Hypomeeting vom Weltverband gewürdigt

Sport / 14.05.2019 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Deutsche Carolin Schäfer führt mit der Bestmarke von 6836 Punkten die Starterliste im Siebenkampf an. Nach zwei zweiten und einem dritten Rang hat die 27-Jährige bei ihrer siebten Götzis-Teilnahme das oberste Podest der Siegerehrung im Visier. GEPA

45. Mehrkampfmeeting am 25./26. Mai in Götzis mit Rekordbudget und hochkarätigem Starterfeld.

Götzis Trotz der verletzungsbedingten Absage von 2016-Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Nafissatou Thiam und des Fehlens von Weltrekordhalter Kevin Mayer aus persönlichen Gründen dürfen sich die Leichtathletikfans im Dreiländereck auch bei der 45. Auflage des Hypomeetings am 25./26. Mai in Götzis wieder auf Sport der absoluten Weltspitze freuen. Der Stellenwert von Vorarlbergs hochkarätigstem Sportevent wurde in diesen Tagen auch vom Weltleichtathletikverband (IAAF) in besonderer Form gewürdigt. Beim IAAF-Council in Yokohama wurde dem Hypomeeting durch Präsident Lord Sebastian Coe der IAAF World Athletics Heritage Plaque verliehen. Das Hypomeeting erhielt diesen Award in der Kategorie Veranstalter und steht damit auf einer Ebene der Weltklasse wie Zürich, das ISTAF Berlin oder der Boston Marathon. Hypo-Vorstand Dr. Johannes Hefel: „Wir sind mittlerweile seit 35 Jahren Hauptsponsor des Meetings, und so eine weltweite Auszeichnung und Anerkennung zeigt, dass diese langfristige und vertrauensvolle Beziehung ein richtiger Schritt war, auf den wir berechtigt stolz sind.“

Budget auf 633.700 Euro aufgestockt

Neben der Auszeichnung, deren Überreichung im Herbst erfolgen wird, konnte sich OK-Chef Christoph Kathan knapp zehn Tage vor dem Start aber auch über weitere Wertschätzungen freuen. Nicht zuletzt dank der Unterstützung der in Dornbirn ansässigen Heron Innovations Factory, mit Gründer, Eigentümer und Geschäftsführer Christian Beer an der Spitze, konnte das Budget der 2019-Auflage um 6,5 Prozent auf 633.700 Euro aufgestockt werden. „Christian Beer war selbst Leichtathlet und wurde vor wenigen Tagen als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet. Wenn solche Fachleute den Stellenwert des Meetings erkennen, ist dies schon eine Wertschätzung, die wir nicht oft erfahren dürfen. Gleichzeitig ist es aber auch die Bestätigung für unsere Arbeit“, so Kathan. Daneben ist es der Führungsriege des Hypomeetings gelungen, nach 15-jährigen intensiven Bemühungen eine Steigerung bei der Subvention des Sportministeriums zu realisieren.

Publikumsliebling Damian Warner aus Kanada strebt beim Hypomeeting den dritten Sieg in Serie und insgesamt fünften Götzis-Triumph an. GEPA

Aus sportlicher Sicht zeigt sich Walter Weber, zuständig für die Verpflichtung der Athleten, zuversichtlich, dass auch 2019 wieder zwei Tage Mehrkampfsport auf allerhöchstem Niveau zu sehen sein wird. „Ich rechne mit jeweils 36 Teilnehmern im Sieben- und Zehnkampf. Abgesehen von Thiam und Mayer bzw. sofern nicht verletzt, wird alles, was Rang und Namen hat in der Mehrkampfszene, vertreten sein. Ideal wäre natürlich, wenn wir unsere Nummer-eins-Position in der IAAF Combined Events Challenge aus den letzten beiden Saisonen erfolgreich verteidigen könnten.“

Traditionell stark vertreten wie immer ist Deutschland. Besonders gespannt sein darf man auf Carolin Schäfer, die mit ihren 6836 Punkten nun die Starterliste im Siebenkampf anführt und sich bei ihrer siebten Götzis-Teilnahme erstmals in die ewige Bestenliste eintragen will.

Nach der verletzungsbedingten Absage von 2018-Europameister Arthur Abele führen 2015-Sieger Kai Kazmirek und Rico Freimuth das DLZ-Zehnkampfteam an. Mit Mathias Brugger, Tim Nowak und Manuel Eitel sind drei Athleten des SSV Ulm dabei. Der 22-jährige Eitel zeigte 2018 groß auf, als er beim Meeting in Talence Götzis-Seriensieger und Publikumsliebling Damian Warner im 100-m-Sprint im direkten Duell besiegte.

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