Fußball: Cup nach Elferkrimi an Dornbirn

05.06.2019 • 21:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der FC Dornbirn im Siegestaumel. Die Rothosen holten sich zum sechsten Mal in den vergangenen acht Jahren den Vorarlberger Fußballcup.lerch

Die Rothosen siegten im Cupfinale gegen den VfB Hohenems dank fünf verwandelter Elfer.

Hohenems Sie waren die großen Favoriten und wurden dieser Rolle gerecht. Die Kicker des FC Mohren Dornbirn feierten einen historischen Cupsieg. Mit einem 5:3-Erfolg im Elferschießen gegen den VfB Hohenems machten die Rothosen das Double perfekt. Zehn Tage nach dem Meistertitel in der Regionalliga West gab es auch den begehrten Pokalerfolg samt einer Siegprämie von 3000 Euro. Es war der sechste Cupsieg in den letzten acht Jahren, auch das ist ein neuer Rekord im Vorarlberger Fußball. Wenn man die Pokalsiege vor und nach dem Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1959, 1952, 1937 und 1933 dazurechnet, war es für den Traditionsverein aus der Messestadt schon der zehnte Cuptitel. Damit taten es die Herren den Damen gleich, die vergangene Woche den Titel errungen hatten.

Später Ausgleich

Im vergangenen Jahrzehnt gab es in den Endspielen des VFV-Pokals immer Favoritensiege. Dabei hatten die Dornbirner in der 43. Auflage des VFV Uniqa-Cups im Duell zweier Regionalligaklubs gegen Hohenems mehr zu kämpfen, als ihnen lieb war. 1500 Zuschauer im Herrenriedstadion sahen bei brütender Hitze ein Cupfinale, über das man noch lange sprechen wird. Bei den Dornbirnern standen mit KKircher, Marc Kühne, Christoph Domig und Franco Joppi gleich vier Spieler in der Startelf, die mit der stärksten Amateurmannschaft des letzten Jahrzehnts nun schon zum vierten Mal den Pokal auf Landesebene holten.
Erst der neunte Strafstoß brachte nach einem 1:1 nach 90 Minuten plus Nachspielzeit die Entscheidung zugunsten von Dornbirn. Bei den Rothosen trafen mit Anes Omerovic, Franco Joppi, Lukas Fridrikas, Deniz Mujic und Ygor Carvalho alle fünf Schützen und ließen VfB-Keeper Julian Haunschmied keine Abwehrchance. Unglücksrabe war der Hohenemser Innenverteidiger Stjepan Drobnak. Der 20-jährige Kroate knallte den Ball an die Querlattenoberkante. Das Fehlen der Abwehrspieler Florian Prirsch, Andreas Malin, Lukas Allgäuer und Marcel Krnjic machte sich auf Seiten der Dornbirner mit Fortdauer der Partie bemerkbar.
Die Truppe von Markus Mader ging aus dem Nichts in Front: Aaron Kircher zirkelte einen harmlosen Flankenball über den Hohenemser Schlussmann Haunschmied ins Tor (17.). Als alle schon mit einem knappen Sieg in der regulären Spielzeit von Dornbirn rechneten, war es VfB-Torjäger Kerim Kalkan, der die Hausherren im Spiel hielt (88.). In der 37. Minute hatte Jan Stefanon bereits den Ausgleich auf dem Fuß, sein Ball prallte aber vom linken Pfosten zurück. In der Nachspielzeit vergaben Thomas Assiga und Stefanon den Matchball (90./+2). Der frischgebackene Pokalchampion leistete sich den Luxus, durch Franco Joppi (9.), Lukas Fridrikas (10./79./84.), Carvalho (39.), Anes Omerovic (52.) und Deniz Mujic (64./72./76.) gute Einschussmöglichkeiten zu vergeben. Emser „Sitzer“ gab es noch von Thomas Assiga (44.) und Stefanon (57.). tk