, befand der 60-Jährige.

Im zweiten Halbfinale der Europa League traf der FC Arsenal zuhause auf Valencia. Das Heimteam gewann und musste aber einen Auswärtstreffer der Gäste hinnehmen, das Spiel endete 3:1.