Ein Spiel, aber nicht den Titel verloren

Sport / 26.05.2019 • 22:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Alpla HC Hard nach 27:29 in Krems in der Best-of-five-Finalserie unter Zugzwang.

Krems „Kopf hoch Jungs, wir haben gerade das erste Finalspiel, aber noch nicht den Titel verloren.“ Unmittelbar nach Spielende versuchte Hard-Kapitän Dominik Schmid die positiven Dinge der Niederlage in den Vordergrund zu rücken. Zum Auftakt der Best-of-five-Finalserie in der Spusu Liga im Handball blieb vorerst einmal die Rangordnung der bisherigen Saison gewahrt. Der UHK Krems, Erster im Grunddurchgang und in der Bonusrunde, setzte sich in eigener Halle gegen den Alpla HC Hard mit 29:27 (15:13) durch. Spiel zwei steigt bereits am Dienstag (20.20 Uhr) in der Sporthalle am See.

Rückzugsverhalten und Abwehr

Der Vergleich der beiden besten Mannschaften in dieser Saison wurde wie erwartet zu einem Duell auf Augenhöhe und die knapp 1500 Zuschauer in der Kremser Sporthalle, darunter zahlreiche Harder, bekamen einen offenen Schlagabtausch zu sehen, in dessen Verlauf die Roten Teufel nie in Führung waren. „Wir haben nicht optimal gespielt und Krems hat nicht zuletzt aufgrund des Spielverlaufs nicht unverdient gewonnen. Wir hatten Probleme im Rückzugsgverhalten und in der Abwehr, die der Gegner geschickt ausgenutzt hat“, erklärte Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner. Besonders zu Beginn der zweiten Halbzeit, als der regierende Vizemeister und sechsfache Titelträger von 14:15 (33.) auf 16:20 (39.) und in Folge auf 20:25 (48.) in Rückstand geriet, wurden etliche schlechte Entscheidungen getroffen. „Solche Schwankungen darf man sich in einem Finale nicht erlauben. Doch meiner Meinung nach ist noch nicht viel passiert: Krems hat seinen ersten Heimvorteil genutzt und jetzt liegt es an uns, mit unseren Fans im Rücken in der Serie gleichzuziehen.“

Unterschiedliche Regelauslegung

Was den EHF-Mastercoach mehr ärgerte, war die Leistung der Schiedsrichter. „Wir spielen zum sechsten Mal in dieser Saison gegen Krems und zum dritten Mal wird das gleiche Schiedsrichterpaar eingeteilt. Wenn man dabei nur die Anzahl der gegen uns verhängten Zeitstrafen und Siebenmeter betrachtet, fällt es schwer, eine faire Behandlung zu erkennen. Bei uns wird schon nach zwei Pässen das Zeitspiel angezeigt und Krems konnte in der Schlussphase, als wir auf 27:28 verkürzen konnten und noch knapp 40 Sekunden zu spielen waren, sieben Pässe ohne Bewegung zum Tor spielen, ohne dass die Schiedsrichter ähnlich wie es bei uns mehrmals der Fall war, ein Zeitspiel angezeigt hätten. Da fehlt mir einfach das notwendige Fingerspitzengefühl, schließlich ist es ja nicht nur ein Ligaspiel, sondern es geht um den Titel.“

„Wenn wir es schaffen, am Limit zu spielen, können wir Krems auch in Krems besiegen.“

Hard-Kapitän Dominik Schmid und Co. liegen vor dem Heimspiel am Dienstag in der Finalserie mit 0:1 zurück.GEPA
Hard-Kapitän Dominik Schmid und Co. liegen vor dem Heimspiel am Dienstag in der Finalserie mit 0:1 zurück.GEPA

Handball

Spusu Liga 2018/19

Finale (Best of five), 1. Spiel  

UHK Krems – Alpla HC Hard 29:27 (15:13)

Sporthalle Krems, SR Brkic/Jusufhodzic

Zweiminutenstrafen: 4 bzw. 5

Torfolge: 8. 5:3, 14. 8:5, 19. 9:8, 23. 10:10, 27. 14:11, 36. 17:14,

37. 19:15, 43. 21:18, 47. 25:20, 53. 25:22, 57. 28:24 60. 28:27

UHK Krems: Musel, Deifl, Shejbal; Jochmann (6/5), Schafler (1), Auß, Stiglitz, Posch (7), Hajdu (2), Prokop (2), Fizuleto (2), Nigg (3), Walzer, Kandolf (1), Nikic, Simek (5)

Alpla HC Hard: Hurich, Doknic; Hermann, Wurst, Surblys, Dominik Schmid (6), Raschle (3), Zivkovic (6), Schiller, Zmavc (3), Schwärzler, Knauth (1), Weber, Zeiner (3/1), Schweighofer (1), Horvat (4)

2. Spiel  

Alpla HC Hard – UHK Krems Dienstag, 20.20 Uhr

Sporthalle am See, SR noch nicht bekanntgegeben

3. Spiel: UHK Krems – Alpla HC Hard 1. 6., 20.20 Uhr

Falls nötig

4. Spiel:  Alpla HC Hard – UHK Krems 4. 6., 20.20 Uhr

5. Spiel:  UHK Krems – Alpla HC Hard 8. 6., 20.20 Uhr