Für Vettel waren auch härtere Sanktionen möglich

Sport / 13.06.2019 • 22:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Montreal Sebastian Vettel ist mit seiner umstrittenen Fünf-Sekunden-Strafe beim Formel-1-Rennen von Kanada sogar noch einer schärferen Sanktionierung entgangen. „Der Fünf-Sekunden-Zeitzuschlag für Vettel ist die geringste Strafe, die für solch ein Vergehen ausgesprochen werden kann“, sagte der in Montreal zuständige Sportkommissar des Weltverbands FIA, Hans-Gerd Ennser. „Möglich wären auch noch härtere Sanktionen wie zehn beziehungsweise 20 Sekunden oder eine Stop-and-Go-Strafe gewesen“, erklärte Ennser.

Der in Führung liegende Vettel war in der 48. Runde mit seinem Ferrari vom Asphalt abgekommen und übers Gras gefahren. Als er wieder zurück auf die Strecke kam, drängte er Verfolger Lewis Hamilton im Mercedes nahe an eine Mauer. Hamilton siegte dadurch vor Vettel, obwohl dieser als Erster die Ziellinie überfahren hatte.

Die Frist für den Einspruch lief bis gestern Abend, 96 Stunden nach dem Rennende. Ursprünglich hatte Ferrari eine Absichtserklärung für einen Protest beim Weltverband FIA hinterlegt. Fachmedien berichteten am Donnerstag, die Scuderia wolle mithilfe neuer Beweise die FIA-Richter dazu bewegen, die strittige Situation neu zu bewerten. Bei Vorlage frischen Materials könnte sich die Einspruchsfrist laut Regelwerk demnach sogar auf bis zu zwei Wochen verlängern.