Koepka geht den nächsten Coup an

Sport / 15.05.2019 • 21:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit Brooks Koepka ist bei den Major-Golfturnieren immer zu rechnen. Bei den PGA-Championships in New York ist er der Titelverteidger.pa
Mit Brooks Koepka ist bei den Major-Golfturnieren immer zu rechnen. Bei den PGA-Championships in New York ist er der Titelverteidger.pa

Der Titelverteidiger und Woods sind in New York die Favoriten.

New York Vier Wochen nach seinem Sensationscomeback beim Masters sind auch beim zweiten Golf-Major des Jahres 2019 alle Augen auf Tiger Woods gerichtet. Der US-Superstar geht als 15-facher Grand-Slam-Gewinner in die heute beginnende 101. PGA Championship in Bethpage auf Long Island in New York. Favorit und Titelverteidiger ist aber US-Landsmann Brooks Koepka.

Spezialist für die MAjors

Die PGA Championship ist jenes Turnier, bei dem ein Österreicher bisher am nächsten dran war am ersten Major-Sieg. 2014 war Bernd Wiesberger in Louisville als Zweiter mit nur einem Schlag Rückstand auf Rory McIlroy in die Schlussrunde gegangen, dann aber 15. geworden. Schlaggleich übrigens mit dem damals noch sieglosen Koepka.

Mittlerweile ist der auf der Europa-Tour groß gewordene Koepka auf der US-Tour vom No-Name zum Star avanciert, sorgt regelmäßig mit markigen Sprüchen und Model-Fotos für Aufsehen. Und er gilt als Major-Spezialist. Der 29-Jährige hat abseits der Grand Slams zwei Siege auf der PGA-Tour stehen, aber drei der vergangenen acht (bei einem fehlte er) Majors gewonnen und war zuletzt beim Masters Zweiter hinter Woods.

Das hat den lange wenig wahrgenommenen Koepka 2018 zum Weltranglisten-Ersten gemacht, derzeit ist er Dritter. Sein Erfolgsgeheimnis: „Nicht stressen lassen, im Moment bleiben. Versuche erst gar nicht, es zu gewinnen, sondern lass einfach los und hänge so richtig ab. Dann werden gute Sachen passieren.“

Koepka bildet in Bethpage an den ersten beiden Tagen den Top-Flight mit Masters-Sieger Woods und British-Open-Gewinner Francesco Molinari und peilt die erste erfolgreiche Titelverteidigung bei der PGA Championship seit Woods 2007 an. Die US Open hat Koepka zuletzt zwei Mal in Folge gewonnen.

Im richtigen Moment in Form sein

Koepkas Sieg-Kalkulation war typisch für die forsche Art des 29-Jährigen aus Florida. „156 Spieler sind am Start. 80 von ihnen lasse ich hinter mir. Vom Rest spielt die Hälfte danach nicht gut, also bleiben etwa 35 übrig, die es letztlich zu schlagen gilt. Viele von denen verspüren aber riesigen Druck, also bleiben am Ende nur noch wenige über, die man besiegen muss“, sagte er. „Wenn du es schaffst, im richtigen Moment in Form zu sein, ist es bei den Majors manchmal am leichtesten, zu gewinnen“, strotzte Koepka vor Selbstbewusstsein. „Die Hälfte der Spieler schießt sich aus Nervosität sowieso selbst aus dem Turnier. Ich sehe keinen Grund, nicht noch einmal zu gewinnen.“

Selbst Superstar Woods gab sich da vergleichsweise zurückhaltend. Er weiß, dass er mit 43 Jahren nicht mehr der Jüngste ist. „Ob ich in Zukunft wieder dominieren kann, wird man sehen. Ich muss mir die besten Möglichkeiten geben, brauche also auch längere Pausen.“

„Nicht stressen lassen. Versuche erst gar nicht, zu gewinnen. Lass einfach los.“