Thiem nach Niederlage stinksauer

16.05.2019 • 16:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rom war für Dominic Thiem eine bittere Erfahrung, abseits der Niederlage.reuters
Rom war für Dominic Thiem eine bittere Erfahrung, abseits der Niederlage.reuters

Harsche Kritik am Veranstalter nach Aus in Rom.

Rom So verärgert hat man den sonst so bescheidenen und ruhigen Dominic Thiem noch selten gesehen. Weniger die knappe 6:4, 4:6, 5:7-Niederlage gegen Fernando Verdasco wurmte den 25-jährigen Weltranglisten-Vierten, als vielmehr die Vorgeschichte beim Masters-1000-Turnier. Allen voran die Tatsache, dass man die Spieler am Mittwoch trotz absehbar anhaltenden Regens bis zum letzten Moment auf der Anlage behalten hat.„Ich bin sehr schwer verärgert, denn mir taugt es einfach nicht, wie mit uns Spielern bei dem Turnier umgegangen wird. Gestern war für mich eine bodenlose Frechheit, weil jeder Spieler und jedes Wetter-Radar gewusst hat, dass es gestern unmöglich war, auch nur einen Tennisball zu spielen“, echauffierte sich Thiem. Man habe die Spieler so lange auf der Anlage behalten und die Matches exakt dann gecancelt, bis der italienische Fußball-Cup im sehr nahe an der Tennis-Anlage gelegenen Olympiastadion begonnen habe.

Das zu erwartende Verkehrschaos hat dann sein Übriges getan, denn der Transfer von der Anlage ins Hotel hat laut Thiem auch noch fast zwei Stunden gedauert. „Das ist für mich extrem schlecht organisiert. Ich war irgendwann spät im Bett und mich dann um 10.00 Uhr auf den Platz zu holen, ist auch witzlos, finde ich.“ Über die durch den Regen entstandene Ansetzung von zwei oder drei Matches am Tag würde er sich hingegen nie beschweren. Die Italian Open haben für ihn schon am ersten Tag nach seiner Ankunft Sonntagmitternacht aus Madrid schlecht begonnen. „Ich musste dann am Montag so viele Dinge fürs Turnier machen, was mich auch nicht stört und dazu gehört, aber dass ich dann nicht mehr als eine Stunde allein am Trainingsplatz kriege, weil sie einfach nicht genug haben da, ist eines 1000er-Turniers nicht würdig.“

Dass diese Vorgeschichte für ihn keine gute Vorbereitung war, wollte Thiem schon angemerkt wissen. „Wenn man von so vielen anderen Sachen abgelenkt wird und leer gemacht wird im Kopf, für die wir diesmal nichts können. Es gibt auch Sachen, wo ich mich selbst in die Schuld nehme.“