Spiel war lange offen, am Ende stand es 0:4

14.05.2019 • 21:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Markus Schlacher, Alexander Pallestrang und David Kickert haben gegen Vincent Praplan und Raphael Diaz alle Hände voll zu tun.reuters
Markus Schlacher, Alexander Pallestrang und David Kickert haben gegen Vincent Praplan und Raphael Diaz alle Hände voll zu tun.reuters

Österreich gegen die Schweiz ohne Chance.

Bratislava Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft steht bei der WM in der Slowakei nach drei Spielen mit leeren Händen da. Nach Lettland und Russland musste sich die ÖEHV-Auswahl in Bratislava auch Vizeweltmeister Schweiz mit 0:4 (0:1,0:0,0:3) geschlagen geben.

Die Mannschaft von Roger Bader lieferte den mit fünf NHL-Spielern angetretenen Eidgenossen einen beherzten Kampf, spielte vor dem starken Torhüter David Kickert defensiv diszipliniert und hielt die Partie bis in die Schlussphase offen. Dank Treffern von Kevin Fiala (20.), Roman Josi (54.), Philipp Kurashev (59./PP) und Sven Andrighetto (60./PP2) feierten die Schweizer aber verdient ihren dritten Sieg und sind auf bestem Weg ins Viertelfinale.

Die Österreicher sind auch in der nächsten Partie am Donnerstag (16.15 Uhr) gegen Titelverteidiger Schweden krasser Außenseiter, ehe am Freitag (16.15) mit Norwegen ein Gegner wartet, der auf Augenhöhe sein könnte.

Bader gab Kickert im Tor den Vorzug und verhalf dem 19-jährige Center Benjamin Baumgartner zu einem sehr gelungenen WM-Debüt. Auch Alexander Cijan kam erstmals bei diesem Turnier zum Einsatz, die beiden Stürmer ersetzten den angeschlagenen Konstantin Komarek sowie Thomas Hundertpfund.

Gegentor in der Schlussminute

Neu aufgestellt spielten die Österreicher ein starkes erstes Drittel. Die Schweizer kamen nur zu wenigen Chancen, das Penalty-Killing funktionierte und Kickert war ein sicherer Rückhalt. In der Schlussminute allerdings schlugen die Eidgenossen im Konter durch ihre zwei gefährlichsten Angreifer zu: Nico Hischier bediente Fiala, der sofort abzog und zum 1:0 traf.

Im Mitteldrittel erhöhte der Favorit den Druck, Raffl und Co. kamen kaum mehr vor das Schweizer Tor. Dank Kickert ging es aber mit nur einem Tor Rückstand ins Schluss­drittel. In der 54. Minute fiel aber die Entscheidung durch einen Schuss von Josi, der von Manuel Ganahl abgefälscht wurde. Im Finish trafen die Schweizer noch zweimal im Powerplay.

„Wir haben uns durch dumme Strafen mehr und mehr den Spielfluss nehmen lassen.“

Eishockey

A-WM Slowakei

Schweiz: Berra; Weber, Josi J. Moser, Diaz Frick, Loeffel, Fora; Fiala, Hischier, Praplan, Martschini, Kuraschew, Hofmann Scherwey, Haas, Andrighetto Ambühl, Bertschy, S. Moser; Rod

Österreich: Kickert; Schlacher, Pallestrang, Schuming, Heinrich, Peter, Wolf Unterweger, Strong; Ganahl, Herburger, Schneider, Th. Raffl, M. Raffl, Hofer Haudum, Baumgartner, Zwerger, Cijan, Rauchenwald, Obrist