Ein Dreier, vierTore und viel Abschiedsjubel bei Altacher Sieg über Hartberg

Sport / 18.05.2019 • 19:50 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Jubeln hieß es für die SCRA-Spieler im letzten Saisonheimspiel. Emanuel Schreiner (Zweiter von links) eröffnete den Torreigen. gepa
Jubeln hieß es für die SCRA-Spieler im letzten Saisonheimspiel. Emanuel Schreiner (Zweiter von links) eröffnete den Torreigen. gepa

Mit einem Heimsieg über Hartberg schloss der Cashpoint SCR Altach die Heimsaison. Leider ist der EL-Quali-Platz trotz dem 3:0 nicht mehr möglich, weil auch Mattersburg gewann.

Altach Ein Riesentransparent mit „Danke, Hannes Aigner“ und „Andreas-Lienhart“-Sprechchöre von den Fanrängen und ein wunderschöne Abschiedsstimmung nach dem Match: Aigner, Prokopic, Grbic, Mahop, Zech und Lienhart wurden verabschiedet und das ganz Stadion applaudierte.

Spielerisch zeigte die Mannschaft eine der besten ersten Halbzeiten in dieser Saison. Mit einem variablen Positionsspiel, Pässen in die Tiefe und viel Laufarbeit geigte die Elf von Alex Pastoor auf. Gegner Hartberg wurde zeitweise in der eigenen Hälfte eingeschnürt, allein die Chancenauswertung war nicht optimal. Schon nach elf Minuten war es Mergim Berisha, der erst im letzten Augenblick von Hartberg-Keeper Renbe Swete und Kapitän Siegfried Rasswalder gestoppt wurde. Nur wenig später aber war es soweit, als Emanuel Schreinrer seine technischen Feinheiten auspackte. Nach Pass von Berisha, der zuvor noch vergeblich Elfmeter reklamiert hatte (12.), war es Schreiner, der erst Michael Huber umkurvte und dann eiskalt, vorbei ein Swete verwandelte – 1:0 (14.).

Der Sieg war sicherlich verdient, auch wenn wir nach der Halbzeit etwas unkonzentriert waren.

Alex Pastoor, Trainer Cashpoint SCR Altach

Mit dem Führungstreffer war der Hunger der Altacher aber noch nicht gestillt. Angetrieben von Manfred Fischer, Marco Meilinger und Schreiner spielten die Heimischen weiter in Richtung Hartberg-Tor. Und nur Goalie Rene Swete hatten es die Steirer am Ende zu verdanken, dass es zur Halbzeit nur 1:0 für Altach hieß. So parierte er in der 23. Minute einen Berisha-Kopfball in extremis (18.), ein wenig später aber hatte auch er Glück, dass Schreiner nach einer Traumkombination den Ball aus kurzer Distanz neben das Tor setzte (23.). All das war Ausdruck einer einseitigen Angelegenheit. Denn Altach spielte groß auf, im Gegensatz zum letzten Heimspiel gegen die Admira, war man schon von Beginn an voll präsent.

Konter brachte die Entscheidung

Nach der Pause agierten die Gäste aggressiver, Altach war plötzlich gezwungen zu reagieren anstatt zu agieren. Dennoch hatten die Heimischen die erste Chance, doch ein Schuss von Anderson, nach Alleingang, wurde von Swete pariert (46.). Nur Sekunden danach war es erneut der Schlussmann der Steirer, der nach einem Querpass vor dem einschussbereiten Simon Piesinger klärte. Auf der anderen Seite vermochte Rajko Rep die erste Unsicherheit in der Abwehr der Gastgeber nicht zu nützen. Nach einem Rückpass kam Martin Kobras zu spät und Rep, der den Ball serviert bekam, schoss am leeren Tor vorbei (50.). Nach einer Stunde dann ein Doppeltausch: Berisha und Karic gingen und Felix Luckeneder sowie Christian Gebauer waren nun im Spiel. Doch gefährlicher waren nun die Gäste, weil Altach seine Konter nicht sauber fertigspielte. Torhüter Martin Kobras hielt schließlich die Null fest, als er nach 66 Minuten mit dem Fuß einen Flecker-Schuss entschärfte. Dann allerdings explodierte Christian Gebauer. Nach einem Fehler von Jürgen Heil zog Gebauer das Tempo an, spielte auf Piesinger und der legte an der Strafraumgrenze auf für Manfred Fischer, der gegen seinen Ex-Klub zum 2:0 einnetzte (71.). Für einen absoluten Hingucker sorgte dann Jan Zwischenbrugger, der wie Schreiner diese Woche in Altach verlängerte. Nach einem tollen Heber von Sanogo rettete er artistisch für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie (79.). Und dann war es Gebauer, der einen perfekten Konter über Meilinger und Anderson den Ball aus kurzer Distanz ins kurze Ecke einschoss – 3:0 (83.). Hartberg-Goalie Swete hatte am Ende (90.) dann Glück, als er den durchbrechenden Gebauer mit Foul an der Strafraumgrenze stoppte, aber noch Gelb statt Rot sah. Den Endstand fixierte Kovacevic in der Nachspielzeit.

Alle Details zum Spiel gibt es hier.

tipico Bundesliga 2018/19

Cashpoint SCR Altach – TSV Hartberg 3:1 (1:0)

Cashpoint Arena, 4701 Zuschauer, SR Grobelnik (W)

Torfolge: 14. 1:0 Schreiner, 71. 2:0 Fischer, 83. 3:0 Gebauer, 90./+ 4 3:1 Kovacevic

Gelbe Karten; 45. Huber, 76. Heil, 90. Swete (alleHartberg/alleFoulspiel)

Cashpoint SCR Altach: Kobras; Anderson, Zech, Zwischenbrugger, Karic (60. Luckeneder); Oum Gouet, Piesinger, Fischer, Schreiner; Meilinger, Mergim Berisha (59. Gebauer)

TSV Hartberg: Swete; Blauensteiner (68. Christoph Kröpfl), Huber, Rotter, Rasswalder; Tobias Kainz (51. Kovacevic), Tobias Kainz (25. Sanogo), Sittsam, Heil; Flecker, Tadic, Rep