Gereizte Stimmung bei Manchester City vor dem UEFA-Urteil

16.05.2019 • 19:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
City-Kapitän Vincent Kompany und Co. droht die Aberkennung des Titels. afp
City-Kapitän Vincent Kompany und Co. droht die Aberkennung des Titels. afp

Bestrafung wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play steht bevor.

Manchester „Der Chefermittler der Finanzkontrollbehörde hat sich nach Absprache mit den anderen Mitgliedern der unabhängigen Untersuchungskammer entschieden, Manchester City nach Abschluss der Untersuchungen an die Rechtsprechende Kammer zu verweisen“, verkündete die UEFA in einer kurzen Pressemitteilung. Chefermittler in der Causa war der ehemalige belgische Regierungschef Yves Leterme. Zu den genauen Erkenntnissen der am 7. März gestarteten Untersuchung machte die UEFA indes keine Angaben.

Dem Klub droht ein Ausschluss von den europäischen Bewerben, es könnte aber auch zu einem Punkteabzug, Transfersperren oder einer Geldstrafe kommen. 2014 war City bereits wegen Financial-Fair-Play-Verletzungen eine Geldstrafe aufgebrummt worden. In einem Statement von Manchester City heißt es, der Klub sei „enttäuscht, aber nicht überrascht von der plötzlichen Ankündigung“. Die Anschuldigungen seien „zur Gänze falsch“, die Entscheidung beinhalte „Fehler, Fehlinterpretationen und Irrtümer“, der gesamte Prozess sei „unausgewogen und feindlich“. Der Klub sei von einem positiven Ergebnis überzeugt, „wenn die Angelegenheit von einer unabhängigen Rechtseinrichtung“ untersucht würde.

Die Premier League prüft derzeit ebenso Verstöße der „Sky Blues“ gegen die Finanzbestimmungen der Liga, die jedoch weniger streng sind als jene der UEFA. Nichtsdestotrotz ist im Regelbuch der Premier League auch der Abzug von Punkten als Sanktionsmöglichkeit festgehalten. Das könnte in letzter Konsequenz dazu führen, dass Manchester City seinen soeben erst gewonnenen Meistertitel verliert.

Die UEFA hatte ihre Ermittlungen am 7. März aufgenommen. „Der Spiegel“ hatte zuvor über Enthüllungen der Plattform Football Leaks berichtet, wonach Man City systematisch die Regeln des Financial Fair Play und Bestimmungen zu Jugendspielern und Inhaberschaft von Dritten umgangen haben soll.