Auf Weber wartet ein neues Kapitel

11.06.2019 • 20:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In 338 Ligaspielen für Magdeburg erzielte Robert Weber 1944 Tore.Verein
In 338 Ligaspielen für Magdeburg erzielte Robert Weber 1944 Tore.Verein

Österreichs Männerteam trifft im Eurocup auf Topgegner.

Magdeburg Es war ein Abschied wie im Bilderbuch: Nach einem Zuspiel von Christian O´Sullivan sorgte Robert Weber mit dem Wurf in die Kreuzecke für den 31:20-Endstand in Göppingen in seinem letzten Spiel im Trikot des SC Magdeburg. Zehn Saisonen hat der 33-jährige Harder das Trikot des Traditionsverein aus Sachsen-Anhalt getragen, dabei in 338 Partien 1944 Tore (Schnitt 5,75 pro Spiel) erzielt und wird damit in der ewigen Torschützenliste wohl noch viele Jahre in den SCM-Geschichtsbüchern die Poleposition inne haben. Mit 54:14 Punkten belegte der Weber-Klub hinter Flensburg (64:4) und Kiel (62:6) mit dem dritten Tabellenplatz zudem die beste Platzierung seit Jahren in der Deutschen Bundesliga und hat sich einen Startplatz in der Champions League gesichert.

Zukunft weiter offen

Welches Trikot Vorarlbergs erfolgreichster Handballer in der kommenden Saison tragen wird, ist aber weiter offen. Seitdem der Transfer in die Schweiz zum TSV St. Otmar geplatzt ist, wartet der Linkshänder. Der geplatzte Wechsel, dessen Ursprung interne Unstimmigkeiten in der Führungsriege des Ostschweizer Traditionsvereins waren, habe ihn trotzdem getroffen. Er hat aber auch seine Perspektive verändert. Die Frage ist aber nicht nur, wo Weber seine sportliche Zukunft aufbauen will, sondern wo er mit seiner Familie ein neues Zuhause finden wird? Weber: „Unser Haus in Cracau ist verkauft und leergeräumt, die Kartons bei einem Freund eingelagert.“ Weber ist aber auch lang genug im Profigeschäft, um zu wissen, dass die Aussichten gerade nicht besonders gut sind. Die Vereine haben ihre Kaderplanungen abgeschlossen. Ein Jahr bis 2020 zu pausieren, macht den 33 -Jährigen trotz seiner unbestritten Goalgetterqualitäten nicht begehrter. Deswegen soll sein neuer Berater jetzt die Drähte glühen lassen.

Generalprobe für Heim-EM

Erst einmal bestreitet er mit dem Nationalteam die beiden abschließenden Spiele im EHF-Eurocup am Donnerstag in Klagenfurt gegen Vizeweltmeister Norwegen, und drei Tage später trifft man in Stockholm auf Schweden. Zugleich ist es der Beginn der letzten Etappe in Richtung Heim-EM im Jänner 2020. Auch wenn es beim Eurocup nur ums Prestige geht, Letzter möchte Österreich nicht unbedingt werden. EM-Titelverteidiger Spanien (6 Punkte) ist außer Reichweite, auch EM-Co-Veranstalter Norwegen (6) ist quasi nicht mehr abzufangen. Bleibt Schweden, das so wie Österreich bei zwei Zählern hält. Neben Weber stehen zudem aus Vorarlberger Sicht der mit Schaffhausen Schweizer Meister gewordene Harder Lukas Herburger, Boris Zivkovic und Gerald Zeiner von Vizemeister Alpla HC Hard und der Bregenzer Ante Esegovic im Aufgebot. VN-JD

Handball

EHF-Eurocup für die Männer-EM 2020 in Österreich, Norwegen und Schweden  

5./6. Spieltag

Österreich – Norwegen Donnerstag

20.15 Uhr, Klagenfurt

Schweden – Österreich  Sonntag

17 Uhr, Stockholm

Die weiteren Partien

Spanien – Schweden Mittwoch, 21 Uhr, Almeria Norwegen – Spanien Samstag, 19.15 Uhr, Bodo

Tabelle  S R N 

1. Norwegen 3 0 1 138:114 +24 6

2. Spanien 3 0 1 122:115 +7 6

3. Schweden 1 0 3 115:128 -13 2

4. Österreich 1 0 3 122:140 -18 2

Bereits gespielt

Norwegen – Österreich 43:31, Schweden – Spanien 28:29, Österreich – Schweden 31:34, Spanien – Norwegen 30:27, Norwegen – Schweden 35:26, Österreich – Spanien 29:28