Thiem muss sich gegen Monfils steigern

Sport / 02.06.2019 • 20:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dominic Thiem bezwang am Samstag in der dritten Runde der French Open in Paris Pablo Cuevas mit 6:3, 4:6, 6:2, 7:5.Reuters
Dominic Thiem bezwang am Samstag in der dritten Runde der French Open in Paris Pablo Cuevas mit 6:3, 4:6, 6:2, 7:5.Reuters

Nach Sieg gegen Cuevas steht Österreichs Tennis-Ass heute im Paris-Achtelfinale.

Paris Für Dominic Thiem ist das Erreichen der zweiten Grand-Slam-Woche nun schon Routine. In elf seiner bisher 22 Major-Turniere hat der 25-jährige Niederösterreicher zumindest das Achtelfinale erreicht. Heute geht es gegen Gael Monfils (Fra/14) um sein viertes Viertelfinale in Folge in Paris. Doch die Aufgabe wird gegen einen in guter Spiellaune befindlichen Monfils schwierig.

„Ein bisschen Auf und Ab“

Thiem hat sich in den ersten drei Runden zwar jeweils in vier Sätzen durchgesetzt und von der Spiellänge her (jeweils rund 2:30 Stunden) nicht viel Kraft gelassen. Doch von seiner Hochform ist der Roland-Garros-Finalist des Vorjahres doch noch ein Stück entfernt. „Die ersten drei Matches waren ein bisserl ein Auf und Ab. Es waren sehr gute Phasen dabei, dann auch sehr schlechte. So richtig zufrieden bin ich noch nicht“, erklärte der Weltranglisten-Vierte. Für ihn ist die Tatsache, dass er wieder im Achtelfinale steht, vorrangig. „Ich sage auch, dass ich gegen Monfils keinesfalls als Favorit in die Partie reingehe, weil der ist, wie es scheint, fit und auch motiviert zur Zeit.“

Zum Sieg (6:3, 4:6, 6:2, 7:5) gegen Pablo Cuevas sprach Thiem von einem „schlechten Start, obwohl er auch gut begonnen hat. Dann habe ich wirklich gut gespielt bis 6:3.“ Das frühe Break im zweiten Satz sei nicht so schlimm gewesen, weil er danach zwei sehr gute Games gespielt habe. „Aber dann habe ich den zweiten Satz richtig dumm hergegeben. Das Game zum 4:5 war schon richtig schlecht und dann habe ich einen kompletten Aussetzer bei 4:5 gehabt.“ Aber: „Es war mit Abstand das beste Match bis jetzt, nichtsdestotrotz muss ich mich gewaltig steigern gegen Monfils am Montag“, weiß Thiem.

Der etwas ungewöhnliche Erfahrungen mit Monfil hats: Eigentlich hätten die beiden schon sieben Mal gegeneinander spielen sollen. Doch vor dem Achtelfinale in Cincinnati 2016 und dem Viertelfinale in Indian Wells in diesem Jahr musste Monfils verletzt w.o. geben, zum Semifinale 2018 in Doha konnte Thiem nicht antreten. Und auch beim Dreisatz-Sieg Thiems beim Masters 2016 in London war Monfils alles andere als fit. „Eigentlich waren wir beide noch nie in Höchstform, wenn wir gegeneinander gespielt haben. Damals in Umag (2015) hat er das nicht allzu ernst genommen, 2016 in London war er verletzt. 2017 in Indian Wells waren wir vielleicht beide am besten“, erinnerte sich Thiem. Damals siegte er 6:3, 6:2.

Fans sind in Stimmung

Thiem wird voraussichtlich nicht nur gegen Monfils spielen. Der Franzose ist in seiner Heimat sehr beliebt. „Der steht drauf, wenn eine super Stimmung ist, das wird eine sehr schwierige Aufgabe“, warnt Thiem, dem bewusst ist, dass ein Großteil im Stadion gegen ihn sein wird. „Das ist okay. Mir ist lieber, es ist ein volles Stadion gegen mich, als es ist ein leeres Stadion. So schlimm wie in New York gegen Del Potro wird es schon nicht sein“, erinnerte er lächelnd an jene schmerzvolle Achtelfinal-Niederlage 2017.