Mit Cleverness alle Restzweifel beseitigt

Sport / 17.05.2019 • 22:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Thomas Weber, Gerald Zeiner (oben) und Dominik Schmid (unten) erzielten zusammen 18 der 29 Hard-Tore beim Finaleinzug. GEPA
Thomas Weber, Gerald Zeiner (oben) und Dominik Schmid (unten) erzielten zusammen 18 der 29 Hard-Tore beim Finaleinzug. GEPA

Alpla HC Hard zieht mit 29:25-Heimsieg in Finalserie ein und trifft dort ab 25. Mai auf Krems.

Hard Der Alpla HC Hard steht zum siebten Mal in den letzten acht Saisonen im Endspiel der Spusu Handball Liga. In entscheidenden Duell der Best-of-three-Halbfinalserie setzte sich die Equipe von Cheftrainer Klaus Gärtner zu Hause gegen West Wien mit 29:25 (14:12) durch. Gegner in der erstmals im Best-of-five-Modus ausgetragenen Titelentscheidung ist Krems, das als Sieger der Bonusrunde im Auftaktspiel am 25. Mai Heimrecht hat.

Zeiner führte glänzend Regie

Wie schon beim 26:25 vor einer Woche an selber Stelle und dem 22:29 drei Tage später in Wien generierten die Roten Teufel vom Bodensee unter der Regie von Gerald Zeiner von der ersten Sekunde an zahlreiche Torchancen. Dass die Hausherren trotzdem mit 7:9 (18.) im Hintertreffen lagen, lag einzig daran, dass man in puncto Wurf­effektivität noch nicht sein Maximum ausschöpfte. Wie es geht, zeigte dann der nach einer Viertelstunde eingewechselte Dominik Schmid. Der Kapitän übernahm Verantwortung, sorgte mit einem Doppelschlag innert einer Minute für die 10:9-Führung (10:9) und stellte seine Wichtigkeit zum richtigen Zeitpunkt in eindrucksvoller Manier unter Beweis. Doch auch der Rest der Mannschaft zeigte, dass man wie von Cheftrainer Klaus Gärtner gefordert, die Lehren aus den vorangegangenen Duellen gezogen hat. In der Deckung wurden die Räume eng gemacht und im Angriff weiter flüssig kombiniert und geduldig auf die finale Chance gewartet.

Nie die Linie verloren

Nach dem Kabinengang waren es dann erneut die Roten Teufel, die sich trotz Unterzahl nicht aus dem Konzept bringen ließen und mit ihrem Zwischenspurt auf 20:14 (39.) die ohnehin schon ohrenbetäubende Stimmung in der Halle noch einmal nach oben schraubten. Wer zu diesem Zeitpunkt an einen ähnlichen Spielverlauf wie vor einer Woche dachte, als die Harder 20:13 vorne lagen und die Partie fast noch aus der Hand gegeben hatten, sah sich getäuscht. Egal was West Wien versuchte, der überragend agierende Gerald Zeiner hatte stets die passende Antwort. Daneben war es aber auch Goalie Golub Doknic, der die letzten Hoffnungen der Wiener zerstörte und seinen Beitrag zum 29:25-Erfolg und dem damit verbundenen Finaleinzug leistete. „Ich ziehe den Hut vor der gesamten Mannschaft. Die Jungs haben wirklich einen Riesenjob erledigt und dürfen stolz sein“, betonte Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner unmittelbar nach dem Abpfiff. „Wir konnten im richtigen Moment die entscheidenen Nadelstiche setzen und haben nie unsere Linie verloren. Ein Sonderlob gebührt Spielmacher Gerald Zeiner. Trotz der verständlichen Freude gehen wir aber als Außenseiter in die Finalserie gegen Krems“, so Gärtner abschließend.

Handball

Spusu Liga 2018/19

Halbfinale (Best of three), 3. Spiel  

Alpla HC Hard – SG Handball West Wien 29:25 (14:12)

Sporthalle am See, SR Brkic/Jusufhodzic

Zweiminutenstrafen: 8 bzw. 5; Rote Karte: 32. Horvat (3×2)

Torfolge: 4. 1:3, 10. 3:5, 15. 7:7, 18. 7:9, 22. 10:9, 29. 13:11, 35. 17:12, 39. 20:14, 42. 21:18, 45. 23:18, 50. 24:20, 56. 26:22

Alpla HC Hard: Hurich, Doknic; Hermann, Wurst, Surblys, Dominik Schmid (6), Raschle (1), Zivkovic (4), Schiller, Zmavc, Schwärzler,

Knauth (1), Weber (5), Zeiner (7/3), Schweighofer (4), Horvat (1)

SG Handball West Wien: Uvodic, Kaiper; Seitz (1), Führer (2),

Helgarson (4), Elias Kofler (1), Ragnarsson, Meleschnig, Schiffleitner, Jelinek (3), Pratschner (5/1), Schuster, Ranftl (4), Kristjansson (4/1), Fuchs, Samuel Kofler (1)

2. Spiel (13. Mai)

SG Handball West Wien – Alpla HC Hard  29:22 (14:12)

1. Spiel (10. Mai)

Alpla HC Hard – SG Handball West Wien  26:25 n. V. (23:23, 15:11)

2. Spiel (14. Mai)

HC Fivers WAT Margareten – UHK Krems 28:30 (17:14)

1. Spiel (11. Mai)

UHK Krems – HC Fivers WAT Margareten  30:26 (14:9)

 

Finale (Best of five): 25. 5., 28. 5., 1. 6.

 und falls nötig 4. und 8. 6. (alle vorest 20.20 Uhr)

Erklärung: Heimvorteil in der ersten, dritten und möglichen fünften Begegnung hat der UHK Krems als Erster und besser klassiertes Team nach der Bonusrunde (Play-off).