Geschafft! Altach fixiert mit 2:2-Heimremis gegen die Admira den Klassenerhalt

Sport / 11.05.2019 • 20:04 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Torhüter Martin Kobras war in der Anfangsphase der Turm in der Schlacht bei Altach. gepa
Torhüter Martin Kobras war in der Anfangsphase der Turm in der Schlacht bei Altach. gepa

Altach führte schnell 1:0, dann riss der Faden, doch in der zweiten Halbzeit spielten die Vorarlberger groß auf. Die Latte verhinderte den Siegtreffer.

Altach „Weil wir die Räume nicht genutzt haben.“ Altach-Trainer Alex Pastoor hatte nach dem Spiel schnell eine Erklärung dafür, dass man im Heimspiel gegen die Admira (2:2) nicht vorzeitig den Klassenerhalt fixiert hat. Denn nach der Pause war man gegen die Südstädter die klar überlegene Mannschaft, bot tollen Angriffsfußball, doch im Abschluss fehlte schlussendlich vor etwas mehr als 3500 Besuchern auch das nötige Glück.

Es war eine rekordverdächtige Anfangsphase. Drei Tore in 15 Minuten, das gab es in dieser Saison noch nie. Dass die Altacher ihre schnelle 1:0-Führung herschenkten lag an vielen Unkonzentriertheiten und Unzulänglichkeiten in der Defensivarbeit. Dabei hatte alles so gut begonnen. Schon nach fünf Minuten jubelten die Hausherren nach dem Treffer von Samuel Oum Gouet. Karic hatte einen Angriff der Gäste abgefangen und dann ging es schnell. Christian Gebauer schließlich legte per Hacke auf Gouet, der aus 20 Metern traf. Doch nur 103 Sekunden später die kalte Dusche bei strömendem Regen, der pünktlich mit Spielbeginn begonnen hatte. Wieder einmal war es eine Standardsituation, die die Admira zu einem Torerfolg nutzte. Patrick Schmidt war nach einem Freistoß aus dem Halbfeld erfolgreich. Es war der 21. Treffer der Südstädter nach einer Standardsituation in der laufenden Saison. Nach 13 Minuten, der Regen hatte sich zu diesem Zeitpunkt zurückgezogen, patzte der Brasilianer Anderson. Altachs Verteidiger lenkte nach einem Eckball und einer längeren Ballstafette der Gäste mit anschließendem Flankenball den Ball – unhaltbar für Altachs Besten, Martin Kobras – ins eigene Tor.

Ich mag einfache Pässe, das haben wir nach der Pause hervorragend gemacht.

Alex Pastoor, Trainer Cashpoint SCR Altach

Nicht nur aufgrund der schnellen Treffer war es ein Spiel mit offenem Visier vor der Pause. Auf beiden Seiten gab es gute Möglichkeiten. So setzte Benedikt Zech einen Kopfball nur knapp neben das Tor (11.), auch Emanuel Schreiner sorgte per Kopf für Gefahr, doch der Ball streichte über das Tor. Auf der anderen Seite war es Sasa Kalajdzic, der in Minute zwölf am hervorragend reagierenden Kobras scheiterte.

Und noch einmal Anderson

Zur Pause war es wohl laut in der Kabine. Altach wirkte nun konzentrierter und machte von Beginn an Druck. Vor allem Geburtstagskind Mergim Berisha (21) war ein stetiger Unruheherd. Doch meist war ein Fuß zuviel, wie in Minute 54, als er erst drei Spieler austanzte, am vierten aber scheiterte. Altach aber blieb dominant und Trainer Pastoor setzte nach etwas mehr als einer Stunde auf noch mehr Offensivpower. So wurde Kristijan Dobras für Christian Gebauer, dem wenig gelang, ausgetauscht (67.). Und nur wenig später war es Anderson, der seinen Fehler aus der ersten Halbzeit gutmachte. Nach einem Eckball war der Brasilianer zur Stelle und jagte den zu kurz abgewehrten Ball von der Strafraumgrenze flach ins Netz (68.). Doch all der Druck sollte sich nicht in Zählbares verwandeln. Selbst 9:3-Ecken für die Altacher waren zuwenig. Und am Ende war die Latte im Weg, denn bei einem Kracher von Emanuel Schreiner (90.) prallte das Leder an die Torumrandung. So trennten sich beide Mannschaften 2:2, damit ist die Abstiegsgefahr entgültig gebannt und der Klassenerhalt gesichert, weil man in den letzten zwei Runden von den anderen drei Mannschaften nicht mehr eingeholt werden kann.

tipico-Bundesliga, 30. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – FC Admira Wacker Mödling 2:2 (1:2)

Cashpoint Arena, 3508 Zuschauer, SR Lechner (W)

Torfolge: 5. 1:0 Oum Gouet, 7. 1:1 Schmidt, 13. 1:2 Anderson (Eigentor), 68. 2:2 Anderson

Gelbe Karten: 11. Maier, 29. Petlach, 36. Aiwu, 65. Pusch (alle Admira/alle Foulspiel), 65. Zech (Altach/SR-Kritik), 68. Vorsager, 89. Daniel Toth (beide Admira/jeweils Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (4-4-2): Kobras; Anderson, Zech, Zwischenbrugger, Karic; Meilinger, Oum Gouet, Piesinger, Schreiner; Christian Gebauer (67. Dobras), Mergim Berisha

FC Admira Wacker Mödling (3-4-3): Leitner. Petlach, Bauer, Zwierschitz (24. Aiwu); Maier, Vorsager, Daniel Toth, Spasic; Kalajdzic, Pusch (80. Paintsil), Schmidt (90./+ 2 Bakis)