Reichelt erhofft sich rasche Klärung

05.06.2019 • 20:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Streif erobert: Christian Hirschbühl (vorne l.), Manuel Feller, Michael Matt, Marco Schwarz und Marc Digruber.gepa
Die Streif erobert: Christian Hirschbühl (vorne l.), Manuel Feller, Michael Matt, Marco Schwarz und Marc Digruber.gepa

Dopingvorwürfe gegen ihn seien „Blödsinn“.

Kitzbühel Hannes Reichelt hat die gegen ihn erhobenen Doping-vorwürfe neuerlich entschieden zurückgewiesen. Diese seien „Blödsinn“, betonte das 38-jährige Ski-Ass bei einer Pressewanderung in Kitzbühel, die der Streif entlangführte. „Der erste Schock hat sich aber schon ein wenig gelegt“, meinte der Salzburger.

Der Tag, an dem die Polizei frühmorgens vor seiner Tür stand und ihn wenig später mit den Vorwürfen konfrontierte, bezeichnete Reichelt jedoch als „schlimmsten Tag in meinem Sportlerleben“. Nach dem ersten Schock liege der Fokus jetzt aber darauf, seine Unschuld zu beweisen.

Viel Zuspruch

Zu den konkreten Maßnahmen, die er diesbezüglich ergreifen wird, wollte Reichelt aus „ermittlungstechnischen Gründen“ nichts sagen, aber: „Ich werde aber mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten und hoffe, dass die Sache sehr bald vom Tisch ist“. Vor allem der Zuspruch seiner Fans, von denen er zahllose positive Nachrichten bekommen habe, sei für ihn gegenwärtig „Ermunterung klarzustellen, dass das alles ein Blödsinn ist“.

Rückendeckung bekam Reichelt bei strahlend schönem Wetter und bei einem für die Sportler ungewohnten Blick auf die Streif auch von seinen ÖSV-Kollegen aus dem Slalom- und Abfahrtsteam. Marco Schwarz etwa fand klare Worte: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hannes irgendetwas in diese Richtung gemacht hat“. Olympiasieger Matthias Mayer schlug in dieselbe Kerbe und versicherte, dass das ÖSV-Herren-Team „zu hundert Prozent hinter ihm steht“.

Trotz der für Reichelt und seine Kollegen belastenden Dopingvorwürfe gab es auf rund 1700 Höhenmetern auch erfreuliche Dinge zu berichten. Schwarz, der sich nach einer Verletzung einer OP unterziehen musste, will laut eigener Auskunft „Ende August oder Anfang September wieder auf den Skiern stehen“. „Beim derzeitigen Krafttraining kann ich schon fast alles machen“, ergänzte er lächelnd.

Auch die Freude über das im August anstehende Übersee-Sommercamp stand den Sportlern schon deutlich ins Gesicht geschrieben. „Es geht in diesem Jahr nach Chile“, verriet Mayer.