„Es wäre komplett vermessen, wenn ich unzufrieden wäre“

Sport / 12.05.2019 • 22:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dominic Thiem lieferte im Halbfinale dem Weltranglisten-Erster und späteren Turniersieger Novak Djokovic ein packendes Duell.AFP
Dominic Thiem lieferte im Halbfinale dem Weltranglisten-Erster und späteren Turniersieger Novak Djokovic ein packendes Duell.AFP

Thiem trotz Niederlage gegen Djokovic mit seinem Madrid-Auftritt zufrieden.

Madrid Nach acht Siegen en suite hat die Nummer eins der Tennis-Herren den Lauf von Dominic Thiem gestoppt. Der Barcelona-Champion verpasste den Final-Hattrick beim Masters-1000-Event in Madrid und musste sich Topstar Novak Djokovic nach 2:22 Stunden mit 6:7(2), 6:7(4) beugen. Damit wird es vorerst nichts mit dem ersten 1000er-Titel für Thiem auf Sand, der nun in Rom die nächste Chance hat.

Thiem, der am Vortag den Grand-Slam-Rekordgewinner Roger Federer in drei Sätzen bezwungen hatte, musste sich einem ausgeruhten Djokovic im achten Duell zum sechsten Mal beugen. „Dominic ist derzeit der beste Spieler der Welt auf diesem Belag. Er hat in dieser Saison Siege gegen Rafa und Roger, er hat Barcelona gewonnen und spielt auf wirklich hohem Level. Er hat auch in Indian Wells gewonnen“, lobte der 15-fache Major-Sieger Djokovic seinen Gegner, und applaudierte bei dessen Abgang vom Platz.

Der Weltranglisten-Vierte hat trotz der Niederlage 360 ATP-Zähler sowie 312.215 Euro brutto Preisgeld geholt. In Rom könnte er mit gutem Abschneiden wieder viele Punkte sammeln, denn im Vorjahr war er nach einem Freilos gleich im ersten Match gescheitert.

Niederlage im Doppel-Finale

Während sich der 31-jährige Serbe im Anschluss im Endspiel nach 2011 und 2016 mit dem 6:3- 6:4-Erfolg gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas zum dritten Mal das ATP-Masters in Madrid holte und seinen zweiten Saisonsieg nach den Australian Open in Melbourne feierte, verpasste Thiem auch im Doppel seinen ersten Titel auf der ATP-Tour. Der 25-jährige Niederösterreicher, der mit dem Argentinier Diego Schwartzman überraschend ins Endspiel eingezogen war, verlor sein drittes Tour-Finale. Das Duo musste sich Jean-Julien Rojer/Horia Tecau (Ned/Rou) mit 2:6, 3:6 beugen.

Trotz der beiden Niederlagen gab es für Thiem keinen Grund, Trübsal zu blasen. „Wir haben ehrlich gesagt nie erwartet, dass wir das Finale erreichen“, meinte Thiem lächelnd und bilanzierte nochmals kurz. „Es war eine schöne Woche und es war auch im Einzel eine sehr schöne und erfolgreiche Woche. Ich verlasse Madrid mit vielen positiven Eindrücken.“