Championat wird zur Nervenschlacht

Sport / 12.05.2019 • 22:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
David Bargehr (l.) und Vorschoter Lukas Mähr nehmen bei der 470er-EM den vierten Zwischenrang ein.OESV
David Bargehr (l.) und Vorschoter Lukas Mähr nehmen bei der 470er-EM den vierten Zwischenrang ein.OESV

David Bargehr/Lukas Mähr bei 470er-EM als Vierte auf Tuchfühlung mit Medaillenrängen.

San Remo Die Europameisterschaft der 470er-Segler vor San Remo an der italienischen Riviera entwickelt sich zu einer Geduldsprobe. Vor den entscheidenden Wettfahrten in der Goldflotte am Montag bzw. dem Medal Race am Dienstag nehmen David Bargehr und Vorschoter Lukas Mähr in der Gesamtwertung den fünften Rang ein, im EM-Klassement nimmt das YC-Bregenz-Duo den vierten Zwischenrang ein.

Nach dem Auftakt nach Maß und den Rängen eins, zwei und drei brachten die ständig wechselnden Windverhältnisse das ursprünglich geplante Programm ganz ordentlich ins Wanken. Nach dem zwölften Platz im letzten Qualifikationslauf starteten die Bregenzer mit einem sechsten Rang zum Auftakt des Goldfleets (Top 35 der Qualifikation), dann sorgte ein 28. Rang in der sechsten Wettfahrt für einen kleinen Rückschlag im Klassement. „Nach dem sechsten Platz mussten die Boote wegen zu viel Wind wieder an Land, ehe nach einigen Stunden Unterbrechung erneut bei wechselhaften Bedingungen eine weitere Wettfahrt durchgeführt werden konnte“, erklärt Vorschoter Mähr. „Es war eine wahnsinnige Wettfahrt. Einmal ist so viel Wind gekommen, dass wir auf der Kreuz fast umgeflogen sind, was im 470er äußerst selten passiert.“ Mit diesen krassen Bedingungen, inklusive starken, hin und her drehenden Böen ist das Duo dann nicht so zurechtgekommen und musste mit dem 28. Platz ein Streichresultat hinnehmen, so Mähr abschließend.

Mit insgesamt 24 Nettopunkten hat Österreichs Parade-470er-Duo drei Zähler Rückstand auf die aktuell auf Platz drei liegenden Griechen Panagiotis Mantis(Pavlos Kagilalis. Doch auch die in der EM-Wertung zweitplatzierten Spanier Jordi Xammar/Nicolas Rodriguez (19 Punkte) sowie die in Front liegenden Schweden Anton Dahlberg/Frederik Bergström liegen mit 13 Punkten nicht weit entfernt. „Wir müssen ruhig bleiben und dürfen nicht zuviel Druck aufbauen. Wir haben noch alle Trümpfe in der Hand. Wir bekommen sicher noch die Chance und müssen diese nutzen“, so Steuermann Bargehr.

Bildstein/Hussl im Olympiarevier

Während Bargehr/Mähr in die finale Phase gehen, starten heute auch die zweiten Vorarlberger Olympiakandidaten, Benjamin Bildstein und Vorschoter David Hussl ihre Medaillenjagd. Das Duo des YC Bregenz ist bis Sonntag bei der 49er-EM im Olympiarevier von 2012 vor Weymouth gefordert.

Anschließend steht für beide Vorarlberger Teams das Weltcupfinale vom 2. bis 9. Juni vor Marseille auf dem Programm.