Aufstand der Zwerge und Altach ist mit dabei

Sport / 08.05.2019 • 21:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Europas Ligen kritisieren Pläne zur
Europacup-Reform.

Altach Beim Treffen der European Leagues, erstmals mit dem Cashpoint SCR Altach, machten die vermeintlich „Kleinen“ im Fußball mobil gegen die Reformpläne der Großklubs. Marketingmann Johannes Schmied, der für die Rheindörfler in Madrid vor Ort war, sprach nach seiner Rückkehr von einem massiven Gegenwind für die Pläne, die derzeit die Klubvereinigung ECA zusammen mit der UEFA erarbeitet. Dabei gehe es um eine Radikalreform der Europacupbewerbe ab 2024. Die Pläne wurden den Vertretern von 244 Vereinen und nationalen Ligaverbänden von Andrea Agnelli – der Juventus-Chef steht an der Spitze der European Club Association (ECA) – vorgetragen. Dabei wurde deutlich, dass die Reformpläne schon im Herbst vom Club Competitions Comitee (CCC) dem Exekutivkomitee der UEFA vorgelegt werden sollen. Dem CCC gehören ein UEFA-Mitglied, vier Vertreter der nationalen Verbände und gleich 13 ECA-Beauftragte an. „Die große Mehrheit der Klubs ist gegen die Vorschläge des ECA-Präsidenten“, berichtet Schmied.

Laut Agnelli könnte es ab 2024 eine dreistufige Champions League geben. Dabei soll es sich um vier Achtergruppen mit einem System von Auf- und Abstieg handeln. Die Qualifikation für diese „geschlossene Gesellschaft“ würde freilich nicht mehr vorwiegend über die nationalen Ligen erfolgen. Zudem schließt der Italiener Spieltermine am Wochenende nicht aus. Laut Schmied wird vor allem die Vorgangsweise hinsichtlich der möglichen Reform kritisiert. Die Vertreter der European Leagues, dessen Generalsekretär Georg Pangl ist, wollen in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. Die Befürchtung einer Zweiklassengesellschaft, die schon 2021 mit der Einführung der Europa League 2 Wirklichkeit werden könnte, eint die internationalen Ligenvertreter. Um eine Spaltung im internationalen Fußball zu verhindern und um die Stärkung der nationalen Ligen als Basis für übergreifende Bewerbe zu erzielen, wurden weitere Treffen mit UEFA und ECA vereinbart. Zudem soll im Oktober 2019 die nächste Zusammenkunft der European Leagues in London stattfinden.

Anderson fix verpflichtet

In der Winterpause hatten ihn die Altacher – vorerst leihweise – verpflichtet, nun wurde der Brasilianer Anderson Dos Santos Gomes fix verpflichtet. Der 21-jährige Außenverteidiger unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis Sommer 2022. „Für mich ist der SCRA der ideale Verein, um meine Entwicklung fortzusetzen“, sagte Anderson nach der Vertragsunterzeichnung. Vor allem Sportdirektor Georg Zellhofer („Ein lernwilliger Spieler, mit einer professionellen Einstellung“) hatte immer wieder das große Potenzial des Spielers hervorgehoben. Anderson kam durch Lienharts Verletzung unter Trainer Alex Pastoor bislang auf 250 Einsatzminuten.

„Es wurde ein Konsens bezüglich der ablehnenden Haltung für die Reform erzielt.“

Altachs Brasilianer Anderson spielte auch im zweiten Qualifikationsrundenduell gegen Mattersburg (im Bild rechts gegen Rene Renner).apa
Altachs Brasilianer Anderson spielte auch im zweiten Qualifikationsrundenduell gegen Mattersburg (im Bild rechts gegen Rene Renner).apa