Statt siebtem Titel dritte Silberne

10.06.2019 • 20:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Boris Zivkovic war mit 139 Treffern, davon vier im letzten Finalspiel, der erfolgreichste Harder Torschütze in dieser Saison.ÖHB
Boris Zivkovic war mit 139 Treffern, davon vier im letzten Finalspiel, der erfolgreichste Harder Torschütze in dieser Saison.ÖHB

Alpla HC Hard nach 22:27 im Entscheidungsspiel in Krems wie letzte Saison Vizemeister.

Krems 42 Jahre nach dem bisher dritten und letzten Meistertitel hat der UHK Krems wieder zugeschlagen. Mit dem 27:22-(15:11)-Heimsieg über den Alpla HC Hard im entscheidenden fünften Spiel der Best-of-five-Finalserie der Spusu Liga holte sich das dominierende Team der vergangenen neun Monate zum vierten Mal die nationale Krone im Männerhandball. Gleichzeitig gelang den Wachauern nach den Triumph beim Finalturnier im ÖHB-Cup erstmals in der Geschichte auch das Double.

„Ein Spiegelbild der Saison“

„Wir haben den Start verschlafen. Wir waren übernervös und konnten nie in Führung gehen. Am Ende hat Krems verdient gewonnen, sie haben den Ausfall von Lucijan Fizuleto gut kompensiert. Wir hatten im Entscheidungspiel nicht genug Kraft, um die Partie zu drehen. Die mangelnde Chancenverwertung war ein Spiegelbild der Saison“, erklärte Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner nach Spielende.

Der 43-jährige Deutsche fasste in kurzen Worten die Leistung seiner Mannschaft im Entscheidungsspiel zusammen. Während die von den 1500 Fans in der Kremser Sporthalle frenetisch angetriebenen Gastgeber von der ersten Sekunde an hellwach agierten, erwischten die Roten Teufel vom Bodensee einen rabenschwarzen Beginn. Zwei Siebenmetertore von Gerald Zeiner waren die magere Ausbeute, ehe Lukas Schweighofer zum 3:8 (15.) das erste Tor aus dem Spiel erzielte. Die Harder mühten sich redlich, doch entweder landeten die Würfe am Pfosten, oder der Ball wurde bereits zuvor leichtfertig abgegeben.

Nach dem 11:15-Pausenstand aus Sicht der Harder keimte dann aber doch noch die Hoffnung auf den Umschwung auf. Doch der Ausgleich zum 16:16 (38.) bzw. 19:19 (47.) stellte sich als Strohfeuer heraus. Eine achtminütige Torflaute ermöglichte es Krems, sich wieder auf 24:19 (55.) abzusetzen und unter dem verdienten Beifall ihrer Fans das langersehnte Meisterstück zu vollenden. „Wir haben nach dem katastrophalen Beginn einen Sechs-Tore-Rückstand aufgeholt, waren dann aber immer wieder einen Schritt zu spät. In gewissen Phasen waren wir nicht clever genug, das Momentum für uns zu nützen. Es wäre definitiv mehr möglich gewesen“, erklärte HC-Hard-Kapitän Dominik Schmid enttäuscht.

15. Top-3-Platz in 22 Saisonen

Damit schließt der Vorzeigeklub aus der Bodenseegemeinde seine 22. Spielperiode in der höchsten Spielklasse mit der 15. Top-3-Platzierung ab. Zu den je sechs ersten und dritten Rängen kommt nun die dritte Silberne dazu. Zusammen mit den vier Triumphen im ÖHB-Cup bzw. den drei im Supercup halten die Roten Teufel weiter bei 13 Titelgewinnen. VN-JD

Handball

Wahl Handballer des Jahres

Mannschaft UHK Krems

Handballer(in) Fabian Posch (Krems)

 Altina Berisha (Atzgersdorf)

Trainer Ibish Thaqi (Krems)

Newcomer(in) Elias Kofler (West Wien)

 Katharina Pandza (Hypo NÖ)

Legionär(in) Viggo Kristjansson (West Wien)

 Marietta Gyetko (Eggenburg)

Österreicher(in) im Ausland Nikola Bilyk (Kiel)

 Petra Blazek (Valcea)

All-Star-Team Spusu Liga 2018/19

Tor Thomas Eichberger (Graz)

Linker Flügel  Julian Pratschner (West Wien)

Linker Rückraum Lucija Filzuleto (Krems)

Mitte Rückraum Jakob Jochmann (Krems)

Rechter Rückraum Viggo Kristjansson (West Wien)

Rchter Flügel David Brandfellner (Fivers)

Kreis Fabian Posch (Krems)