Bangen um neue Festwochen

Sport / 12.05.2019 • 22:29 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Frankfurt-Verteidiger Martin Hinteregger im Duell mit Jean-Paul Boetius (l.).afp
Frankfurt-Verteidiger Martin Hinteregger im Duell mit Jean-Paul Boetius (l.).afp

Eintracht Frankfurt droht nach 0:2 gegen Mainz der Verlust eines Europacup-Platzes.

Frankfurt Die Europa-Fighter von Eintracht Frankfurt haben vorerst ihren Champions-League-Platz verspielt und müssen jetzt sogar um den erneuten Einzug ins internationale Geschäft bangen. Nur 66 Stunden nach dem dramatischen Europa-League-Aus beim FC Chelsea verloren die Hessen mit 0:2 auch das Bundesliga-Spiel gegen Mainz. In der ausverkauften Arena wurde Gästestürmer Anthony Ujah mit zwei Toren zum Matchwinner und fügte der Eintracht die zweite ganz bittere Niederlage innerhalb von gerade einmal drei Tagen zu.

Vor dem schwierigen Gastspiel beim FC Bayern am letzten Spieltag ist die Eintracht damit nur noch Sechster. Der erstmalige Einzug in die Königsklasse kann aus eigener Kraft nicht mehr gelingen, bei einer Niederlage in München droht sogar das Abrutschen auf Platz acht und damit das Worst-Case-Szenario nach einer über lange Zeit furiosen Spielzeit. „Jetzt müssen wir nochmal gegen Bayern alles raushauen. Wir können noch viel gewinnen aber auch sehr viel verlieren“, sagte Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger.

Das denkwürdige Ende der Europa-Reise beim hohen Favoriten aus London nahmen Eintracht-Spieler und Fans von Anfang an als Ansporn, an einem schönen Frühlingstag gleich das nächste internationale Ticket perfekt zu machen. „Lasst uns unsere Farben weiter durch Europa tragen“, schrieben die Anhänger auf ein Transparent, Trainer Adi Hütter setzte auf zehn der elf Chelsea-Helden. Nur für Sebastian Rode (Knorpelschaden) ist die Saison beendet, ihm droht eine lange Pause.

Doch vor allem nach dem Wechsel fehlte der Eintracht mal Tempo, mal der letzte Pass – immer wieder störten auch die aufmüpfigen Mainzer. Vorne bestach bei den 05ern vor allem der umtriebige Mateta, der dann auch den Führungstreffer durch Ujah sehenswert auflegte. Nur wenige Minuten später legte der Routinier nach: Nach einem Einwurf ließ sich die geschockte Eintracht viel zu leicht ausspielen, Ujah erhöhte mit einem präzisen Flachschuss. „Wir haben uns nicht gut angestellt, das muss man natürlich viel besser verteidigen“, sagte Hinteregger. Hütter erhöhte in der Folge den Druck, brachte erstmals seit Ende März wieder den lange verletzten Sebastien Haller in der Bundesliga. Doch der enorme Aufwand zahlte sich nicht aus, Mainz wahrte bis zum Schluss die Kompaktheit und sicherte sich die drei Zähler im prestigeträchtigen Derby.

Hinteregger rechnet mit Verbleib

Martin Hinteregger rechnet mit seinem Verbleib bei der Eintracht auch über das Saisonende hinaus. „Stand jetzt gehe ich nicht davon aus, dass das hier mein letztes Heimspiel war“, sagte Österreichs Teamspieler nach dem Spiel. Der 26-Jährige ist vom FC Augsburg an Frankfurt ausgeliehen. Seine Zukunft ist Stand jetzt allerdings unklar.

„Wir können noch viel gewinnen, aber auch noch sehr viel verlieren.“

Fußball, Deutsche Bundesliga 2018/19

33. Spieltag

RB Leipzig – FC Bayern München 0:0 (0:0)
41.939 Zuschauer (ausverkauft)

Bei Leipzig spielte Marcel Sabitzer durch, Konrad Laimer wurde in der 87. Minute verletzungsbedingt durch Nordi Mukiele ersetzt und Stefan Ilsanker war nicht dabei. Bei Bayern spielte David Alaba durch.

Borussia Dortmund – Fortuna Düsseldorf  3:2 (1:0)

81.365 Zuschauer (ausverkauft). Torfolge: 41. 1:0 Pulisic, 47. 1:1 Fink, 53. 2:1 Delaney, 90./+2 3:1 Mario Götze, 90./+5 3:2 Kownacki

Rote Karte: Adam Bodzek (82.) wegen groben Foulspiels.

Besonderes Vorkommnis: Dodi Lukebakio (Düsseldorf) setzte einen Foulelfmeter neben das Tor (59.).

Bei Düsseldorf spielte Kevin Stöger durch, Markus Suttner wurde in Minute 67 durch Raman ersetzt.

TSG 1899 Hoffenheim – SV Werder Bremen 0:1 (0:1)

30.150 Zuschauer (ausverkauft). Tor: 39. 0:1 Johannes Eggestein

Bei Hoffenheim spielte Florian Grillitsch durch und Christoph Baumgartner an Stelle für den verletzten Nadiem Amiri ab der 46. Minute, während Stefan Posch nicht im Kader war. Bei den Gästen aus Werder spielte Marco Friedl ab der 24. Minute für Theodor Gebre Selassie, Martin Harnik war nicht mit dabei.

Bayer 04 Leverkusen – FC Schalke 04 1:1 (1:0)

30.210 Zuschauer (ausverkauft). Torfolge: 31. 1:0 Havertz, 48. 1:1 Burgstaller

Besonderes Vorkommnis: Leverkusen-Torhüter Hradecky hält einen Foulelfmeter von Caliguri (53.).

Beim Heimteam wurde Julian Baumgartlinger in der 84. Minute verletzungsbedingt durch Dominik Kohr ersetzt, Aleksandar Dragovic und Ramazan Özcan kamen nicht zum Einsatz. Bei Schalke erzielte Guido Burgstaller in der 47. Minute den Treffer zum 1:1 und wurde in der Nachspielzeit ausgewechselt, Michael Langer saß auf der Bank und Alessandro Schöpf war verletzungsbedingt nicht im Kader.

VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)

45.086 Zuschauer. Torfolge: 45./+1 1:0 Castro, 55. 2:0 Donis, 83. 3:0 Didavi

Bei den Gästen aus Wolfsburg stand Pavao Pervan im Tor.

FC Augsburg – Hertha BSC 3:4 (1:0)

29.307 Zuschauer. Torfolge: 10. 1:0 Hahn, 47. 1:1 Plattenhardt, 50. 2:1 Gregoritsch (Foulelfmeter), 66. 2:2 Grujic, 70. 3:2 Gregoritsch, 75. 3:3 Kalou, 90./+3 3:4 Kalou

Bei Augsburg spielte Michael Gregoritsch ab der 43. Minute, verwandelte in der 50. Minute den Strafstoß zum 2:1 und traf in Minute 70 zum 3:2. Georg Teigl spielte beim Heimteam durch, Kevin Danso saß auf der Bank. Bei den Gästen aus Berlin spielte Valentino Lazaro durch.

Hannover 96 – SC Freiburg 3:0 (1:0)

38.100 Zuschauer. Torfolge: 39. 1:0 Anton, 51. 2:0 Bebou, 81. 3:0 Walace

Bei Hannover saß Torhüter Samuel Sahin-Radlinger auf der Bank, Kevin Wimmer war gesperrt. Bei Freiburg war Philipp Lienhart nicht im Kader.

1. FC Nürnberg – Borussia Mönchengladbach 0:4 (0:0)
50.000 Zuschauer (ausverkauft). Torfolge: 56. 0:1 Drmic, 63. 0:2 Mühl (Eigentor), 65. 0:3 Hazard, 80. 0:4 Zakaria

Bei Nürnberg spielte Georg Margreitter durch, Ex-Altacher Lukas Jäger stand nicht im Kader.

Eintracht Frankfurt – 1. FSV Mainz 05 0:2 (0:0)

51.500 Zuschauer (ausverkauft). Torfolge: 53. 0:1 Anthony Ujah, 57. 0:2 Anthony Ujah

Adi Hütter ist Trainer bei der Eintracht, er setzte Martin Hinteregger über die vollen 90 Minuten ein. Bei den Gästen saß Karim Onisiwo auf der Bank, Philipp Mwene war nicht im Kader.

Tabelle

 1. FC Bayern München 33 23 6 4 83:31 + 52 75

 2. Borussia Dortmund 33 22 7 4 79:44 + 35 73

 3. RB Leipzig 33 19 9 5 62:27 35 66

 4. Borussia Mönchengladbach 33 16 7 10 55:40 15 55

 5. Bayer 04 Leverkusen 33 17 4 12 64:51 13 55

 6. Eintracht Frankfurt 33 15 9 9 59:43 16 54

 7. VfL Wolfsburg 33 15 7 11 54:49 5 52

 8. TSG 1899 Hoffenheim 33 13 12 8 68:48 20 51

 9. SV Werder Bremen 33 13 11 9 56:48 8 50

10. Hertha BSC Berlin 33 11 10 12 48:52 -4 43

11. Fortuna Düsseldorf 33 12 5 16 47:64 -17 41

12. FSV Mainz 05 33 11 7 15 42:55 -13 40

13. SC Freiburg 33 7 12 14 41:60 -19 33

14. FC Augsburg 33 8 8 17 50:63 -13 32

15. FC Schalke 04 33 8 8 17 37:55 -18 32

16. VfB Stuttgart ** 33 7 6 20 32:70 -38 27

17. Hannover 96 * 33 5 6 22 30:69 -39 21

18. 1. FC Nürnberg * 33 3 10 20 25:63 -38 19

Legende: * Absteiger, ** Relegation

34. und letzter Spieltag (18. Mai): SC Freiburg – 1. FC Nürnberg, Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen, Schalke 04 – VfB Stuttgart, Fortuna Düsseldorf – Hannover 96, Mainz 05 – 1899 Hoffenheim, Borussia Mönchengladbach – Borussia Dortmund, VfL Wolfsburg – FC Augsburg, Bayern München – Eintracht Frankfurt, Werder Bremen – RB Leipzig (alle Samstag, 15.30 Uhr)

Statistik: Zuschauer, 33. Spieltag: 406.639 Schnitt: 45.182

 Zuschauer, gesamt: 12.874.113 Schnitt: 43.347

 Tore, 33. Spieltag: 27 Schnitt: 3   

 Tore, gesamt: 932 Schnitt: 3,14

 Gelb-Rote Karten/Rote Karten, gesamt: 20/20

Torschützenliste: 22 Robert Lewandowski (Bayern) 18 Paco Alcácer (Dortmund) 17 Luka Jovic (Frankfurt) 16 Marco Reus (Dortmund), Andrej Kramaric (Hoffenheim), Timo Werner (RB Leipzig), Kai Havertz (Leverkusen) 15 Yussuf Poulsen (RB Leipzig), Ishak Belfodil (Hoffenheim)