Karate-Ass Bettina Plank hamstert weiter wichtige Punkte für Olympia

Sport / 20.05.2019 • 07:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die WM-Dritte und Vizeeuropameisterin Bettina Plank (links) in Action.Martin Kremser/Karate Austria

Die WM-Dritte und Vizeeuropameisterin Bettina Plank (links) in Action.Martin Kremser/Karate Austria

Feldkircherin in Istanbul Dritte. 315 Punkte für Tokio-Qualifikation.

Istanbul Vize-Europameisterin Bettina Plank hat ihre Medaillen-Serie in diesem Jahr prolongiert. Nach Silber bei der Karate-EM und Bronze in der Premier League holte die Feldkircherin auch beim Serie- A-Turnier in Istanbul Bronze in der Klasse bis 50 Kilogramm.
Im entscheidenden Kampf um die Medaille konnte sich die 27-Jährige gegen Karate-Legende Alexandra Recchia (30) aus Frankreich durchsetzen. Die Heeressportlerin besiegte die fünffache Weltmeisterin, zweimale Europameisterin und World-Games-Siegerin mit 2:1.

Schritt für Schritt

Recchia war mit zwei Siegen in den Trostrunden und somit einem positiven Lauf zum Bronzekampf angetreten. „Nach dem ersten Abtasten hatte ich aber das Gefühl, ich sei schneller als sie“, schilderte Plank unmittelbar nach dem Kampf. Aus einem Konter ging das Vorarlberger Aushängeschild mit einem Gyaku-Zuki Chudan, also einer Fausttechnik gegen die Körpermitte der Gegnerin, mit 1:0 in Führung. „Nach ihrem Ausgleich zum 1:1 ist mir diese Technik noch einmal gelungen“, kann Plank zufrieden auf den Kampf gegen die Französin zurückblicken. Recchia hatte nach einer Sehnenverletzung zuletzt in Rabat nach fünf Monaten Pause ihr Comeback gegeben.

„Ich setze einen Schritt nach dem anderen mit dem großen Ziel Olympische Spiele 2020.“

Bettina Plank, Karate-Vize-Europameisterin


„Ich bin sehr froh, dass mir seit der EM der Knopf aufgegangen ist“, kommentiert die FH-Studentin für Soziale Arbeit, die bereits an ihrer Bachelor-Arbeit werkt, ihre dritte Medaille in Folge. „Es ist ein großer Lernprozess für mich, Dinge, die ich nicht beeinflussen kann, liegen zu lassen. Eine Niederlage hat mich oft wochenlang beschäftigt, jetzt setze ich einfach einen Schritt nach dem anderen mit dem großen Ziel Olympische Spiele in Tokio 2020.“

Medaillenübergabe verpasst

Die Medaillenübergabe musste Bettina Plank auslassen, weil der Flieger Richtung Österreich schon wartete. Diese Woche steht für die Wahl-Linzerin wieder Trainings­alltag im Olympiazentrum Oberösterreich auf dem Programm, ehe am Wochenende ein wichtiger privater Termin daheim im Ländle ansteht: Am Samstag wird nämlich der 30er von Bettina Planks Schwester Nadja gemeinsam gefeiert.