Nun wartet Federer auf Dominic Thiem

Sport / 09.05.2019 • 22:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dominic Thiem steht in Madrid bereits im Viertelfinale.ap
Dominic Thiem steht in Madrid bereits im Viertelfinale.ap

Österreicher in Madrid auf dem Weg zum dritten Finale in Folge.

Madrid Die French-Open-Vorbereitung läuft für Mitfavorit Dominic Thiem weiter ausgezeichnet: Der 25-jährige Niederösterreicher überwand beim Masters-1000-Turnier in Madrid die erste richtig schwere Hürde nach starker Leistung und steht im Viertelfinale. Nach 89 Minuten besiegte er Monte-Carlo-Gewinner Fabio Fognini (ITA-10) 6:4, 7:5. Thiem steuert in Madrid weiter auf den Final-Hattrick zu. Der diesjährige Indian-Wells- und Barcelona-Sieger trifft nun am Freitag (nicht vor 17 Uhr, live ServusTV, Sky) auf Roger Federer.

„Ich glaube, ich habe einen der zur Zeit besten Sandplatz-Spieler geschlagen, also ich bin überglücklich“, meinte Thiem. Der für seine mitunter sehr lebhafte Art auf dem Court bekannte Italiener ließ einiges Feuer auf dem Platz. „Er ist ein super Kerl. Wir verstehen uns extrem gut abseits vom Platz und auf dem Platz ist es zu erwarten. Er hat immer wieder seine kleinen Mätzchen, aber die hat er fast bei jedem Match und die habe ich erwartet“, so Thiem. „Ich habe versucht, dass ich ruhig bleibe. Einmal war es schwierig, wie er den Fußfehler bekommen hat, da war es wirklich laut. Aber generell habe ich das gut gemeistert und eine sehr schwierige Hürde genommen“, freute sich der Weltranglisten-Fünfte.

Weiter auch im Doppel

Jedenfalls ist Thiem in ausgezeichneter Form und sein erster 1000er-Titel auch auf Sand nach jenem auf Hardcourt in Indian Wells scheint nur noch eine Frage der Zeit. Nach zuletzt zwei Final-Niederlagen gegen Rafael Nadal (2017) und Alexander Zverev (2018) könnte er in der spanischen Hauptstadt im dritten Anlauf zuschlagen, doch davor erwartet den Schützling von Nicolas Massu ein schweres Viertelfinale. „Das ist sehr schwer“, meinte Thiem auf den möglichen Coup angesprochen. „Morgen erwartet mich eine richtig schwere Partie. Das Turnier ist unglaublich besetzt, ab heute gibt es nur noch absolute Kracherpartien. Ich freue mich, dass ich im Viertelfinale stehe.“

Inwiefern er sich noch steigern wird müssen? „Heute war eine sehr gute Partie, wenn ich das Level halten kann, dann wäre ich glücklich, und das werde ich versuchen.“ Im vierten Duell mit Fognini feierte Thiem also seinen dritten Sieg und musste danach gleich noch einmal auf den Platz. Mit Doppelpartner und Freund Diego Schwartzman gewann er mit 2:6, 6:3, 10:7

Im dritten Game das erste Break

Thiem machte von Beginn weg einen sehr soliden Eindruck, lediglich beim ersten Aufschlag steigerte er sich erst im Verlauf des Auftaktsatzes. Dem Lichtenwörther gelang bereits im dritten Game das erste Break des Spiels zum 2:1. Thiem bestätigte das Break dann zum 3:1 und war in der Folge beim Service ungefährdet. Bei 5:4, Aufschlag Fognini, vergab der French-Open-Finalist 2018 zunächst noch den ersten Satzball, doch sechs Minuten später servierte Thiem zum 6:4 aus.

Im zweiten Durchgang verlief die Partie offener, doch dann gelang es Thiem doch noch, Fognini zum zweiten Mal den Aufschlag, diesmal zum 6:5, abzunehmen. Thiem servierte danach sicher aus.

„Das Turnier ist unglaublich besetzt, jetzt gibt es nur noch absolute Kracherpartien.“