Thiem mit kleinem Vorteil gegen Djokovic

Sport / 07.06.2019 • 22:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dominc Thiem muss heute in Paris zum zweiten Teil des Halbfinales antreten, Regen und Wind waren Spielverderber gegen Novak Djokovic.
Dominc Thiem muss heute in Paris zum zweiten Teil des Halbfinales antreten, Regen und Wind waren Spielverderber gegen Novak Djokovic.

Abbruch nach 3:1-Führung im dritten Satz.

PAris Zum zweiten Mal bei den im Finish vom Regen beeinträchtigten Tennis-French-Open ist Dominic Thiem von einer Spielverlegung betroffen. Nachdem sein Viertelfinale gegen Karen Chatschanow um einen Tag verschoben wurde, ist gestern das Halbfinale gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic beim Stand von 6:2, 3:6, 3:1 für Thiem abgebrochen worden. „Ich gehe mit einem kleinen Vorteil ins Match“, meinte Thiem zu seiner 3:1-Führung. „Ich habe noch nie bei so viel Wind gespielt.“

Wind nervte den Favoriten

Nach einer zweiten Regenunterbrechung entschieden die Organisatoren, obwohl mehr als eine halbe Stunde lang die Sonne schien, den Platz nicht mehr abzudecken. Die Vorhersagen für den weiteren Abend seien dermaßen schlecht, dass man an keine Fortsetzung mehr denke. Thiem wird die „Verlängerung“ heute um 12 Uhr mit dem eigenen Aufschlag beginnen.

Das ist schon vorab ein gewisser Startvorteil im Finale für den nunmehr zwölffachen French-Open-Finalisten Rafael Nadal. Der Weltranglisten-Zweite war zuvor mit einem 6:3, 6:4, 6:2 über Roger Federer bei stürmischen Bedingungen ins Endspiel eingezogen. Er kämpft am Sonntag (15 Uhr) auch um seinen zwölften Titel in Roland Garros. Glaubt man den Wetterfrö­schen, wird es heute in Ordnung sein, aber am Sonntag wieder kritisch.

Das Match zwischen Thiem und Djokovic hatte kurios begonnen. Bei heftigem Wind fand der Weltranglisten-Erste überhaupt nicht ins Spiel. Immer wieder musste der 32-jährige Djokovic seine Aufwurfbewegung unterbrechen und schien schon bald völlig entnervt. Thiem nutzte gleich seine erste Chance zum 2:1-Break und stellte zu Null auf 3:1.

Auch in der Folge wusste Thiem im ersten Durchgang mit dem Wind weit besser umzugehen und gab überhaupt nur einen Punkt bei eigenem Service ab. Djokovic „verschenkte“ sein Service dann zum 2:5. Nach 27 Minuten hieß es 6:2 für Thiem, Djokovic holte gar den Supervisor und fragte nach, ob es denn keine Windregeln gäbe. Als im zweiten Durchgang bei 3:2 für den „Djoker“ der erste heftige Regenschauer kam, verließ Djokovic als Erster in Windeseile den Platz.

Break vor dem Regen

Die Unterbrechung dauerte jedoch nicht einmal zehn Minuten. Nach der Rückkehr wurde der Serbe stärker, nahm Thiem den Aufschlag zum 5:3 ab. Kurz darauf und dank zweier Asse hatte Djokovic das 1:1 in Sätzen hergestellt.

Als sich im dritten Satz endlich ein richtiges Match entwickelte, wenn auch immer noch stark vom Wind gestört, schaffte Thiem gerade noch ein Break zum 3:1. Dann kam wieder Regen – und diesmal, um zu bleiben. Zumindest in den Vorhersagen. Noch ehe Thiem die Anlage verlassen hatte, soll Djokovic schon 15 Minuten davor in Richtung Hotel abgedampft sein.

Tennis

French Open Paris

Herren, Halbfinale: Thiem (AUT/4) – Djokovic (SRB/1) 6:2, 3:6, 3:1/Abbruch wegen Regens, Nadal (ESP/2) – Federer (SUI/3) 6:3, 6:4, 6:2. Finale, Sonntag, 15 Uhr: Thiem/Djokovic – Nadal

Damen, Halbfinale: Semifinale: Barty (AUS/8) – Anisimova (USA) 6:7(4), 6:3, 6:3, Vondrousova (CZE) – Konta (GBR/26) 7:5, 7:6(2). Finale, heute, 15 Uhr: Barty (8) – Vondrousova