Ländle-Kenner coacht Bulldogs

10.05.2019 • 21:06 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zusammen mit DEC-Manager Alexander Kutzer will Jussi Tupamäki (Bild) den Bulldogs ein neues Gesicht verleihen.DEC
Zusammen mit DEC-Manager Alexander Kutzer will Jussi Tupamäki (Bild) den Bulldogs ein neues Gesicht verleihen.DEC

Ex-Bregenzerwald-Trainer Jussi Tupamäki neuer starker Mann beim Dornbirner EC.

Dornbirn Der Wechsel ist vollzogen, die Katze aus dem Sack. In Helsinki hat DEC-Manager Alexander Kutzer dieser Tage Nägel mit Köpfe gemacht und den Trainerdeal unter Dach und Fach gebracht. Neuer Headcoach ist der Finne Jussi Tupamäki, der zuletzt als Teamchef mit Estland bei der WM Division 1b den vierten Platz belegte. „Den Klub und die Leute in Vorarlberg kenne ich bereits von meinem Engagement beim EC Bregenzerwald. Die Atmosphäre in Dornbirn ist super, ich mag die Fans“, geht der 41-Jährige die Sache überaus positiv an und ergänzt: „Österreich ist ein schönes Land.“

Harte Arbeit ist gefordert

Was das Eishockey betrifft, will sich der neue Headcoach in den nächsten Wochen erst selbst einen ersten Überblick verschaffen. „Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich mich wenig damit beschäftigt, wie Dornbirn in der letzten Saison gespielt hat.“ Tupamäki will seine Linie durchziehen. Wichtig sei, eine Mannschaft zu formen, die hart arbeite. „Jeder im Stadion muss sehen, dass diese Spieler für die Bulldogs spielen wollen und vollen Einsatz zeigen.“

Bezüglich der vertraglichen Situation gibt man sich im Lager der Dornbirner bedeckt. Doch sowohl Kutzer als auch Tupamäki sind an einer langfristigen Beziehung interessiert, was der Finne auch in seinen Aussagen umschrieb: „Mein Ziel ist es, den Klub in seiner eingeschlagenen Richtung zu begleiten. Große Dinge passieren nicht in kurzer Zeit, das ist klar. Aber in der Trainerwelt darfst du dir nie sicher sein. Vieles hängt einfach davon ab, wie die Dinge laufen.“ Jetzt freue er sich darauf, zu starten. „Ganz sicher werde ich die nächsten zwei, drei Monate neben dem Training auch dafür benutzen, mein Deutsch zu verbessern. Ich möchte die Spieler, ihre Mentalität und die Kultur hier noch besser kennenlernen.“

Tupamäki grenzt sich also nicht nur sportlich von seinem Vorgänger ab. Zumal der Kanadier Dave MacQueen, von 2012 bis 2019 beim DEC, seine Deutsch-Sprachkenntnisse nie in der Öffentlichkeit preisgab.

Tupamäki wird im Trainerstaff von zwei Landsleuten unterstützt. So wird Otto Myllynen die Nachfolge von Janne Pekkarinen antreten und gezielt mit den Torleuten arbeiten. Dass der Finne dabei die eingeschlagene Linie seines Vorgängers fortsetzen will, unterstrich er anlässlich der Vertragsunterzeichnung. „Ich bin ein guter Freund von Janne und kenne seine Arbeit.“ Als Assistenzcoach haben die Dornbirner Markku Kyllönen verpflichtet. Der 57-Jährige, der als Spieler ein wenig NHL-Erfahrung sammeln durfte, arbeitete bereits in Österreich. „2010 durfte ich mit der U-17 der Vienna Capitals arbeiten“, erzählt Kyllönen. Als Athletiktrainer wird Simon Stengele dem DEC auch kommende Saison erhalten bleiben.

„Wichtig ist, dass du den Sport liebst und wie du spielst. Woher du kommst, ist egal.“