René Rast zwischen Freude und Ärger

10.06.2019 • 19:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gemische Gefühle bei René Rast nach dem DTM-Rennwochenende in Misano.Noger
Gemische Gefühle bei René Rast nach dem DTM-Rennwochenende in Misano.Noger

Am Sieg vorbeigefahren, aber die Führung übernommen.

Misano René Rast half nur noch der Sprung in den Pool mit voller Montur, um trotz der Übernahme der Gesamtführung im Deutschen Tourenwagen Masters die Miene wieder etwas aufzuhellen. Auch am zweiten Renntag der DTM hätte sich ein weiterer Sprung ins kühlende Nass für den Audi-Piloten nach dem dritten Rennwochenende im italienischen Misano angeboten. „Ich hatte keinen guten Start, dazu einige Berührungen in der ersten Runde. Dann später der Reifenschaden – gut gelaufen ist es heute nicht“, beklagte der Pilot mit Wohnsitz Bregenz. Allerdings verabschiedete er sich mit einem positiven Fazit nach dem zweiten Lauf von der Adriaküste: „Platz drei ist daher ein richtig gutes Ergebnis.“

Dabei schien der 32-Jährige, der sowohl am Samstag als auch am Sonntag von der Poleposition ins Rennen gegangen war, an beiden Tagen seinem 13. Sieg in der DTM entgegenzusteuern. Doch jeweils kam etwas dazwischen. Am Sonntag kostete eine Kollision in der ersten Runde mit seinem Markenkollegen Jonathan Aberdein sowie Marco Wittmann, die zum Aus des zweimaligen Champions führte, wertvolle Zeit. Zwar übernahm Rast dann wieder die Spitze, musste sie wegen Reifenschadens aber wieder abgeben und sich mit dem dritten Platz begnügen. „Ich konnte den zweiten Reifensatz im Verkehr nicht richtig zum Arbeiten bringen“, sagte Rast, der dem Schweizer Teamkollegen Nico Müller und dem Salzburger Philipp Eng mit seinem BMW M4 DTM den Vortritt lassen musste.

Erfolgsfahrt gestoppt

Bereits Tags zuvor nahm der Champion von 2017 mit gemischten Gefühlen auf dem Siegerpodium die Champagnerflasche zur Hand und gratulierte dem Sieger Wittmann, der vom letzten Platz ins Rennen gegangen war. Auch hier fuhr Rast seinem 13. DTM-Sieg scheinbar entgegen, bevor eine umstrittene Safety-Car-Phase seine Erfolgsfahrt stoppte. „Ein zweiter Platz ist eigentlich positiv, und die Punkte sind gut für die Meisterschaft“, sagte Rast. „Nicht glücklich bin ich, dass das Rennen durch das Safety-Car entschieden wurde. Aber das ist so in der DTM, und wir müssen damit umgehen können. Mal hat man Glück, mal nicht.“

Die Abkühlung im kompletten Rennanzug im Teamhotel ließ die Mundwinkel des Rennprofis dann wieder ansteigen, obwohl sein Handy bei dem Bad Schaden nahm. Trost bescherte Rast auch die Übernahme der Gesamtführung mit 93 Punkten vor Eng (83) und Müller (76). Und 39 Punkte bedeuteten für den Audi-Piloten das bisher mit Abstand erfolgreichste Rennwochenende der Saison, damit war ein weiters Bad nicht mehr nötig.