Infantinos Vize im Visier

06.06.2019 • 20:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ahmad musste vor der Polzei aussagen.ap
Ahmad musste vor der Polzei aussagen.ap

Afrika-Funktionär Ahmad von den
Behörden befragt.

paris Nur einen Tag nach der Wiederwahl von FIFA-Präsident Gianni Infantino ist sein afrikanischer Stellvertreter Ahmad Ahmad in Paris ins Zentrum von Korruptionsermittlungen gerückt. Wie der Fußball-Weltverband bestätigte, wurde der Funktionär aus Madagaskar von den Behörden befragt. Details zu den Vorwürfen gegen Ahmad Ahmad wurden aber nicht genannt.

Dem Vernehmen nach soll es um finanzielle Transaktionen in seiner Funktion als Präsident des Afrikanischen Verbandes (CAF) gehen. Durch dieses Amt ist der 59-Jährige automatisch Vizepräsident des Weltverbandes und Mitglied des Councils. Zuerst hatte die Zeitung „Jeune Afrique“ berichtet. Ahmad hatte im Vorfeld Vorwürfe der Korruption zurückgewiesen und von normalen Vorgängen gesprochen.

Ahmad Ahmad gilt als Vertrauter von Infantino, der sich für dessen Wahl zum Afrika-Chef stark gemacht hatte. Der langjährige Chef des Fußballverbandes von Madagaskar ist seit 2017 CAF-Vorsitzender. Zuvor war der Verband viele Jahre von Issa Hayatou aus Kamerun geführt worden. Noch am Mittwoch hatte Infantino verkündet, dass die Krise bei der FIFA unter seiner Führung beendet worden sei. „Niemand spricht mehr von Skandalen, niemand spricht mehr von Korruption“, hatte der Schweizer gesagt.