eishockey wm in Bratislava und kosice

13.05.2019 • 21:01 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Schweiz-Legionär Fabio Hofer hofft im Duell mit dem Nachbarn auf eine gute Vorstellung seiner Mannschaft.GEPA
Schweiz-Legionär Fabio Hofer hofft im Duell mit dem Nachbarn auf eine gute Vorstellung seiner Mannschaft.GEPA

Österreich im Duell mit dem Nachbarn klarer Außenseiter.

Bratislava Das erste WM-Wochenende war für Österreichs Eishockey-Nationalteam erfolglos. Auch heute (20.15 Uhr live ORF Sport+) wäre ein Punktegewinn eine Überraschung, wartet doch mit der Schweiz der Vizeweltmeister, der in Bratislava auf dem besten Weg ins Viertelfinale ist. Hoffnung gibt allerdings ein Blick in die jüngere Vergangenheit.

Die ÖEHV-Auswahl hat in den vergangenen zwei WM-Duellen mit den Eidgenossen eine sehr gute Figur gemacht: 2015 in Prag gab es einen 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen, im Vorjahr in Kopenhagen eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung. „Die Schweizer sind Vizeweltmeister, einen Penaltyschuss weg vom Weltmeistertitel“, erinnerte Teamchef Roger Bader an die Erfolgsgeschichte seiner Heimat im Vorjahr. „Das ist eine absolute Topmannschaft, die das Halbfinale zum Ziel hat. Man muss wissen, gegen wen es geht, nicht dass man denkt, im Vorjahr haben wir einen Punkte geholt und dieses Mal sind es zwei. Natürlich versuchen wir es wieder, aber wer der Favorit ist, ist klar“, betonte der Schweizer.

Hoffen auf den Torhüter

Um erfolgreich zu sein, muss alles zusammenpassen, weiß Bader und gab gleich die Taktik vor: „Einfaches, geradliniges Eishockey, diszipliniert, man muss härter kämpfen und hoffen, dass der Torhüter eine überragende Partie spielt. Die Torhüterleistungen waren gut, aber ich bin noch nicht ganz zufrieden. Um einen Favoriten zu schlagen, brauchen wir nicht nur eine gute, sondern eine Weltklasseleistung.“

Ob David Kickert oder Bernhard Starkbaum den Vorzug erhält, ließ der Teamchef offen. Bei den Feldspielern wird es auf jeden Fall Änderungen geben. Alexander Cijan und der 19-jährige Schweiz-Legio­när Benjamin Baumgartner (Davos) wurden offiziell genannt. „Die Chance ist gut, dass einer oder beide zum Einsatz kommen“, kündigte Bader an und ließ durchklingen, dass Baumgartner sein WM-Debüt geben wird.

Die Spieler hoffen auf eine neuerliche Überraschung, sind aber realistisch. „Bei den letzten zwei A-WM haben wir gegen sie gut gespielt und jedes Mal Punkte geholt. Heuer haben sie aber sicher einen stärkeren Kader als in letzten Jahren“, sagte Dominique Heinrich.

So stehen Teamchef Patrick Fischer fünf der 13 Schweizer NHL-Spieler zur Verfügung. Darunter Roman Josi, Kapitän der Nashville Predators und einer der besten Abwehrspieler, und der 20-jährige Center Nico Hischier, der 2017 von den New Jersey Devils als erster Schweizer als Nummer eins im NHL-Draft gewählt worden ist.

Den Schweizern ist der Einstieg in die WM mit zwei Siegen geglückt, sie bleiben aber zurückhaltend. Die Österreicher „haben zweimal gespielt und zweimal verloren, sie sind sicher nicht happy. Wir hatten gegen sie im Vorjahr ein schwieriges Startspiel. Sie sind läuferisch gut, sie kämpfen, wir müssen aufpassen“, sagte Fischer. „Es darf diesmal nicht passieren, dass wir während des Spiels plötzlich nachlassen. Wir müssen den Rhythmus 60 Minuten lang hochhalten“, forderte Michael Fora, Clubkollege von Dominic Zwerger und Fabio Hofer bei Ambri-Piotta.

Mark Stone erzielte unmittelbar vor der Schlusssirene den 6:5-Siegtreffer für Kanada in der Partie gegen die Slowakei.AFP
Mark Stone erzielte unmittelbar vor der Schlusssirene den 6:5-Siegtreffer für Kanada in der Partie gegen die Slowakei.AFP

Gruppe A

USA – Finnland 3:2 n.V. (2:1, 0:1, 0:0, 1:0)

Tore: Skjei (1.), Gaudreau (11.), Larkin (64.) bzw. Pesonen (20.), Ojamaki (40./PP)

Slowakei – Kanada 5:6 (2:2, 2:3, 1:1)

Tore: Sukel (8., 52.), Liska (9., 26.), Nagy (22.) bzw. Mantha (17.), Theodore (19./PP), Marchessault (28./PP), Cirelli (29.), Stecher (37.), Stone (60./PP).

Tabelle

1. Finnland 3 2 0 1 0 9: 6 + 3 7

2. Kanada 3 2 0 0 1 15: 8 + 7 6

3. Deutschland 2 2 0 0 0 5: 2 + 3 6

4. USA 3 1 1 0 1 11: 7 + 4 5

5. Slowakei 3 1 0 0 2 11:11 +/- 0 3

6. Dänemark 2 0 1 0 1 6: 6 +/- 0 2

7. Frankreich 2 0 0 1 1 5:12 – 7 1

8. Großbritannien 2 0 0 0 2 1:11 – 10 0

Am Dienstag spielen: Großbritannien – Dänemark, 16.15 Uhr; Deutschland – Frankreich, 20.15 Uhr

Gruppe B

Russland – Tschechien 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)

Tore: Andronow (14.), Gusew (33.), Saizew (60./EN)

Norwegen – Schweden 1:9 (0:3, 0:5, 1:1)

Tore:Trettenes (52.) bzw. Wennberg (1., 30.), Hornqvist (7.), Nylander (19.), Kempe (23., 27.), Ekman-Larsson (26.), Eriksson (39./PP), Lindblom (58.)

Tabelle

1. Russland 3 3 0 0 0 13: 2 + 11 9

2. Schweden 3 2 0 0 1 19: 6 + 13 6

3. Schweiz 2 2 0 0 0 12: 1 + 11 6

4. Tschechien 3 2 0 0 1 12: 7 +  5 6

5. Lettland 2 2 0 0 0 6: 5 +  1 3

6. Österreich 2 0 0 0 2 2:10 -  8 0

7. Norwegen 3 0 0 0 3 5:21 – 16 0

8. Italien 2 0 0 0 2 0:17 – 17 0

Am Dienstag spielen: Italien – Lettland, 16.15 Uhr;

Schweiz – Österreich, 20.15 Uhr