Rast prägt den Auftakt der neuen Ära

05.05.2019 • 19:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rene Rast mit der richtigen Strategie: Der Wahl-Bregenzer fuhr in einer Safety-Car-Phase an die Spitze.noger
Rene Rast mit der richtigen Strategie: Der Wahl-Bregenzer fuhr in einer Safety-Car-Phase an die Spitze.noger

Beim DTM-Auftakt in Hockenheim von Startplatz 16 zum Sieg gerast.

Hockenheim Alles neu in der DTM – doch das gewohnte Bild an der Spitze: Rene Rast bleibt auch zu Beginn der Turbo-Ära das Gesicht der Rennserie. Der Meister von 2017 mit Wohnsitz Bregenz raste gestern in Hockenheim von Startplatz 16 zum Sieg und hat saisonübergreifend nun sieben der vergangenen acht Rennen gewonnen. In der Kurpfalz setzte er sich vor seinen beiden Markenkollegen Nico Müller und Robin Frijns durch.

Streckenrekord von Eng

„Was für ein Tag. Ich hatte extrem viel Spaß, das war ein richtig starkes Rennen“, sagte Rast. „Schon gestern wäre ja ein Sieg drin gewesen.“ Beim Saisonauftakt am Samstag hatte Rast auf Rang zwei gelegen und den späteren Sieger Marco Wittmann im BMW unter Druck gesetzt, bis ein Getriebeproblem ihn kurz vor Schluss aus dem Rennen warf.

Von den schnellsten Boliden der DTM-Geschichte war schon im Vorfeld die Rede, und in Hockenheim stimmten dann auch die Zahlen: Im Qualifying am Sonntag stellte Pole-Setter Philipp Eng einen DTM-Streckenrekord auf, auch auf den anderen Kursen dürften bisherige Bestmarken in diesem Jahr fallen. Denn die neuen Boliden sind leichter und dank der Vierzylinder-Turbomotoren stärker.

Im Rennen am Sonntag war eine frühe Safety-Car-Phase entscheidend. Loic Duval landete im Kiesbett und löste diese aus, Aston-Martin-Pilot Paul Di Resta und Rast reagierten am schnellsten und kamen an die Box, die Konkurrenz verlor Zeit. Mit den frischen Reifen pflügte Rast nach Freigabe des Rennens durch das Feld und setzte sich innerhalb kürzester Zeit an die Spitze, die übrigen Piloten im vorderen Feld hatten ihren Stopp noch gar nicht absolviert.

Strategie passte

Rast war nun mit Abstand schnellster Mann, hielt seinen Vorsprung auch nach den restlichen Boxenstopps. Di Resta konnte den frühen Reifenwechsel immerhin zu einem starken Punkte-Ergebnis nutzen, das Aston Martin zum Auftakt zufriedenstellen sollte.

Die Briten hatten ihre vier Fahrzeuge in weniger als sechs Monaten entwickelt – und in Hockenheim wurde durchaus deutlich, dass es so schnell eben nicht geht. Am Samstag fielen zwei Autos aus, am Sonntag bildete Aston Martin im Qualifying das Ende des Feldes. Di Restas starke Strategie sorgte dann dennoch für ein gutes Gesamtergebnis.

„Was für ein Tag. Ich hatte extrem viel Spaß, das war ein richtig starkes Rennen.“