Selbstvertrauen getankt

Sport / 07.05.2019 • 22:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Thomas Raffl (links) gegen den Kanadier Damon Stevenson.gepa
Thomas Raffl (links) gegen den Kanadier Damon Stevenson.gepa

Österreichs Eishockey-Auswahl verlor WM-Generalprobe gegen Kanada 5:7.

Wien Vier Tage vor dem ersten WM-Spiel in Bratislava hat Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft trotz einer Niederlage noch einmal Selbstvertrauen getankt. Die ÖEHV-Auswahl musste sich am Dienstag in Wien Rekordweltmeister Kanada mit 5:7 (2:2, 2:4, 1:1) geschlagen geben, erzielte aber erstmals in der Geschichte mehr als drei Tore gegen eine Auswahl aus dem Mutterland des Eishockeys.

Die Mannschaft von Roger Bader hielt vor 4300 Zuschauern die Partie fast zwei Drittel lang offen und ging durch Alexander Rauchenwald (10.), Fabio Hofer (15.), Thomas Raffl (26.) und Alexander Cijan (34.) viermal in Führung. Im Finish traf auch Manuel Ganahl (50.). Letztlich setzte sich die Klasse der NHL-Auswahl aber standesgemäß durch.

Mutige Österreicher

Die Kanadier spielten ohne Superstar John Tavares und mit Gastspieler Marc-Andre Dorion von den Vienna Capitals. Im Team der Heimischen durfte der 19-jährige Benjamin Baumgartner als Center der ersten Linie mit Michael Raffl und Peter Schneider Erfahrung auf höchstem Niveau sammeln. Im Tor stand David Kickert, der sich immer wieder auszeichnen konnte, ehe er im Schlussdrittel für Bernhard Starkbaum Platz machte. Kapitän Thomas Raffl und Co. gingen gleich zu Beginn mutig ans Werk, kamen zu einigen Torschüssen und auch zur größten Chance in der Anfangsphase. Hofer konnte Torhüter Matt Murray aber nicht bezwingen . Nach einem Konter durften die rot-weiß-roten Fans wenig später doch jubeln. Verteidiger Patrick Peter traf die Stange, Rauchenwald setzte den Abpraller ins Netz (10.).

Sean Couturier, Teamkollege von Michael Raffl bei den Philadelphia Flyers, gelang der Ausgleich, der jedoch nur zehn Sekunden hielt. Hofer fing einen Querpass ab, zog alleine auf Murray und ließ den zweifachen Stanley-Cup-Sieger diesmal perfekt aussteigen. Im ersten Powerplay des Spiels stellte Kyle Turris aber neuerlich den Gleichstand her (16.). Im Mitteldrittel legten die Kanadier einen höheren Gang ein. Doch auch die Österreicher zeigten einige gefällige Angriffe, einen schloss Thomas Raffl erfolgreich ab. Nach Jonathan Marchessaults Tor zum 3:3 brachte Cijan sein Team ein letztes Mal in Führung. Jared McCann, Anthony Cirelli und Mark Stone drehten noch vor der zweiten Pause das Spiel.

„Mir hat meine Mannschaft sehr gut gefallen. Für die Moral ist das sicher sehr gut.“

eishockey

Testspiel

Österreich – Kanada 5:7 (2:2,2:4,1:1). Wien, 4300 Zuschauer

Tore: Rauchenwald (10.), Hofer (15.), Thomas Raffl (26.), Cijan (34.), Ganahl (50.) bzw. Couturier (15.), Turris (16./PP), Marchessault (30.), McCann (34.), Cirelli (38.), Stone (40.), Mantha (52.)

Strafminuten: 4 bzw. 2

Overtime (3-gegen-3): 1:0 – Tor: Komarek (64.).

Österreich: Kickert (41. Starkbaum); Pallestrang, Heinrich; Schuming, Unterweger; Schlacher, Lindner; Peter, Strong; Michael Raffl, Baumgartner, Schneider; Ganahl, Komarek, Thomas Raffl; Hofer, Hundertpfund, Zwerger; Haudum, Rauchenwald, Cijan

Kanada: Murray (41. Hart) – Montour, Chabot; Severson, Nurse; Stecher, Theodore; Fabbro, Dorion – Stone, Bertuzzi, Marchessault; Reinhart, Couturier, Henrique; Mantha, Turris, Strome; Joseph, Cirelli, McCann